Nachgefragt in Freilassing, Mühldorf und Rosenheim

Zeitlager, Babysitter, Sicherheitsdienst - Wie hat sich die Nachfrage entwickelt?

Wie hat sich die Nachfrage nach bestimmten Dienstleistungen im Lockdown entwickelt? Wir haben nachgefragt,
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Wie hat sich die Nachfrage nach bestimmten Dienstleistungen im Lockdown entwickelt? Wir haben nachgefragt,

Freilassing/Mühldorf/Rosenheim - Bei Waren scheint die Nachfrage im Lockdown niedriger zu sein, als im Frühjahr. Aber wie schaut es bei Dienstleistungen aus? Wir haben uns erkundigt.

„Im Frühjahr, ja da hatten wir schon eine verstärkte Nachfrage. Der Boom war dann aber ausgerechnet zwischen August und September“, berichtet ein Mitarbeiter der Zeitlager-Firma RO-BOX aus Rosenheim gegenüber unserer Redaktion. Das Selbstlagerzentrum RO-BOX in Rosenheim bietet Lagerräume, Lagerboxen und Schließfächer in vielen Abmessungen an. „Aktuell ist es ruhig, aber das kann ja noch kommen“, schließt er.


Entwicklung der Nachfrage nach Dienstleistungen im Lockdown ähnlich der nach Waren entwickelt

Wohin mit dem Mobiliar der Studentenbude, jetzt wo die Wohnung wegen reinem Online-Betrieb der Uni gekündigt wird? Wer betreut das Baby, wenn niemand aus dem Umfeld helfen kann? Wer passt auf meine Firma auf, während sie im Lockdown geschlossen bleiben muss? Neben der Nachfrage nach bestimmten Waren erzeugt ein Lockdown auch eine Nachfrage nach bestimmten Dienstleistungen.


Im Fall von Waren scheint sich die Lage insgesamt beruhigt zu haben, wie unsere Redaktion in der vergangenen Woche aus der Branche erfahren hatte. Aldi Süd etwa bestätigte einen „leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten“. Auch die Prechtl-Frischemärkte aus Raubling berichteten einen leichten Anstieg der Nachfrage, etwa nach Klopapier. Insgesamt sei es aber ruhiger, als im Frühjahr. Bei Dienstleistungen zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.

Nachfrage im Frühjahr mit damaliger Ungewissheit gestiegen - Jetzt Routinen da

„Damals im Frühjahr ist die Nachfrage schon merklich gestiegen“, Michaela Gisnapp vom Haus der Begegnung in Mühldorf am Inn. Dieses bietet seit 2008 eine Babysitter-Börse an. Sie wurde gegründet für Eltern, die einen Babysitter oder Babysitterin für ihr Kind suchen, der oder die zuverlässig ist und schon etwas Erfahrung hat .„Nach einer Weile ging es dann aber auf ein normales Maß zurück. Momentan sind ja aber auch die KiTas und Schulen geöffnet.“

„Ich glaube, es ist bei der Nachfrage nach Dienstleistungen so ähnlich wie mit der nach Waren des täglichen Bedarfs“, vermutet Johannes Burgstaller von der Firma Security Units GmbH aus Freilassing. „Anfang des Jahres herrschte angesichts der noch neuen Situation noch viel Ungewissheit und die Leute haben noch etwas ziellos alles mögliche probiert.“ Inzwischen habe sich aber eine gewisse Routine eingestellt.

„Die Nachfrage ist aktuell vor allem nach Bestreifungen von ganzen Gebieten oder Gewerbeanlagen auf sehr niedrigem Preisniveau. Das decken wir allerdings nicht ab“, berichtet er. „Was weiter durchaus benötigt wird, sind dagegen Sicherheits-Mitarbeiter für den Einzelhandel, welche die Einhaltung der AHA-Regeln überwacht. Das bieten auch wir an.“ Auch viele Behörden hätten einen gestiegenen Bedarf, sowohl für Eingangskontrollen als auch für Teststationen.

hs

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