Auch eine Sozialraumanalyse ist geplant

SPD will Wohnraum für Freilassing

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Wohnbausanierung in Ainring-Mitterfelden

Freilassing - Nach dem Auslaufen des Projektes "soziale Stadt" will die SPD die Wohnraumbeschaffung vorne anstellen und das Projekt aus eigenen Mitteln fortführen.

Eine gute und bezahlbare Wohnung finden - dieser Wunsch ist für viele Menschen in Freilassing immer schwieriger umzusetzen. Durch steigende Mieten und eine grenzüberschreitend hohe Nachfrage haben es vor allem Familien und Menschen mit geringerem Einkommen immer schwerer auf dem Wohnungsmarkt. Die SPD Freilassing  hat deswegen beschlossen, sich bis zum Jahresende intensiv mit dem Thema Wohnen zu befassen. Bei einem Treffen des Ortsvereins im Gasthof Ratsstubn diskutierte man über die aktuelle Situation und beschloss Veranstaltungen, Besuche und Aktionen zu organisieren.

Der Ortsvorsitzende Michael Wiebeck erinnerte daran, dass bereits im Stadtratswahlkampf die SPD Freilassing die Forderung nach gutem und bezahlbarem Wohnraum in den Mittelpunkt gestellt hat. Es sei nur konsequent, dass man sich nun im Rahmen einer Aktionsreihe dieses Themas intensiv annehme. Den Startschuss dazu hat bereits die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler gemeinsam mit ihrer Fraktionskollegin und Wohnexpertin Claudia Tausend mit der Veranstaltung „Gut und bezahlbar Wohnen“ gegeben, die Anfang Juli im Gasthof Rieschen stattgefunden hat.

Thema Wohnen brennt vielen "unter den Nägeln"

Der gute Besuch und die intensiven Diskussionen bei der Veranstaltung hätten gezeigt, dass das Thema Wohnen vielen Menschen in der Stadt unter den Nägeln brennt, meinte SPD-Schriftführer Franz Eder. Besonders in den Wohnungsbaugenossenschaften sah er wichtige Partner bei der Schaffung von langfristig bezahlbaren Wohnungen mit guter Qualität.

„Das Projekt Soziale Stadt hat gezeigt, dass es auch in Stadtteilen mit Problemen wieder bergauf gehen kann“, fügte der 3. Bürgermeister Michael Hangl an. Er erinnerte daran, dass das im Ortsteil Mitterfeld erfolgreich aufgelegte Projekt des Quartiermanagements auf ein Konzept der rot-grünen Bundesregierung zurückgeht, die dafür auch Finanzmittel zur Verfügung gestellt hat. Es war die absolut richtige Entscheidung der Stadt Freilassing, nach Auslaufen der Förderung die „Soziale Stadt“ aus eigenen Mitteln fortzuführen , zeigte er sich überzeugt.

Zunächst einmal gehe es darum, sich einen Überblick über die tatsächliche Situation am Wohnungsmarkt zu verschaffen, meinte Helmut Fürle. Es gebe zwar Auswertungen von Immobilienportalen aus dem Internet, diese seien aber nur wenig aussagekräftig. „Ein Mietpreisspiegel, wie ihn andere Landkreise und Städte haben, ist nur eine mögliche Antwort darauf“, stellte der Stadt- und Kreisrat dar. Ein Weg, sozialpolitische Fragen in eine Untersuchung mit einzubringen sei eine Sozialraumanalyse, wie sie der Landkreis Traunstein erstellen ließ. Zu diesem Thema will der Ortsverein in den nächsten Monaten eine eigene Informationsveranstaltung durchführen.

Spaziergänge zur Stadtentwicklung

Es gehe auch um die Frage, in welchen Bereichen der Stadt man sich zukünftig neue oder auch verdichtete Wohnbebauung vorstellen kann, ergänzte Stadt- und Kreisrätin Margitta Popp. Sie schlug vor, als SPD Freilassing im Herbst Spaziergänge zur Stadtentwicklung anzubieten, damit sich möglichst viele Bürger ein konkretes Bild machen und mit ihren eigenen Vorschlägen einbringen können.

Peter Hans hakte hier ein und schlug vor, dabei auch der geplanten neuen Haltestelle Freilassing-Hofham einen Besuch abzustatten. „Zu einer nachhaltigen Planung für gutes und bezahlbares Wohnen gehört auf alle Fälle der Verkehr mit dazu - und das heißt für uns Sozialdemokraten ein möglichst gutes Angebot bei Bus und Bahn“, führte er aus.

Mit der nun beschlossenen Einführung des gesetzlichen Mindestlohns sei ein wichtiger Schritt für mehr soziale Gerechtigkeit im Bereich Arbeit gelungen. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir als Sozialdemokraten auch vor Ort bei der wichtigen sozialen Frage Wohnen die Weichen richtig stellen“, waren sich die Freilassinger SPDler zum Schluss ihres Treffens einig.

Pressemitteilung SPD Freilassing

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