Eisenbahnbrücke: Kosten in Millionenhöhe

Freilassing - Erneute Kritik an der Tieferlegung der Eisenbahnbrücke in der Reichenhaller Straße. Eine Auf- und Abfahrt an dieser Stelle würde Mehrkosten von fast zwei Millionen Euro verursachen:

FWG/Heimatliste kritisiert erneut die Tieferlegung der Eisenbahnbrücke in der Reichenhaller Straße. Neue Auf- und Abfahrt auf die B20 an dieser Stelle würde Mehrkosten für die Stadt von fast 2 Millionen Euro unnötig machen. Auf der kürzlich abgehaltenen öffentlichen Vorstandssitzung der FWG/ Heimatliste Freilassing brannte wieder einmal Unmut über Missstände in unserer Stadt auf. Florian Löw kritisierte offen die in vielen Bereichen erkennbare, fehlende Innovation der Stadtverantwortlichen bei der Weiterentwicklung der Stadt. Anstatt ein Problem, wie zum Beispiel, die Verkehrsentwicklung in unserer Stadt großflächig zu betrachten wird an einzelnen Symptomen herumgemurkst.

In den meisten anderen Bereichen läuft es ja nicht besser, so Löw. Bei der Erneuerung der Bahnbrücke an der Reichenhaller Straße, steht die Heimatliste klar zur allerersten Ablehnung der Mehrausgaben für das Vorhaben im Stadtrat, so Fritz Braun. Allerorts werden die Innenstädte vor einer zu starken Verkehrsentwicklung geschützt, so Braun, wir machen das Gegenteil. Ein Ersatzneubau der Brücke wäre von der DB AG bezahlt worden. Erst die Eintiefung auf 4,50m und Verbreiterung wird den Anteil der Stadt wohl auf geschätzte 2 Mio. Euro treiben. Folgekosten aufgrund der höheren Abnutzung der Rupertus- und Ludwig-Zeller-Straße durch höheres Verkehrsaufkommen und der Tieferlegung auch dieser Straßenanbindungen sowie die Anpassungen am Kreisverkehr, sind noch gar nicht mit eingerechnet erläuterte Fritz Braun den anwesenden.

Geplante Tieferlegung auf eine Höhe von 4,50 m

Die alte Brücke bildet eine natürliche Barriere für Schwerlastverkehr in die Innenstadt. Somit fahren die Lkw in der Regel nicht durch die Reichenhaller Straße. Bei einer nun geplanten Eintiefung auf eine Höhe von 4,50 Meter, kann in Zukunft sämtlicher Lkw Verkehr über die Reichenhaller Straße passieren. Das Einfahren über die Reichenhaller Straße wird noch attraktiver gemacht. Auch die Navis führen die Lkw Fahrer oft über die Reichenhaller Straße. Geplante Wohnbauprojekte im Bereich Hofham und der Reichenhaller Straße werden in Zukunft noch viel mehr Verkehr generieren. Eine konsequente und großflächige Verkehrsplanung hat für die FWG/Heimatliste somit auch etwas mit Steigerung der Lebensqualität in unserer Stadt zu tun, so einer der stellvertretenden Ortsvorsitzenden Walter Kinzel.

Je kürzer die Wege auf die Hauptverkehrsadern umso weniger belastet werden unsere Siedlungs- und Stadtstraßen, so Kinzel. Und weniger Verkehr bedeutet immer auch weniger Lärm und Immissionen. Um die Reichenhaller Straße zu entlasten, forderten die FWG Räte bereits mehrmals im Stadtrat, die schon viele Jahren alten Planungen einer Auf- und Abfahrt auf die B20 im Bereich Reichenhaller und Zollhäuslstraße, anzupacken. Dadurch würde der Transitverkehr durch die Reichenhaller ebenso wie die Ludwig-Zeller-Straße reduziert. Wer in die Innenstadt möchte könnte diese ebenfalls schneller und direkter erreichen. Hätte man in der Stadt eher reagiert hätte man im Zuge der Baustelle drittes Gleis gleich den Auf- und Abschleifer Fahrtrichtung Bad Reichenhall bauen können. Eine Lösung von der Alle profitieren würden und die vor Allem den Entwicklungen des direkten Umfeldes der Reichenhaller Straße Rechnung tragen würde ist Florian Löw der festen Ansicht.

Pressemitteilung Freie Wähler Gemeinschaft Heimatliste Freilassing

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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