Kommunalwahl 2014

Kritik am „Wunschkonzert“ der Mitbewerber

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v. l. n. r.: Alois Kraller, Rainer Hofmann, Klaus Lastovka, August Schatzl.

Freilassing - Die CSU kritisiert ein „Wunschkonzert“ der Mitbewerber: Bei den geplanten Neubauten wurde an die Finanzierung nicht gedacht. Außerdem seien dringend Gewerbeflächen notwendig.

Die Freilassinger CSU kritisiert das um sich greifende „Wunschkonzert“ im Stadtratswahlkampf und nimmt die Mitbewerber in die Pflicht. Ein Bürgerhaus oder eine attraktive Brücke vom Bahnhof in die Innenstadt? Auch die Christsozialen sehen den Bedarf an Veranstaltungsräumen und sind überzeugt, dass der Bahnhof an das Stadtzentrum angebunden werden muss. Investitionen wollen aber zuerst einmal erwirtschaftet werden. Ortsvorsitzender Wolfgang Krämer stellt eines klar: „Wer teure Neubauten verspricht, sollte auch an die Finanzierung denken!"

Klaus Lastovka verfolgt die politischen Diskussionen in Freilassing mit Unbehagen. Als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat kennt er die Pflichtaufgaben, die in nächster Zeit erledigt werden müssen. Die weitere Schulhaussanierung und der Kindergarten an der Schlenkenstraße sind nur zwei Beispiele. Geld für weitere große Projekte müsse da erst einmal verdient werden, so der Logistikunternehmer.

Gemeinsam mit anderen CSU-Kandidaten nimmt Lastovka die politischen Mitstreiter in die Verantwortung und verweist dabei auch auf das Stadtentwicklungskonzept. „Freilassing braucht neue Gewerbeflächen.“ Im Entwicklungskonzept sind mögliche Gebiete für 25 Hektar im Norden und Süden dargestellt. August Schatzl verlangt von seinen Stadtratskollegen der anderen Fraktionen einen Schulterschluss. „Wer A sagt, muss auch B sagen. Nur auf zusätzlichen Gewerbeflächen können sich bestehende Firmen weiter entwickeln und neue Betriebe ansiedeln. So bleibt Freilassing der führende Wirtschaftsstandort im Berchtesgadener Land.“

Schatzl weiß wovon er spricht. Er besitzt ein Elektrounternehmen. Auch Rainer Hofmann hat eigene Erfahrungen. Der Stadtratskandidat ist Geschäftsführer eines Autohauses. „Wir haben im Jahr 2000 zu den ersten Unternehmen gehört, die aus dem Zentrum in das neue Industriegebiet Süd umgezogen sind. Am alten Standort hätte unser Autohaus nicht mehr weiter bestehen können.“

Bankfachmann Alois Kraller bringt das klare Bekenntnis der CSU auf den Punkt: „Nur Gewerbe sorgt für die Steuereinnahmen, mit denen Freilassing Zukunftsaufgaben finanzieren kann.“ Die Betriebe bieten daneben auch Arbeits- sowie Ausbildungsplätze vor Ort und damit ein Stück Lebensqualität.

Pressemitteilung CSU Freilassing

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