1915er Goldmünze zur Firmung? Fahnder werden misstrauisch

Mutmaßlicher Einbrecher im Zug bei Freilassing geschnappt

Freilassing - Einen erheblichen Teil zur Aufklärung eines Einbruchdiebstahles aus einer Wohnung konnten die Beamten der PI Fahndung Traunstein am vergangenen Montag beitragen, als sie einen 33-jährigen Deutschen, im Regionalzug kurz vor der Ausreise nach Österreich, kontrollierten.

Da der Reisende sehr nervös wirkte, nahmen ihn die Schienenfahnder genauer unter die Lupe. Schnell entdeckten sie bei der Durchsuchung eine Schmuckschatulle mit Ringen, einer Brosche und einem Anhänger.

Des Weiteren tauchte in einem Stoffbeutel eine Goldmünze, Österreich/Ungarn aus dem Jahre 1915, auf. Der Kontrollierte gab an, die Münze zur Firmung geschenkt bekommen zu haben, und dass der Schmuck seiner Freundin in Österreich gehöre, zu der er ihn nun bringen wollte. Da der Sachverhalt den erfahrenen Beamten mehr als suspekt vorkam, fertigten sie umgehend Fotos von den verdächtigen Gegenständen an. Weitere polizeiliche Maßnahmen waren nicht mehr möglich, da der Zug bereits nach Österreich ausgereist war.

Nachträgliche Recherchen auf der Dienststelle ergaben Hinweise auf einen Zusammenhang mit einem Einbruchdiebstahl in Ichenhausen. In Zusammenarbeit mit der örtlich zuständigen PI Günzburg wurden die Fotos mit den vorgenannten Gegenständen den Geschädigten vorgelegt, die diese dann eindeutig als ihr Eigentum identifizierten.

Den jungen Mann erwartet nun ein entsprechendes Strafverfahren.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa/Montage

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