Neues Wohnbauprojekt für Freilassing

Matulusgarten - "Wir wollen die alten Bäume erhalten"

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Informationsveranstaltung zum neuen Wohnbauprojekt Matulusgarten in Freilassing
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Freilassing - Die Stadt Freilassing leidet unter Wohnungsnot. Nach dem Wohnbauprojekt am Pfarrweg, für das Ende 2017 der Startschuss zum Bebauungsplan gegeben wurde, ist nun das Gebiet Matulusgarten vorgestellt worden.

Rund 80 Freilassinger Bürger waren ins Rathaus Freilassing zum sogenannten Bürgermonitoring gekommen, um sich über das neue Wohnbauprojekt "Matulusgarten" zu informieren

Hauptsächlich Nachbarn, aber auch einige Stadträte, sowie Verantwortliche vom Bauamt haben an der Veranstaltung teilgenommen. Entstehen soll die neue Wohnanlage an der Matulusstraße, direkt neben der Kreisklinik Freilassing und Platz für rund 150 Wohnungen bieten, sowie Gemeinschaftsräume und Gewerbeflächen.

So soll der Matulusgarten ausschauen 

Matulusgarten - Variante 1 - Schaut so das neue Wohngebiet aus?

Auf einer Fläche von insgesamt 13.000m² sind mehrere Baukörper mit Eigentums- und Mietwohnungen geplant, darunter auch geförderte Wohnungen, sowie Einheiten für Betreutes Wohnen. Geplant sind jeweils 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen und Größen zwischen rund 40 und 90 Quadratmetern Wohnfläche. Außerdem sind gemeinschaftlich genutzte Räumlichkeiten vorgesehen, wie zum Beispiel ein Multifunktionsraum, eine Werkstatt, ein Mietbüro, ein Gästeappartement und mehrere Gemeinschaftsgärten. Parkmöglichkeiten für Bewohner und Besucher sollen in einer Tiefgarage unter dem Gelände entstehen, sowie in sehr limitierter Zahl an der Oberfläche, um die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten. 

Außerdem sollen die Flächen zwischen den Häusern möglichst autofrei bleiben und großzügige Begegnungszonen mit Fuß- und Radwegen, Ruheplätzen, Sitzgelegenheiten und Spielplätzen angelegt werden.

Die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage erfolgt direkt über die Matulusstraße. Die Fertigstellung der Anlage ist für das Jahr 2021 geplant. Hausmeister- und weitere Servicetätigkeiten, sowie die Vermietung der Gästeappartements oder sonstige Tätigkeiten sollen über ein eigenes Mietmanagement abgewickelt werden.

"Wohnqualität auch außerhalb der Wohnung" 

"Neben qualitativ hochwertigen, nachhaltigen sowie leistbaren Wohnungen sind im Projekt viele zusätzliche Angebote geplant“, so BM Ing. Bernd und Wolfgang Hillebrand, Geschäftsführer des mitverantwortlichen Bau und Immobilienunternehmens Hillebrand.

Und Dipl.-Ing. Werner Schmölzl von der Baufirmengruppe Gebr. Schmölzl GmbH & Co.KG. ergänzt: „Wir sind der festen Überzeugung, dass sich Wohnqualität nicht auf die eigenen vier Wände beschränken muss bzw. darf. Deshalb haben wir hier schon in der Konzeption großes Gewicht auf diese Zusatznutzen für unsere zukünftigen Bewohner gelegt“.

Drei unterschiedliche Bebauungsvarianten 

Matulusgarten - Variante 2 - Schaut so das neue Wohngebiet aus?

Insgesamt drei unterschiedliche Bebauungsvarianten hat Ludwig Kofler den interessierten Freilassingern im Rathaussaal präsentiert. Während Variante Drei relativ schnell von allen verworfen wurde, "könnte man sich einen Mix aus den Varianten Eins und Zwei aber vorstellen", so das Feedback aus den Reihen der Zuschauern. Bedenken äußerten die anliegenden Nachbarn hauptsächlich wegen der parkenden Autos an der Grundstücksgrenze und wegen des steigenden Verkehrsaufkommens durch die Ein- und Ausfahrt: "die liegt ja schon recht nah an unserer Grundstücksgrenze" und auch wegen des benachbarten Krankenhauses, da ja "hier dann auch die Einsatzfahrzeuge noch durchfahren müssen".

Auch der alte Baumbestand wurde angesprochen, da sich auf dem Grundstück viele Bäume befinden, die weit über 100 Jahre alt sind. "Wir werden natürlich alles dran setzen, diese alten Bäume so weit es geht zu erhalten. Lieber versetzen wir einmal ein Gebäude, als dass wir hier die alte Baumpracht kappen. Solch ein prachtvoller Baumbestand belebt die Wohnanlage immens", so Werner Schmölzl.

So geht es mit dem Bauprojekt Matulusgarten weiter 

Matulusgarten - Variante 3 - Schaut so das neue Wohngebiet aus?

Nach dem Bürgermonitoring und der Aufnahme der Anregungen aus den Reihen der Nachbarn, kommt das Projekt nun auf die Tagesordnung beim Stadtrat, der dann auch den Bebauungsplan beschließen würde. Vorstellbar wäre auch im Vorfeld ein Workshop mit Stadtratsmitgliedern, einem Sprecher der Nachbarn und einer Soziologin, um die Bedenken der Anlieger im Vorfeld ausführlich zu besprechen und so gut wie möglich in die Bauplanung einfließen zu lassen. 

"So etwas haben wir in Zell am See bei dem Projekt Limberg am Sonnengarten auch mit großem Erfolg gemacht. Das könnten wir uns für die Wohnanlage Matulusgarten auch sehr gut vorstellen", so BM Peter Hutterer, von der Habitat Wohnbau GmbH im Gespräch mit BGLand24.de.

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