Drei Podiumsdiskussionen mit allen Kandidaten in Freilassing stehen fest 

Markus Hiebl: 17 Unterschriften fehlen noch zur Kandidatur

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In den „Lichterladen“, also den Rathaussaal der Stadt darf jede wahlwerbende Partei nur ein Mal, obwohl es in der Stadt sonst keine geeigneten Räumlichkeiten gibt.

Freilassing - 180 Unterschriften braucht der Parteifreie Bürgermeisterkandidat Markus Hiebl damit er bei der Wahl antreten darf. BGLand24.de hat mit Hiebl gesprochen:

Bisher sind 163 Wahlberechtigte ins Rathaus gegangen und haben für Hiebl unterschrieben, das heißt es fehlen derzeit noch 17 Unterschriften. „Es ist offensichtlich doch für viele eine Hemmschwelle, mit einem Ausweis ins Rathaus zu gehen und dort für einen Kandidaten zu unterschreiben“, räumt Hiebl gegenüber BGLand24 ein. Zudem wüssten viele EU-Bürger in der Stadt nicht, dass sie bei der Kommunalwahl wahlberechtigt sind und damit auch für ihn im Vorfeld unterschreiben dürfen.


„Bei den bisherigen Wahlveranstaltungen in der Fußgängerzone oder auch im Bekanntenkreis haben viele EU-Bürger, zum Beispiel Österreicher gemeint ‚Ich darf ja gar nicht wählen‘, was aber eben nicht stimmt“. 

Der Start für das Sammeln der Unterschriften für den parteifreien Kandidaten war erst am 18. Dezember, also eine Woche vor Weihnachten, eine Zeit, in der naturgemäß die meisten mit den Weihnachtsvorbereitungen mehr als ausgelastet sind. Jetzt sind noch knapp drei Wochen Zeit, genau bis 3. Februar, „aber ich gehe fix davon aus dass wir bis dahin weit mehr als die geforderten 180 Unterschriften zusammen haben“, so ein zuversichtlicher Hiebl.


‚Unabhängig für Freilassing‘ in Zukunft auch im Stadtrat?

Eine Wahl ist zwar geheim, die Unterschrift für einen Kandidaten im Vorfeld ist es nicht, mag auch das ein Problem sein? Das glaubt Hiebl nicht, „aber es stimmt, es ist schon einfacher für ein Bürgerbegehren Unterschriften zu sammeln als das man mit einem Ausweis in das Rathaus geht und für einen Kandidaten unterschreibt“. Die Unterschriften sind nötig, da Markus Hiebl zwar von Parteien im Stadtrat unterstützt wird, aber eben nicht für eine im Stadtrat vertretende Partei antritt.

„Wir haben im Dezember den Verein ‚Unabhängig für Freilassing‘ gegründet, ein noch nicht eingetragener Verein mit dem Ziel, Kandidaten für den Stadtrat und einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen“, so Hiebl. Für die Kommunalwahl am 15. März 2020 will der Verein aber erst einmal nur einen Bürgermeisterkandidaten aufstellen. Hiebl auf die Frage, ob der Verein in Zukunft auch Stadtratskandidaten und damit eine eigene Gruppe im Stadtrat werden will: „Das könnte so sein“, aber es sei nicht die Absicht gewesen, „immerhin haben wir ja schon fünf Gruppierungen im Stadtrat“. Außerdem sei es schwierig, 24 Personen für eine Stadtratsliste zu finden.

Diese Woche hat die Stadt bereits die großen Holzwände an zentralen Orten aufgestellt, auf denen die Parteien ihre Wahlplakate kleben dürfen, bisher noch ohne Hiebl. „Wir sind jetzt dabei die A-Ständer mit neuen Plakaten zu bekleben und dann geh ich auch auf die großen Holzständer drauf“. Zu großen, eigenen Veranstaltungen kann Hiebl nicht mehr einladen, zumindest nicht in Freilassing, denn der einzige große Saal, der Rathaussaal, steht jeder wahlwerbenden Partei nur einmal zur Verfügung, so ein geltender Stadtratsbeschluss. 

Dieser Beschluss gilt offensichtlich auch für die Lokwelt, ebenfalls im Besitz der Stadt. Private Säle in Gasthöfen oder Lokalen hat die 17.000-Einwohner-Stadt nicht. Ein Aufeinandertreffen von Hiebl mit den zwei anderen Bürgermeisterkandidaten ist bis jetzt dreimal geplant, einmal bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsforums und zweimal bei einer Diskussion des Verkehrsforums Berchtesgadener Land, bei dem naturgemäß Verkehrsthemen im Vordergrund stehen werden. Hiebl selbst wird vor allem im Februar jeden Samstag in der Fußgängerzone präsent sein, „das ist schon traditionell in Freilassing“, so Hiebl auf die Frage, warum er nicht auch in andere Stadtteile oder in große Einkaufszentren geht. Geplant sind auch Gastauftritte bei den drei Parteien, die ihn offiziell unterstützen, den Grünen, der SPD und der Gruppe ‚Pro Freilassing‘.

hud

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