Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Luxuswohnungen – Kaufpreis abhängig vom Steuersatz

„Historisches Wohnen“ im Neubau Rieschenwirt in Freilassing - Jetzt wird um Käufer geworben

Ab Juni beginnt der Online-Vertrieb der Luxus-Wohnungen im ehemaligen Gasthaus Rieschen, der Baubeginn ist für Ende Oktober, Anfang November geplant.
+
Ab Juni beginnt der Online-Vertrieb der Luxus-Wohnungen im ehemaligen Gasthaus Rieschen, der Baubeginn ist für Ende Oktober, Anfang November geplant.

Im Rieschenwirt im Freilassinger Stadtteil Salzburghofen entstehen Luxuswohnungen. Die Bautafel steht bereits da, der Verkauf startet dann im Juni. Die historischen Wohnungen könnten vor allem für Spitzenverdiener interessant werden.

Freilassing - Seit Mittwoch (19. Mai) steht die Bautafel für das „historische Wohnen“ im ehemaligen Rieschenwirt. Bei Neubauten sind Wohnungen oft schon verkauft bevor eine Bautafel steht, beim Neubau des Rieschenwirts – es bleibt nur die Außenhülle stehen – mit einer besonderen Denkmalschutz-Abschreibung ist das anders. „Derzeit kontaktieren wir vorgemerkte Kunden“, so Philippe Maushammer von der VR Immobilien Oberbayern Südost, dabei hat er eine spezielle Kundenschicht im Visier. Der Baubeginn soll dann „spätestens im Oktober, November dieses Jahres sein“. 

Auf eine lange Liste von Vormerkungen und Interessenten kann Maushammer nicht zurückgreifen, obwohl der Umbau des ehemaligen Wirtshauses in Wohnungen in Freilassing schon lange bekannt ist. Das liegt vermutlich hauptsächlich daran, dass die geplanten 15 neuen Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis von 5400 Euro im hochpreisigen Luxus-Segment liegen. Der Umbau eines Hauses unter Denkmalschutzauflagen bietet aber auch hohe Abschreibungsmöglichkeiten, diese wiederum sind für Käufer mit hohen Steuersätzen interessant, die entsprechende Abschreibe-Möglichkeiten suchen. Bei einem Kaufpreis von zum Beispiel 1 Million Euro können bis zu 60 Prozent, also 600.000 Euro für zwölf Jahre steuerlich abgeschrieben werden, wenn es als Kapitalanlage genutzt wird, „wenn es der Käufer selbst nutzt, dann immerhin noch zehn Jahre“, so Maushammer.

Je höher der Steuersatz eines Käufers, desto interessanter ist die Denkmal-Abschreibung, „das heißt, der Quadratmeterpreis von 5400 Euro sinkt bei einer Abschreibung zum Spitzensteuersatz auf rund 4000 Euro, und das ist dann für einen Neubau schon unschlagbar“, versichert Maushammer. Von einem Neubau spricht der Vertriebsleiter deshalb „weil außer den Grund- und Außenmauern ja alles neu gebaut wird“. 

Baubeginn erst, wenn alles verkauft ist

Der eigentliche Online-Vertrieb der Wohnungen auf der Website der Volksbank-Raiffeisenbank Oberbayern Südost, sowie auf einschlägigen Internet-Plattformen wie Immobilienscout beginnt Mitte Juni, „darauf ruhen unsere Hoffnungen“, mit dem Baubeginn kann erst dann begonnen werden, wenn alle 15 Wohnungen verkauft sind, „sollten am Ende im worst case zwei, drei Wohnungen nicht verkauft werden können, wird der Bauträger diese Wohnungen selbst erwerben“. Der Bauträger ist die Immobilien Chiemgau Concept (ICC) mit Sitz in Stephanskirchen, die beiden Geschäftsführer Stefan Inhauser und Martin Wimmer seien spezialisiert auf dem Erwerb und Umbau von denkmalgeschützten Häusern. 

Entscheiden sich bei einem doch sehr hohen Quadratmeterpreis Kunden nicht doch eher für einen „echten“ Neubau? „Das ist Geschmackssache“, sagt Maushammer, „ich finde einen sanierten Neubau interessanter, es ist einfach was besonders, es ist ein historisches Wohnen und trotzdem ein Neubau“. Die sonst üblichen Anfragen aus Österreich gibt es für das Objekt an der Laufenerstraße im Übrigen auch nicht. Neben den 15 Wohnungen soll auch ein kleineres Büro entstehen, sowie ein Tages-Café, auch dafür werden noch Interessenten gesucht. 

Das 1540 erstmals als Taverne erwähnte Gasthaus Rieschen wird in seiner Substanz stehen bleiben, das heißt, auch in Zukunft wird es an der Ecke Laufenerstraße, Auenstraße keinen Gehsteig geben, die Alternative wäre gewesen, das Haus zu versetzen. In einer ersten Bauausschusssitzung 2019 wurde noch Kritik an dem „zu kleinen Gasthaus“ geübt, Edeltraud Rilling (Die Grünen) nannte es damals ein „Mini-Gasthaus“, in dem keine Feste mehr stattfinden könnten.

hud

Kommentare