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Über 70 Schüler stellen sich Betrieben vor

Mehr Tempo, mehr Verbindlichkeit: Job-Speed-Dating an Freilassinger Mittelschule

Blick in die Aula IMG_0995.jpg
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Beim Job-Speed-Dating in der Aula der Freilassinger Mittelschule bekamen Ausbildungsbetriebe und Schüler die Gelegenheit herauszufinden, ob die „Chemie“ stimmt und ob ein Praktikum infrage kommt.

Der Arbeitnehmermarkt ist für Arbeitgeber eine Herausforderung: nahezu jede Branche sucht händeringend nach Fachkräften. Viele Betriebe setzen daher vermehrt auf Ausbildung im eigenen Unternehmen. Um an motivierten Nachwuchs zu kommen, präsentieren sich die Arbeitgeber auf vielen verschiedenen Plattformen: eine davon ist das Job-Speed-Dating, das es auch in Freilassing seit einigen Jahren gibt. Kürzlich fand das beliebte Format wieder in der Aula der Freilassinger Mittelschule statt: mit erneuertem Konzept, das nun auch die Zeit danach im Blick behält.

Freilassing – Der Ablauf des Job-Speed-Datings ist so: Ausbildungsbetriebe und Schüler bekommen fünf Minuten Zeit, sich kennenzulernen. Es ertönt ein Signal - und die Schüler gehen im Uhrzeigersinn weiter zum nächsten Betrieb. Nach diesem ersten Eindruck notiert das Unternehmen, ob die „Chemie“ passt, also ob es ein sogenanntes Match (englisch für Übereinstimmung, Treffer) gibt. Danach wird ausgewertet, bei welchem Betrieb die Schüler ein Schnupperpraktikum absolvieren könnten.

Weil einige Schüler die Chance, sich um das angebotene Praktikum zu kümmern, in der Vergangenheit zu wenig nutzten, haben die Organisatoren angepackt. Das Wirtschaftsforum Freilassing (Wifo) und seine Partner „Bündnis Jugend in Arbeit“ und IHK sowie die Schule haben beschlossen, die Schüler mehr zu unterstützen und sie zu begleiten, wie Ernst Sattler, der Projektverantwortliche und Moderator der halbtägigen Veranstaltung erklärte. Seit 2022 läuft es also folgendermaßen ab: Das Wifo wertet die Matches umgehend aus und gibt sie an die Schulleitung weiter. Danach setzen sich die Klassenleiter, der Schulsozialarbeiter Mathias Thielke und die Schüler zusammen und koordinieren die Termine für die halbtägigen Praktika. Alles geschieht zeitnah, angedacht ist, die Schnupperpraktika innerhalb von zwei Wochen nach dem Job-Speed-Dating unterzubringen.

Wifo-Vorsitzende Anni Klinger begrüßte Vertreter von 27 Unternehmen, weiterführenden Schulen und der Stadt Freilassing, dazu mehr als siebzig Schülerinnen und Schüler aus den 9. und 10. Regelklassen sowie aus der M-Zug-Klasse. Klinger bedankte sich bei Rektor Christian Schneider für die gute Zusammenarbeit. Bürgermeister Markus Hiebl berichtete, dass auch er mit einer Ausbildung, nämlich zum Beton- und Stahlbetonbauer, ins Berufsleben gestartet sei. Das Stadtoberhaupt brach eine Lanze für die Ausbildungsberufe. Sein Ratschlag: „Probiert euch aus“. Ebenfalls vor Ort war der neue Berufsschulleiter Dr. Martin Brunnhuber, der für „seine“ Schule warb, in der Spezialisten viel Wissen weitergeben würden. Sein Tipp an die Schüler: „Es ist wichtig, dass ihr einen Beruf findet, der euch Spaß macht“.

Kommunikation auf Augenhöhe

Es gab wieder zwei Durchgänge: in Runde 1 präsentierte sich das Handwerk, in Runde 2 Handel, kaufmännische Berufe, Dienstleister und Pflege. Die Schüler konnten sich je nach Interesse für eine der Runden entscheiden. Etliche Betriebe, die in beiden Bereichen ausbilden, waren zweimal vertreten. Neu war, dass bei einigen Unternehmen neben den Ausbildern auch Azubis als Ansprechpartner zur Verfügung standen. Eine Idee, die bei den Schülern sehr gut ankam. Die zukünftigen Ausbilder stammten aus Freilassing und der Umgebung, neu dabei waren heuer unter anderem die DB RegioNetz Infrastruktur GmbH, die Rohrdorfer Transportbeton Chiemgau, das Fachärztezentrum Freilassing und die Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe BGL.

Am Ende der Veranstaltung wünschte Anni Klinger den Akteuren viele Matches. Rektor Christian Schneider lobte die gute, positive Stimmung, die seiner Meinung nach daher rührte, weil es „Kommunikation auf Augenhöhe“ war.

Auf Nachfrage teilte der Rektor im Nachgang mit, dass jede Schülerin und jeder Schüler beim Job-Speed-Dating mindestens zwei Matches hatte, der Durchschnitt liege bei acht Übereinstimmungen. Spitzenreiter sei ein Bub aus einer der 9. Regelklassen, an dem 15 Unternehmen interessiert sind. Wie viele halbtägige Praktika er und die anderen Schüler letztendlich machen, werde mit den Klassenleitern besprochen und dann mit den Betrieben abgestimmt.

Karin Kleinert

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