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Salzburg will U-Bahn vom Hauptbahnhof bis Mirabellplatz

Ausgeträumt - Keine Regionalstadtbahn von Salzburg bis zum Königssee

Vor zehn Jahren waren die damaligen Bürgermeister Flatscher und Kurz noch überzeugt davon, dass auch Bayern von der Regionalstadtbahn profitieren würde.
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Vor zehn Jahren waren die damaligen Bürgermeister Flatscher und Kurz noch überzeugt davon, dass auch Bayern von der Regionalstadtbahn profitieren würde.
  • Michael Hudelist
    VonMichael Hudelist
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Es war ein schöner Traum für alle Bahn-Fans und sollte zudem im Sommer die Straßen entlasten: eine direkte Bahnverbindung zwischen Salzburg und dem Königssee. Im Juni 2011 stellten unter anderem die damaligen Bürgermeister Josef Flatscher (Freilassing) und Stefan Kurz (Schönau) das Konzept in Salzburg vor.

Freilassing/Salzburg - In der Folge traten sowohl der Landkreis, als auch zahlreiche BGL-Kommunen dem „Verein zur Förderung der Regionalstadtbahn Salzburg-Bayern-Oberösterreich“ bei. Jetzt, zehn Jahre später, kommt das böse Erwachen, Salzburg will nun erst einmal für sich bauen, von einer Straßenbahnverlängerung in Richtung Bayern ist nichts mehr zu hören. 

Die Folge, nicht nur der Landkreis, sondern auch die beteiligten Kommunen und nun auch die Stadt Freilassing steigen aus dem Verein aus, auch wenn der Jahresbeitrag nur überschaubare 500 Euro beträgt. „Seit dem Beitritt zum Verein gibt es keine nennenswerten Fortschritte zu einer Verwirklichung, diese sind auch nicht absehbar“, so Freilassings Bürgermeister Markus Hiebl. Die Stadt wird daher mit Wirkung zum 31. Dezember aus dem Verein austreten. Bereits im Herbst vergangenen Jahres sei dies auch in der Bürgermeisterrunde beschlossen worden. „Der Austritt schadet der Zusammenarbeit mit Salzburg nicht“, ist sich Hiebl sicher, „ganz im Gegenteil“. 

Warum Freilassing überhaupt beigetreten sei, wunderte sich Stadträtin Bettina Oestreich: „In dem Verein werden ja nur österreichische Projekte vorangetrieben“. Wolfgang Hartmann erinnerte an die Geschichte des Vereines, „das hatte mit dem Karlsruher Modell zu tun, also dem Vorzeigemodell, dass Straßenbahnen durch die Stadt fahren und dann in das Umland verlängert werden“. Dies sei damals auch der Plan für die Regionalstadtbahn in Salzburg gewesen, „nun hat man ja beschlossen diese Regionalstadtbahn, als U-Bahn bis zum Mirabellplatz zu bauen“. 

S-Link stellt erste U-Bahn-Haltestelle vor

So soll die erste U-Bahn-Haltestelle am Mirabellplatz aussehen.

Tatsächlich haben sich der Bund, sowie Stadt und Land Salzburg auf eine U-Bahn geeinigt, die aber in Salzburg niemand U-Bahn nennen soll, der ursprünglich sperrige Begriff Regionalstadtbahn wurde durch „S-Link“ ersetzt. Während es für die Trasse der Bahn bis Hallein bisher noch 29 verschiedene Trassen gibt, sind die Pläne für den ersten Abschnitt der U-Bahn vom Hauptbahnhof bis zum Mirabellplatz schon weit gediehen, am Montag dieser Wochen wurden bereits die Sieger des Architektenwettbewerbs für die erste Haltestelle präsentiert.

So soll die erste U-Bahn-Haltestelle am Mirabellplatz aussehen.

Der Baustart soll nach wie vor 2023 sein, auch wenn noch kein fixer Kostenplan für den ersten Abschnitt bis zum Mirabellplatz vorliegen, die Verantwortlichen gehen davon aus, dass es bei den veranschlagten 150 Millionen Euro bleiben wird. Die Bahn soll im Endausbau ab der Hellbrunnerstraße oberirdisch bis Salzburg-Süd und später weiter nach Hallein geführt werden, allerdings ist Hallein schon jetzt an das S-Bahn-System angeschlossen.

hud

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