Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bundespolizei im Mittelpunkt

Pushback oder Hilfe: Was passierte an der Grenze zwischen Freilassing und Salzburg?

Bundespolizei Münchner Bundesstraße Salzburg
+
Die deutsche Bundespolizei auf der Münchner Bundesstraße in Salzburg.

Eine ungewöhnliche Situation erregte am Donnerstagmittag (2. Dezember) die Aufmerksamkeit von Passanten und Pendlern: ein Bus der Deutschen Bundespolizei hielt unvermittelt im Salzburger Stadtteil Liefering auf der Münchner Bundesstraße unmittelbar nach der Grenze. Heraus kamen neben drei Beamten ein Mann, eine Frau und ein kleines Kind...

Freilassing/Salzburg – Ungewöhnlich deshalb, weil Flüchtlinge, die illegal in Deutschland einreisen und dort kein Asyl beantragen in der Regel auf offiziellem Weg nach Österreich zurückgebracht werden. Das heißt, entweder holt die Salzburger Polizei die Personen in Freilassing ab oder die Deutsche Bundespolizei bringt sie zur Inspektion Fremdenpolizei direkt an der Saalbrücke.
 
Nicht so am Donnerstagmittag, ein Anruf bei der Polizei Salzburg ergab, dass man von so einer „Überstellung“ nichts wisse, unsere Vermutung, dass es sich um eine Art Push Back handeln könnte erwies sich jedoch bald als falsch. Die weitere Recherche bei der Deutschen Bundespolizei ergab dann folgendes: Bei der Kontrolle eines Reisebusses am Walserberg wurde eine albanische Familie aus dem Bus geholt, „die die Einreisevoraussetzungen gemäß dem Schengener Grenzkodex nicht erfüllten“, so die Sprecherin der Bundespolizei in Freilassing. Die junge Familie bestand aus dem Vater (24), der Mutter (21) und einem vierjährigen Mädchen. „Sie strebten einen längerfristigen Aufenthalt an und konnten weder das erforderliche Visum noch die erforderlichen Barmittel nachweisen“, daher sei ihnen die Einreise verweigert worden. Die Personen wurden wegen der versuchten unerlaubten Einreise angezeigt und nach Österreich - wo sie sich legal aufhalten dürfen - zurückgewiesen.
 
Generell würden alle Überstellungen in Absprache mit den jeweiligen Behörden des Nachbarlandes stattfinden versichert die Sprecherin, „in diesem Fall wurden die Personen - nach einzelfallbezogener Absprache zwischen der Bundespolizeiinspektion Freilassing und der Fremdenpolizei Salzburg - nach Österreich zurückgewiesen, ohne sie physisch an die dortigen Behörden zu übergeben“. Die junge Familie sei durch Beamte der Bundespolizei zur nächsten Bushaltestelle kurz nach der Grenze gefahren worden, um ihnen das Weiterreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erleichtern.

hud

Kommentare