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Hat Freilassing die Spielplätze vernachlässigt?

Sandkiste als Katzentoilette - Spielplatzkonferenz mit Kindern und Jugendlichen

Spielplatz Freilassing
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Der Spielplatz Eichetpark an der Kreuzung Obere Feldstr. und Richard Strauss Straße wird am meisten genutzt, er dient auch Treffpunkt für Aktivitäten im Rahmen der Sozialen Stadt.

Einstimmig beschloss der Hauptausschuss der Stadt jetzt drei Spielplätze im Stadtgebiet mit neuen Klettertürmen und anderen Spielgerätschaften auszustatten, sowie einen neuen Mini-Spielplatz am Friedhof auszurüsten. Die Kosten dafür betragen rund 93.000 Euro. Das Geld dafür sei da, versicherte Bürgermeister Markus Hiebl, auf dem entsprechenden Konto habe sich in den letzten Jahren Geld angesammelt, das offensichtlich nicht ausgegeben wurde.

Freilassing - Auch Edeltraud Rilling von den Grünen erinnert sich nicht, dass in den letzten Jahren in einem Ausschuss oder Stadtrat über eine größere Investition für einen Spielplatz gesprochen worden wäre. „Die Leute vom Bauhof haben halt immer darauf geschaut und Kleinigkeiten repariert, aber es war nie eine Meldung im Sinne von ‚da brennt der Hut‘“, so Rilling. In den Haushalten der vergangenen Jahre seien immer wieder Leistungen des Bauhofes angeführt. „In den letzten Jahren ist kein großes Gerät angeschafft worden, dass jetzt Neues gekauft wird, ist in Ordnung“.

Alle öffentlichen Spielplätze und deren Spielgeräte werden regelmäßig von geschulten Mitarbeitern des Bauhofs kontrolliert und geprüft, „allerdings gehen mit der Zeit manche Spielgeräte trotz guter Pflege kaputt und die Reparatur ist nicht mehr wirtschaftlich“, so Hiebl. Aus Sicherheitsgründen müssten nun einige Geräte ersetzt werden, so zum Beispiel beim Spielplatz an der Waginger Straße, der immerhin schon Generationen von Kindern erlebt hat, weil vor 20 Jahren erbaut.

Gute 10 Jahre alt ist der Spielplatz an der Schlenkenstraße. Im August 2019 wurde der Spielplatz an der Barbarossastraße an den Petersweg verlegt. Die meisten Spielplätze brauchen entweder neue Geräte oder eine völlige Neugestaltung. Von verschiedenen Anbietern wurden bereits Vorschläge dazu eingeholt, die Auswahl der vorgeschlagenen Geräte soll eine eigene „Spielplatzkonferenz“ treffen, in der neben Eltern naturgemäß auch die Nutzer, also Kinder und Jugendliche vertreten sein werden.

Spielplatz Waginger Straße

Das Spielschiff als „Highlight“ im Zentrum des Spielplatzes ist bereits 20 Jahre alt, nach Ansicht des Bauhofes entspricht es allerdings nicht mehr den aktuellen Sicherheitsvorkehrungen. „Multifunktionale Spielgeräte wie diese sind für Kinder pädagogisch besonders wertvoll, da sie enorm viele Anregungen zum phantasievollen Spiel innehaben“, so Hiebl. Ein neues Spielschiff oder Spiel-Feuerwehrauto kostet rund 42.000 Euro.

Sandkiste als Katzentoilette

Beim Spielplatz an der Ahornstraße wurden auch die Anwohner gefragt, ob der Spielplatz überhaupt an dieser Stelle bleiben soll, eine Mehrheit ist dafür. Eine Begehung zeigte, dass die vorhandene Sandkiste mittlerweile zu einer Katzentoilette mutiert ist, deshalb sollte diese durch ein attraktives Spielgerät ersetzt werden. „Wegen der kleinen Spielfläche (250 m²) brauchen wir hier aber vorerst keine weiteren Spielgeräte“, so Hiebl. Die Kosten zum Beispiel für einen kleinen Spielturm oder ein wippendes Tier betragen rund 7000 Euro.

Spielplatz im Eichetpark

Der Spielplatz Eichetpark an der Richard Strauß Straße im Stadtteil Mitterfeld ist einer der meist frequentierten Spielplätze Freilassings, er dient auch als „Sozialisationsraum“. Von mehreren Altersgruppen (Mütter, Kinder, Jugendliche) kam die Anfrage, doch etwas mehr Sitzgelegenheiten in Form von Picknickgarnituren aufzustellen. Pädagogische Mitarbeiter am Aquarium bestätigten die Notwendigkeit. Allerdings erfüllt zum Beispiel der Kletter-, Rutschturm nicht mehr die sicherheitstechnischen Anforderungen, er ist bereits 20 Jahre alt, hier besteht nach Ansicht des Bauhofes „ein dringender Handlungsbedarf“. Für 29.000 Euro will die Stadt nun ein neues, ähnliches Klettergerät kaufen. Für einen ganz neuen Spielplatz in der neu erbauten Wohnsiedlung Pfarrerleitn beim Friedhof werden eine Nestschaukel, ein kleiner Kletterturm und eine Sitzbank für 15.000 Euro angeschafft.

hud

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