Grüne Liste für Kommunalwahl steht

+
Die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen/Bürgerliste.

Freilassing - Die Grünen/Bürgerliste schicken im März 2014 24 KandidatInnen ins Rennen. Bei der Aufstellungsversammlung brachten sie viele Themen zur Sprache.

„Wenn ich diese Truppe sehe, kann ich nach 18 Jahren beruhigt aufhören“, freute sich Stadträtin Elisabeth Hagenauer. Vierundzwanzig Kandidatinnen und Kandidaten schickt die Grüne/Bürgerliste am 16. März 2014 ins Rennen um die Stadtratsmandate. Bei der Aufstellungsversammlung in den Ratsstuben wurden mit Wolfgang Hartmann und Edeltraud Rilling zwei bekannte Freilassinger Gesichter an die Spitze der Liste gewählt.

Hier finden Sie die

vollständige Liste

Versammlungsleiter Wolfgang Fieweger erinnerte in seiner Begrüßung an die Anfänge der Grünen-Bewegung vor annähernd 30 Jahren. „Grün hat damals Farbe in erstarrte Strukturen hineingetragen und dazu beigetragen, dass auch Frauen mehr politisches Gewicht bekamen.“ Aktuell stehe die Freilassinger Grüne/Bürgerliste vor einer Zeitenwende, bezog sich Fieweger auf die Tatsache, dass mit Elisabeth Hagenauer und Ernst Wohlschlager zwei altgediente Stadträte „in Rente“ gingen. Zudem hätten sich von den 2008 gewählten Stadträten auch Bernhard und Michael Schmähl aus der Grünen / Bürgerliste verabschiedet und eine eigene Gruppierung gegründet. Umso erfreulicher sei es, dass man trotz dieses Aderlasses wieder mit einer kompetenten und vollzähligen Mannschaft bei den Stadtratswahlen antreten könne. Die scheidenden Stadträte Elisabeth Hagenauer und Ernst Wohlschlager betonten, dass sie selbstverständlich der Grünen/Bürgerliste weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen würden.

„Stadtentwicklung“ und „Belebung der Innenstadt“, diese Themen wurden bei der anschließenden Vorstellungsrunde immer wieder als wichtiges Anliegen angesprochen. „Die Diskussion rund um den Globus-Baumarkt war einer der Gründe, dass ich mich für eine Kandidatur entschieden habe“, sagte etwa der selbstständige Optikermeister Wolfgang Hartmann, einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Markt. „Ich ärgere mich über Dinge, die in der Stadt passieren und sehe mich als Ideengeber, der versucht über den Tellerrand hinauszublicken“, beschrieb Hartmann ein weiteres Motiv für sein Engagement. Auf langjährige kommunalpolitische Erfahrung kann Edeltraud Rilling zurückblicken, gehörte sie doch bereits von 1990 bis 2002 dem Freilassinger Rat an. „Wegen der Zustimmung der Grünen zum Afghanistan-Krieg bin ich damals dann sogar aus der Partei ausgetreten“, blickt sie zurück. Auch für sie sei die aktuelle Stadtentwicklung, insbesondere die Globus-Ansiedlung, Impuls gewesen, wieder in die Politik einzusteigen. „Ich will vor allem dazu beitragen, eine absolute CSU-Mehrheit zu verhindern, denn das würde Stillstand bedeuten.“ Die Energiepolitik der Stadt will Elektromeister Gerhard Marx aktiv mitgestalten und sich daneben schwerpunktmäßig für die Integration und Förderung von sozial schwach gestellten Mitbürgern einsetzen. „Unsere Städte zerfallen von innen, wenn die derzeitige Politik der Marktansiedlungen im Außenbereich so weiter geht“, befürchtete Kaspar Müller, von Beruf Architekt. Er will sich für eine bessere Förderung des Stadtkerns, verbunden mit einem sinnvollen Verkehrskonzept, einsetzen. Ein Anliegen, welches auch Buchhändler Willi Schneider unterschreiben mochte. „Politisch bin ich zwar nach allen Seiten offen, aber eine CSU-Mehrheit will ich mir als Innenstadt-Kaufmann nicht vorstellen“, begründete er seine Kandidatur. Mehr Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Planungen und Vorhaben will Christian Daubner, Familienrichter beim Amtsgericht Laufen, anstreben.

Neben dem dominanten Thema „Stadtentwicklung“ brachten die Kandidatinnen und Kandidaten viele weitere Anliegen vor. Ob Hochwasserschutz, Fluglärm, Energiepolitik, ob Kulturförderung, das Miteinander der Generationen oder Bürgerbeteiligung, die Bewerberinnen und Bewerber präsentierten sich inhaltlich breit aufgestellt. Auch personell stimmten die Proportionen, was gleichermaßen für das ausgeglichene Frau – Mann-Verhältnis galt, als auch für die 11 Bewerber von Grünen und 13 der Bürgerliste. Nach Abwicklung der notwendigen Formalitäten konnte man zur Abstimmung schreiten. Zum Spitzenkandidaten der Grünen/Bürgerliste wurde der selbstständige Optikermeister Wolfgang Hartmann gewählt. Es folgen auf Platz 2 die Angestellte Edeltraud Rilling, auf Platz 3 Gerhard Marx, Elektromeister, auf Platz 4 Dipl. Ing. Kaspar Müller, Architekt, auf Platz 5 Christian Daubner, Richter am Amtsgericht und Platz 6 Willi Schneider, Buchhändler.

nh

Zurück zur Übersicht: Freilassing

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser