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Den Begriff „Nachhaltigkeit“ leben und umsetzen

Mittelschule Freilassing auf dem Weg zur „Nationalpark- und Biosphärenschule“ - Vertrag
unterzeichnet und Workshop durchgeführt

„Vertragsunterzeichnung“: Bürgermeister Markus Hiebl (links) und Schulleiter Christian Schneider unterzeichnen im Beisein von Meike Krebs-Fehrmann von der Biosphärenregion (links) und Katharina Rupp vom Nationalpark die Vereinbarung für die zweijährige Pilotphase zur „Nationalpark- und Biosphärenschule“.
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„Vertragsunterzeichnung“: Bürgermeister Markus Hiebl (links) und Schulleiter Christian Schneider unterzeichnen im Beisein von Meike Krebs-Fehrmann von der Biosphärenregion (links) und Katharina Rupp vom Nationalpark die Vereinbarung für die zweijährige Pilotphase zur „Nationalpark- und Biosphärenschule“.

„Auf dem Weg zur Nationalpark- und Biosphärenschule“ heißt ein Projekt, das der Nationalpark Berchtesgaden und die Biosphärenregion Berchtesgadener Land auf den Weg gebracht haben. Beide Institutionen arbeiten seit vielen Jahren mit Schulen zusammen und transportieren ihren Leitspruch „Natur Natur sein lassen“ dadurch an die nächste Generation weiter. Ab sofort geschieht dies nun auch gemeinsam. Acht Schulen aus dem Landkreis wurden für die zweijährige Testphase ausgewählt.

Freilassing - Die erste Schule, bei der vor kurzem der offizielle Startschuss fiel, war die Mittelschule Freilassing, vergangenes Jahr als „Umweltschule“ ausgezeichnet: nachdem Bürgermeister Markus Hiebl und Schulleiter Christian Schneider die Kooperationsvereinbarung für die Pilotphase zur „Nationalpark- und Biosphärenschule“ unterzeichnet hatten, fanden sich in der Aula 14 Vertreter der Schulfamilie zu einem Workshop ein, der von Katharina Rupp vom Nationalpark und Meike Krebs-Fehrmann von der Biosphärenregion geleitet wurde.

Entwickelt hat den Workshop, der etwa einen halben Tag dauert, Katharina Rupp. Er gibt den Schulen quasi den Rahmen vor, zeigt Tipps und Tricks auf, wie sie Ideen zum Thema Nachhaltigkeit, Natur und Wildnis individuell umsetzen können. Die Teilnehmer kommen aus der gesamten Schulfamilie und sollen nach dem Workshop als Multiplikatoren wirken. Neben der Freilassinger Mittelschule wurden die Mittelschulen in Bad Reichenhall, die neu zusammengelegte Mittelschule Bischofswiesen und Berchtesgaden, die Grundschulen Saaldorf-Surheim und Ramsau, die Gymnasien in Laufen und Berchtesgaden sowie das Staatliche Berufliche Schulzentrum Berchtesgadener Land Freilassing für die Testphase ausgewählt. Nach einer Vorstellrunde mit spielerischen Koordinations- und Konzentrationsübungen stellte Meike Krebs-Fehrmann einige der Ziele vor, die in dem mehrseitigen Kooperationsvertrag stehen. Unter anderem sollen die Schüler die einzigartige Natur in unserer Region kennenlernen und fächerübergreifend mit dem Nachhaltigkeitsbegriff vertraut gemacht werden. Außerdem muss einmal im Jahr ein Projekt umgesetzt werden, das mit dem Nationalpark oder der Biosphärenregion in Zusammenhang steht. Als Handlungsfelder wurden die Bereiche Ernährung, Naturschutz, Ökologie, Energie, Soziales, bauliche Maßnahmen, nachhaltiger Konsum und Mobilität definiert.

In Kleingruppen aufgeteilt, sammelten die Teilnehmer nun Ideen für künftige Projekte und schrieben diese auf große weiße Plakate. Sie formulierten dabei, wie sie vorhaben diese umzusetzen, welche Herausforderungen und Lösungsansätze es gebe, welche Kooperationspartner mit ins Boot geholt werden könnten und – ganz wichtig – wer die Verantwortung für die Idee hat. Vorgeschlagen wurde „Ernährung mal anders“, „Die Wildnis des Nationalparks erleben“, „Umgestaltung des Pausenhofs“ oder „Draußen zelten“. Damit die von den Workshop-Leiterinnen erteilten „Arbeitsaufträge“ in der vorgegebenen Zeit erledigt wurden, lief eine Uhr mit. In der Projektplanung heißt diese Art von Zeitmanagement „Timeboxing“, wie Katharina Rupp erklärte. Wenn eine Idee die Timebox zu sprengen drohte, beruhigte die Nationalpark-Mitarbeiterin: „Das Ziel ist, kleine Schritte zu machen. Die Projekte müssen nicht alle auf einmal und sofort umgesetzt werden.“ In einer Abschlussrunde bat Meike Krebs-Fehrmann die Teilnehmer um eine kurze Rückmeldung.

Die Schüler hoben hervor, wie toll sie es finden, dass sie bereits im Vorfeld mitwirken konnten, welche Projekte überhaupt angedacht werden. Auf positive Resonanz stieß auch, dass die Gruppen durchgetauscht wurden, wodurch es immer wieder neue Anregungen gab. Die Lehrer fanden es sehr wichtig, dass die Verantwortlichkeit eines geplanten Vorhabens von vorneherein festgelegt wird. Man freue sich auf eine gelingende Kooperation mit vielen Umsetzungen, so Katharina Rupp am Ende der anregenden Nachmittagsveranstaltung. Wie die Workshop-Leiterinnen erklärten, bekommen die Schulen im Nachgang ein Protokoll, in dem die Ergebnisse festgehalten sind. Außerdem werden die mit Ideen dicht beschriebenen Plakate fotografiert, damit die Schulen an den geplanten Vorhaben weiterarbeiten können.

Karin Kleinert M. A.

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