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Keine regionale Stadtlogistik

Paketzustellung in Freilassing soll „verkehrsärmer und effizienter” werden

Das neu gebaute Paket-Verteilzentrum von DHL in Bischofswiesen. Tausende Pakete kommen hier pro Tag an.
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Das neu gebaute Paket-Verteilzentrum von DHL in Bischofswiesen. Tausende Pakete kommen hier pro Tag an.

Im Berchtesgadener Land suchte man lange Zeit nach Lösungen, um der Flut an Paketlieferungen Herr zu werden: Deshalb waren, laut einer Machbarkeitsstudie Mikrodepots in Bad Reichenhall, Freilassing und Laufen geplant. Doch eine regionale Stadtlogistik, wie darin aufgezeigt, wird es zumindest vorerst in Freilassing nicht geben.

Freilassing – Im bereits vor vier Jahren fertiggestellten Landkreis-Mobilitätskonzept hatten Gutachter für Güterverkehr die Einrichtung von Mikrodepots als ein Initialprojekt von besonderer Bedeutung identifiziert. Aus Sicht des Landkreises war klar, dass dafür die drei Städte infrage kämen. „Es geht um die Steigerung der Effizienz im Warenzustell- und Lieferverkehr”, sagte Anfang vorigen Jahres Johann Wick, im Landratsamt zuständig für Verkehrsplanung und Mobilität.

In der Machbarkeitsstudie, die von der Firma trafficon consulting ausgearbeitet wurde, ging es vor allem um den Zustellvorgang auf der letzten Meile bis zur Zieladresse, die bislang von den großen Kurier-, Express- und Paketdiensten, sogenannten KEP-Diensten, zugestellt werden. Darunter fallen etwa DHL, Hermes, GLS, UPS oder DPD. Vor allem während Corona hatten sich viele Bürger mittlerweile an Online-Bestellungen gewöhnt. Der Kauf per Klick ist keine Unbekannte mehr. Bereits in der Machbarkeitsstudie war darauf hingewiesen worden, dass Paketzustellungen eher zu- als abnehmen.

„Eine regionale Stadtlogistik in der Form, wie sie in der Machbarkeitsstudie aufgezeigt wurde, wird vorerst nicht weiterverfolgt”, teilt auf Nachfrage Daniel Beutel von der Stadt Freilassing mit. Um das Thema weiterzuverfolgen, habe sich Freilassing nun dazu entschlossen, „Möglichkeiten mit einem ortsansässigen Dienstleister, vergleichbar mit einem Mikrodepot, und den KEP-Dienstleistern zu eruieren”, so Beutel. Herausgefunden werden soll dabei, wie in Freilassing bei der innerstädtischen Paketlogistik Bündelungseffekte genutzt werden können, um in Folge die Paketzustellung „verkehrsärmer und effizienter” zu gestalten.

Die Stadt Freilassing will auch in Zukunft mit den Nachbarstädten Laufen und Bad Reichenhall in Kontakt bleiben. Vorrangiges Ziel sei es, verkehrliche Verbesserungen bei der innerstädtischen Warenzustellung und der Lieferung zu erreichen, „die eigenwirtschaftlich durch die beteiligten Unternehmen umgesetzt werden können”. Ein von den Kommunen initiiertes und in der Startphase finanziell getragenes Pilotprojekt für eine regionale Stadtlogistik werde somit vorerst nicht weiterverfolgt, heißt es aus der Stadtverwaltung weiter.

kp

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