Wie kann die Innenstadt reaktiviert werden?

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Mitte Fußgängerzone Freilassing

Freilassing - Die Innenstadt von Freilassing soll wieder attraktiver werden. Die Freie Wählergemeinschaft Heimatliste erinnerte an ihren Antrag, den sie bereits 2007 gestellt hatte.

Der Globus Baumarkt habe nicht oberste Priorität, sondern es gibt wichtigere Aufgaben anzupacken. Dabei dachte der Rathauschef an die Innenstadt mit Fußgängerzone, wie er sich in der letzten Bauausschusssitzung äußerte. „Es ist schon eine bemerkenswerte Aussage, zumal die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft Heimatliste (FWG) bereits im Jahr 2007 einen ähnlichen Antrag zum Stadtrat eingebracht hat.“

Darauf wies Bürgermeisterkandidat Florian Löw im Rahmen einer Sitzung des erweiterten Vorstandes hin. „Es folgte eine Ortsbesichtigung mit dem Bauausschuss und dem Wifo und dann nichts mehr.“ Es habe offensichtlich dem Druck eines Aktionsbündnisses bedurft, um sich an die Wichtigkeit zu erinnern, vermutete Löw.

Schon am 29. November 2006 stellte die FWG Heimatliste der Bevölkerung im Rahmen eines Informationsabends ein Konzept vor, in das Ideen zur Modernisierung der Innenstadt und Präsentation als Stadt der Eisenbahn enthalten waren. Die sich noch bietende Optik der Fußgängerzone als Durchgangsstraße wäre durch eine platzartige Gestaltung mit Wasser- und Grünflächen umzuändern.

Kinderspielgeräte mit Gegenständen der Eisenbahn wie Prellbock zum Klettern und Signale zum Bedienen wurden darin als wünschenswert benannt. Beispielhaft könnten kommunikative Sitzgruppen mit einheitlicher Bestuhlung und eine „wohnzimmerhafte“ Bepflanzung gewählt werden.

Die beiden Cafés am Ein- und Ausgang sowie die Gastronomie im Innenbereich wurden als einladend bezeichnet. Ebenso sind die Markttage als wahre Magneten nicht mehr aus der Fußgängerzone wegzudenken. All das befand sich schon 2006 auf dem Tablett und verschwand dann in der Schublade. „Wir fühlen uns schon angesichts des jetzt propagierten Aktionismus verschaukelt.“, bedauerte Bert Enzinger. „Bedurfte es erst eines Weckers, um die Ideen wieder auszugraben.“, resümierte der FWG-Vorsitzende.

Es sei sicherlich nicht einfach, attraktive Neuansiedlungen von Einzelhandelsbetrieben zu erreichen, wenn nur begrenzte Verkaufsflächen vorhanden und die Mietpreise nicht vorteilhaft sind, betonte Fraktionssprecher Fritz Braun. Ohne Mithilfe der Hauseigentümer und Geschäftsinhaber sei kein Erfolg zu erreichen.

„Deshalb bin ich gespannt, wie unser Bürgermeister eine Reaktivierung der Innenstadt bewerkstelligen will.“, überlegte Braun. „Nachdem wir bereits ein CIMA-Gutachten vorliegen haben, muss vielleicht eine neue kostspielige Untersuchung durchgeführt werden.“, warf FWG-Stadtrat Ludwig Unterreiner ein. „Es ist an der Zeit, endlich etwas umzusetzen; denn zum Aussitzen ist keine Luft mehr.“, ergänzte Unterreiner. „Vor allem müssen eingebrachte Vorschläge ernsthaft geprüft und nicht gleich abgewiesen werden.“ Solche Ereignisse und Vorgänge seien Unterreiner glaubhaft bekannt geworden. Einigkeit lag vor, dass „Schubladengutachten und Schuldenkonzepte“ Vergangenheit sein müssen.

Pressemitteilung FWG Heimatliste

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