Noch ein Kreisverkehr am Platz?

Bedenken wegen "massiver Bebauung" am Salzburger Platz in Freilassing

+
Statt der beiden Häuser am Salzburger Platz plant die Volksbank ein sechsstöckiges Haus, das sehr nahe an die Kreuzung heranreichen würde.

Freilassing - Die Neubebauungs-Pläne in der Laufener beziehungsweise Münchener Straße in Freilassing sorgen weiter für Diskussionen. 

Die Volksbank-Raiffeisenbank will ihre Grundstücke von der Laufener Straße bis zur Münchener Straße neu bebauen mit einer Bank im Erdgeschoss und sechs Stockwerken mit 30 Wohnungen darüber. In ersten Entwürfen reichte das Gebäude sehr nahe an die Kreuzung am Salzburger Platz heran, viele Stadträte hatten bereits im Oktober 2019 die Massivität kritisiert und auch am Montag im Corona-Ausschuss waren diese Bedenken spürbar.


Der Salzburger Platz, also die Kreuzung Salzburger Straße, Laufener Straße, Münchener Straße und Ludwig-Zellerstraße soll nach Wünschen der Autofahrer ein Kreisverkehr werden sollte.

Im Corona-Ausschuss wurden allerdings keine neuen Pläne oder Entwürfe vorgestellt, sondern es ging nur darum, das Planungsgebiet um zwei Grundstücke zu erweitern.


Bisher reichte die Fläche des Bebauungsplanes von der Laufenerstraße über die Münchener Straße bis zur Bräuhausstraße, jetzt sind auch zwei Grundstücke in der zweiten Reihe – unmittelbar hinter dem tieferliegenden Parkplatz der Bank – in diesem Plan. Mit diesen beiden Eigentümern habe es erste Gespräche gegeben und dabei habe die Stadt festgestellt, dass auch diese beiden Grundstücke in die Pläne miteinbezogen werden müssen, auch wenn sie nicht unmittelbar neu bebaut werden. Beide Grundstücke sind nur über die Münchener Straße erreichbar, Neubauten vor ihrer Nase haben daher auch Auswirkungen auf ihre Erreichbarkeit. Mit 9:0 Stimmen waren die 9 anwesenden Mitglieder des Corona-Ausschusses und der Bürgermeister für die Aufnahme der beiden Grundstücke.

Diese beiden Grundstücke in der zweiten Reihe sind nun im Bebauungsplan aufgenommen.

In der kurzen Diskussion darüber wurde allerdings die Angst einiger Stadträte vor einer "massiven Bebauung" deutlich. Max Standl (CSU) befürchtete eine Art Vorentscheidung, „reden wir heute schon über die Größe des geplanten Baus, denn da gab es erhebliche Bedenken, ob es so groß werden muss“. Auch sein Fraktionskollege Wolfgang Krämer wollte eine präzise Antwort auf die Frage haben, ob mit dem neuen Bebauungsplan mit den beiden neuen Grundstücken keine Festlegung auf die Höhe des Eckhauses am Salzburger Platz erfolge. 

Stadtbaumeister Jan-Michael Schmiz versuchte zu beruhigen, „wie der Bau letztlich aussieht ist noch unklar, heute geht es nur um den neuen Gesamtbereich des Bebauungsplanes“. Krämer deponierte bei dieser Gelegenheit erneut seine Ablehnung der zuletzt bekannt gewordenen Baupläne der Bank, „die massive Vergrößerung und die Dichte auch auf städtischen Grund sehen wir sehr kritisch“.

Kreisverkehr doch machbar?

Bettina Oestreich von den FW war der neue, große Geltungsbereich noch nicht groß genug, sie möchte auch die Kreuzung in die Planungen mit einbeziehen mit der Frage, ob man nicht doch einen Kreisverkehr realisieren könne. Schmiz erläuterte, dass für einen Kreisverkehr das Staatliche Bauamt zuständig sei, aber seiner Erinnerung nach die „fachliche Grundlage für einen Kreisverkehr nicht gegeben ist“. Die Volksbank Raiffeisenbank hätte bei ihrem Entwurf gemeint, ein Kreisverkehr würde ihre Baupläne nicht tangieren.

-hud

Kommentare