Interview mit den Stadtwerken Freilassing

„Haben Sie Angst um die Qualität des Trinkwassers?“

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Trinkwasserqualität in Freilassing
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Freilassing - Freilassing wird seit 1910 mit Trinkwasser versorgt. Immer wieder werden die Bürger durch Berichterstattungen über Nitrateinträge aus der Landwirtschaft verunsichert. BGLand24.de hat bei den Stadtwerken nachgefragt:

Die Nitratbelastung durch die Landwirtschaft im Trinkwasser sorgt immer wieder für große Verunsicherung in der Bevölkerung. Um stets genau zu wissen, wie sauber das Trinkwasser ist, prüfen unabhängige Labore regelmäßig die Nitratkonzentrationen.

Dabei arbeiten die Stadtwerke intensiv mit allen zuständigen Behörden zusammen und werden streng überwacht. Entspricht das Trinkwasser nicht den genauen Regeln der Trinkwasserverordnung, dann darf es nicht mehr als solches an die Haushalte geliefert werden.

Wird unser Trinkwasser ausreichend geschützt?

Im Schutzgebiet für die Brunnen zur Trinkwasserversorgung der Stadt Freilassing liegen auch die Brunnen des Zweckverbandes der Surgruppe, also die Wasserversorger einiger Nachbargemeinden von Freilassing. 

Seit über 15 Jahren werden hier im Bereich der Landwirtschaft freiwillige Vereinbarungen mit den Betrieben im Schutzgebiet getroffen. Sollte die Trinkwasserqualität beeinträchtigt werden, haben die Stadtwerke die Möglichkeit, technische Maßnahmen zu ergreifen um die Qualität sicherzustellen.

Interview mit den Stadtwerken Freilassing

BGLand24.de wollte wissen, wie sauber das Trinkwasser ist und hat mit Johann Standl, dem Werkleiter der Stadt Freilassing ein Interview geführt. 

Herr Standl, die wichtigste Frage gleich vorweg: Haben Sie Angst um die Qualität des Wassers aus der Freilassinger Wasserleitung?

Nein. Aufgrund der aktuellen bundesweiten Berichterstattung um die Nitrateinträge aus der Landwirtschaft in vielen Wasserschutzgebieten können wir die Verunsicherung aber natürlich verstehen.

Wie sieht es denn jetzt tatsächlich mit den Nitratwerten in unserem Wasser aus

Selbstverständlich liegen die Werte unter den genau festgelegten Grenzwerten der Trinkwasserverordnung. Alle Parameter des Trinkwassers, einschließlich der Nitratkonzentration, werden durch unabhängige Labore kontinuierlich und regelmäßig überprüft. 

Dabei arbeiten wir intensiv mit allen zuständigen Behörden zusammen und werden streng überwacht. Würde das Trinkwasser nicht den genauen Regeln der Trinkwasserverordnung entsprechen, dürfte es gar nicht als solches geliefert werden.

Können denn auch präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Beeinträchtigungen des Grundwassers getroffen werden?

Ja. Im Schutzgebiet für unsere Brunnen liegen auch die Brunnen des Zeckverbandes der Surgruppe (Anm. Wasserversorger einiger Nachbargemeinden). Gemeinsam treffen wir seit über 15 Jahren, insbesondere im Bereich der Landwirtschaft, freiwillige Vereinbarungen mit Betrieben im Schutzgebiet. 

Wir waren damals Vorreiter und größtenteils herrscht bestes Einvernehmen. Mittlerweile wurde das Modell von vielen Schutzgebieten übernommen.

Was wäre, wenn präventive Maßnahmen nicht greifen würden?

Sollte die Trinkwasserqualität beeinträchtigt werden, haben wir in der heutigen Zeit die Möglichkeit technische Maßnahmen zu ergreifen um die Qualität sicherzustellen. 

Seit 7. Juli 1910 wird die Stadt bedarfsgerecht mit Trinkwasser versorgt und dies wird in jedem Fall so bleiben. Darauf können Sie vertrauen.

Vielen Dank für das Gespräch.

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