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„Typisch deutsches Problem“: Manche Lkw-Fahrer blockieren linke Spur

Dauerstau wegen strengerer Grenzkontrollen bei Freilassing

Stau an Grenzübergang Saalbrücke bei Freilassing
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An Corona-Grenzkontrollen im Frühjahr 2020 erinnern die täglichen Staus derzeit vor der Saalbrücke, der Grund ist eine strengere Kontrolle durch die Salzburger Polizei.
  • Michael Hudelist
    VonMichael Hudelist
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Auch wenn strengere Einreisebestimmungen in Österreich erst ab Mittwoch nächster Woche in Kraft treten kontrolliert die Salzburger Polizei schon diese Woche die jetzt geltenden Regeln im Auftrag der Gesundheitsbehörden offensichtlich wieder genauer, die Folge sind kilometerlange Staus am Walserberg und auf der Grenzstraße von Freilassing in Richtung Saalbrücke. Verärgert reagieren viele Autofahrer in diesem Zusammenhang auf manche Lkw-Fahrer, die Pkw-Fahrer auf der linken Fahrspur als Vordrängler sehen und die Spur dann mit ihrem Lkw blockieren, ohne allerdings bis zur Engstelle zu fahren. „Wenn dadurch bewusst das Fortkommen von anderen Verkehrsteilnehmern behindert wird kann das sogar eine Nötigung sein“, so Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Freilassing/Salzburg - Anfang der Woche hat die Österreichische Bundesregierung angekündigt, ab Montag, den 8. Februar den Lockdown zu lockern, Schulen, Geschäfte und „körpernahe Dienstleister“ wie Friseure dürfen wieder öffnen, im Gegenzug sollen am Mittwoch die Einreisekontrollen verstärkt werden, vor allem zu Tschechien und der Slowakei mit sehr hohen Inzidenzwerten.

Außerdem müssen ab Mittwoch auch Grenzpendler einmal in der Woche zum Corona-Test und sich vor der Einreise Online registrieren. Dieses von Innenminister Karl Nehammer angekündigte „strengere Grenzregime“ (Plus-Artikel) zeigt allerdings schon in dieser Woche seine Auswirkungen: täglich lange Staus den ganzen Tag über vor den beiden 24-Stunden-Kontrollstellen Walserberg-Autobahn und Saalbrücke zwischen Freilassing und Salzburg.

Hans Wolfgruber von der Polizei Salzburg bestätigt diese genaueren Kontrollen, „die Intention der Bundesregierung ist ja, dass Einreisende keine Virus-Mutationen einschleppen, und diese Gefahr besteht ja nicht erst ab Mittwoch nächster Woche“. Daher habe das Innenministerium schon jetzt verschärfte Kontrollen angeordnet. Ob „kleinere“ Grenzübergänge wie Oberndorf/Laufen oder Großgmain/Bayrisch Gmain ab Montag auch strenger oder dann auch 24 Stunden am Tag kontrolliert werden will die Polizei nicht verraten.

Ärger wegen Lkw-Fahrern

Der lange Stau vor dem Autobahngrenzübergang Walserberg führt dazu, dass viele Brummi-Fahrer über die B20 nach Freilassing ausweichen in der Hoffnung hier schneller über die Grenze zu kommen. Dabei beobachten Autofahrer in den letzten Tagen immer wieder, dass manche Lkw-Fahrer nicht in der rechten Spur bleiben sondern die linke Fahrspur blockieren, ohne allerdings bis zur eigentlichen Engstelle mitten auf der Saalbrücke vorzufahren.

„Die Rechtslage ist allerdings eindeutig“, so Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern, „wenn mehrere Spuren vor einer Engstelle vorhanden sind soll auf diesen auch gefahren werden, erst unmittelbar vor der Engstelle ist dann mit dem Reißverschlussverfahren das Einordnen vorgeschrieben“. Ein Lkw darf also nicht ohne Grund aus der rechten Spur ausscheren und die linke Spur blockieren nur weil er Autofahrer als Vordrängler empfindet. „Auch bei Autobahn-Baustellen haben wir immer wieder dieses, typisch deutsche Problem“, viele Autofahrer würden die Rechtslage nicht kennen und andere am gewünschten Vorfahren bis zur Engstelle behindern, „diese Behinderung zieht eine Verwarnung nach sich und kann auch bis zur Nötigung führen“. Die Polizei in Freilassing verspricht auf Nachfrage die Situation auf der Grenzstraße verstärkt im Blick zu halten.

hud

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