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Bayerische Regiobahn übernimmt 

Berchtesgadener Land Bahn am Abstellgleis

Berchtesgadener Land Bahn BLB
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Voller Euphorie wurde 2009 von den Verantwortlichen die neue Berchtesgadener Land Bahn gefeiert, die noch dazu grenzenlos von einem Salzburg und einer bayerischen Unternehmen betrieben wurde.

Die Berchtesgadener Land Bahn ist Geschichte. Ab 12. Dezember übernimmt die Bayerische Regiobahn. Das ist der Hintergrund:

Freilassing/Salzburg - 2009 wurde die neue Berchtesgadener Land Bahn noch als neue Ära gefeiert. Das Gemeinschaftsunternehmen der Salzburger Lokalbahn (Salzburg AG) und der bayerischen Länderbahn (damals Regentalbahn) übernahm die Strecke Freilassing-Bad Reichenhall-Berchtesgaden von der Deutschen Bahn, die nach Meinung aller die Strecke vernachlässigt hatte. Der Start 2009 verlief allerdings holprig, erst waren zu wenig neue Triebwagen da, dann hatten sie keine Zulassung. Bei der Ausschreibung für die nächsten 12 Jahre beteiligten sich die beiden Unternehmen allerdings nicht mehr. 

Berchtesgadener Land Bahn ist Geschichte

Der Hintergrund: bei der neuen Ausschreibung 2018 hatte die Bayerische Eisenbahngesellschaft als Besteller die Strecke Traunstein-Ruhpolding zur Strecke nach Berchtesgaden dazu gepackt, für die Strecke nach Ruhpolding hätte die BGL-Bahn aber zwei neue Triebwagen zu den bestehenden fünf Garnituren leasen müssen.

„Da die Werkstatt für unsere Fahrzeuge allerdings in Salzburg bei der Lokalbahn ist hätten wir auch für die beiden neuen Triebwagen für die nur 800 Meter lange Strecke auf Salzburger Gleisen eine eigene Österreich-Zulassung gebraucht“, erklärte damals der zuständige Geschäftsführer der Regentalbahn. 

Da alle sieben Fahrzeuge auf beiden Strecken eingesetzt werden sollten, hätten die zwei neuen zusätzlich auch die Steilstrecken-Zulassung für Berchtesgaden benötigt, „leider war der Fahrzeughersteller nicht bereit, eine so geringe Stückzahl mit diesen Sonderwünschen zu produzieren“. Nach dem Ende der neuen Ausschreibung stand dann fest, dass die BRB (damals Bayerische Oberlandbahn) den Zuschlag für die beiden Strecken bekommt, offizieller Name ‚Netz Berchtesgaden-Ruhpolding‘, und damit auch die Strecke nach Berchtesgaden inklusive den Fahrzeugen übernimmt. 

Berchtesagden - Ruhpolding: Ab 12. Dezember BRB statt BLB

Im neuen Netz Berchtesgaden-Ruhpolding bleibt es beim bewährten Takt und der Durchbindung der Züge über Freilassing hinaus bis nach Österreich. Die wichtigste Neuerung in den Zügen wird für die Fahrgäste ein modernes Fahrgastinformationssystem inklusive Echtzeitdaten sein, nachdem die Fahrzeuge bis Juni 2022 innen Stück für Stück modernisiert worden sind. Daneben werden ab Januar 2022 im Innenraum die Sitzpolster und Sitzbezüge, Armlehnen und Seitenwandtische erneuert oder aufgearbeitet. Ein bewährter Service ist auch das RVO-Kundencenter in Berchtesgaden. 

Die Übernahme des Netzes erfolgt im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert. „Die Inbetriebnahme der neuen Strecke ist für uns alle eine Herausforderung und es wird anfangs an der einen oder anderen Stelle sicher etwas ruckeln, aber wir haben von unserer Seite alles getan, den Übergang möglichst geräuschlos hinzubekommen“, beschreibt Arnulf Schuchmann die Situation. 

In den Zügen, die ab dem 12. Dezember auf der Strecke fahren, gilt dann auch das ‚Guten Tag Ticket‘ der BRB. Das kann man ab dem Fahrplanwechsel zusätzlich in allen Nahverkehrszügen der Südostbayernbahn und der ÖBB an den Haltepunkten zwischen Freilassing und Salzburg Hauptbahnhof nutzen sowie überall dort, wo es bisher schon gegolten hat. Dieses Ticket, das in allen BRB-Zügen gilt, ist nächstes Jahr sogar drei Euro günstiger als das vergleichbare Bayern-Ticket. 

Erhalten bleibt die kostenlose Fahrradmitnahme auf der Strecke Freilassing – Berchtesgaden. Zusätzlich wird ab 12. Dezember auch zwischen Teisendorf und Salzburg Hauptbahnhof in den Zügen des Netzes Chiemgau-Inntal die Fahrradmitnahme kostenfrei sein. 

hud

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