Die Grünen / Bürgerliste Freilassing kreidet Missstände in der Schulstraße an

Grüne fordern Sicherungs-Maßnahme

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Sehr schmal wird der Bürgersteig an manchen Stellen in der Schulstraße.

Freilassing - Schulkinder ohne Schulweg? Laut den Grünen/Bürgerliste Freilassing verschleppt die Stadt notwendige Maßnahmen, um den Schulweg der Kinder durch die Schulstraße sicherer zu machen.

Die Grüne/Bürgerliste Freilassing wendet sich an die Öffentlichkeit, um den nötigen Druck auf die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung aufzubauen:

Ein durch die Stadt verursachter Missstand in der Schulstraße wird trotz anderslautender Versprechen nicht beseitigt. „Das Thema wurde bereits mehrmals im Stadtrat sowie in der Lenkungsgruppe des Stadtentwicklungsprozesses im Beisein des Bürgermeisters angesprochen ohne dass seitens der Verantwortlichen reagiert wird“, so Edeltraud Rilling, die sich als ehemalige Stadträtin wieder für ein Stadtratsmandat bewirbt. Nun fordert die ökologisch ausgerichtete Partei umgehend Sicherungsmaßnahmen und fordert Bürgermeister Flatscher auf, dies zur Chefsache zu erklären. Die Ignoranz der Verantwortlichen gefährde täglich die Schulkinder - eine weitere Hinhaltepolitik will man sich nicht mehr gefallen lassen und trägt nun dieses Anliegen bewusst in den Wahlkampf.

Schulstraße ist wichtiger Weg zur Schule

Die Schulstraße ist ein wichtiger und viel frequentierter Weg der Kinder zur und von der Schule. Gerade die jungen, noch ihre Rolle im Verkehrsgeschehen erlernenden Kinder brauchen sichere Zonen, Bereiche, der Bewegungstrieb der Kinder soll von den Eltern nicht aus Sicherheitsbedenken unterbunden werden – ein kürzerer Schulweg sollte aus Gründen der Fitness zu Fuß und nicht im elterlichen Auto zurückgelegt werden.

Ursprünglich konnten sich die Kinder, die vom  Mitterfeld und angrenzenden Stadtteilen kamen, südseitig auf einem nur einen Meter schmalen, und nordseitig auf einem mit 1,8 Meter Breite angemessenen Gehweg bewegen. Vor zwei Jahren wurde der nördliche Gehweg ersatzlos zugunsten eines Wohngebäudes überbaut, da die Stadtverwaltung es versäumt hat, diesen Gehweg für die Öffentlichkeit zu sichern.  Die Kinder müssen nun öfters die Seiten wechseln um auf den zwar schmalen, aber sicheren Gehweg laufen zu können, oder sie setzen sich der Gefahr des Autoverkehrs aus. Kaspar Müller, als Architekt fachlich mit dem Thema Verkehr befasster Stadtratskandidat der Grünen/Bürgerliste, stellte bei einem Lokalaugenschein fest, dass auch ein provisorisch abgesicherter, schmaler Gehweg auf Straßenniveau keine optimale Lösung sei. Viele Kinder fahren auch mit dem Fahrrad zur Schule und müssen sich gegen den Autoverkehr in der Schulstraße behaupten. Hier wäre also eine umfassendere Lösung mittelfristig die einzig richtige Entscheidung. Er verwies auf die bereits gemachten Pläne im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“. Bereits 2005 schlug man vor, die Schulstraße als Spielstraße umzugestalten.

Sofortige Sicherungsmaßnahme gefordert

Dies ist bis heute nicht geschehen und auch für den Fauxpas der Stadt wurde bis dato keine Ersatzbaumaßnahme errichtet. Eben diese fordert Wolfgang Hartmann jetzt sofort. „Unverzüglich gehöre ein Provisorium errichtet“, so als Listenführer der Grünen/Bürgerliste. Seines Wissens wurde dieser Missstand von den Grünen Stadträten gleich nach der Überbauung des Gehweges zugunsten eines Wohnbaus moniert. Etwas später befasste sich auch die Lenkungsgruppe der Stadtentwicklung mit dem Thema. Beide Male wurden seitens der Stadt versprochen, umgehend etwas zu unternehmen. Hartmann habe ein wenig Verständnis für die Stadt, dass das Hochwasser ihre Bemühungen verzögert habe. Dies sei aber bereits abgeflossen und zwischenzeitlich wurde die Verwaltung vom Stadtrat wieder an ihre Bringschuld erinnert. Dies sei allerdings auch schon wieder ein halbes Jahr her, so der vierfache Familienvater.     

„Kinder sind unsere Zukunft“ erklärte jüngst Bürgermeister Flatscher in einer CSU- Wahlkampfveranstaltung. Allerdings, so ist sich Edeltraud Rilling sicher, zählt hierzu auch das leibliche Wohl der Kinder. Ihrer Meinung kann es nicht angehen, dass ein Bürgermeister solche Versprechen macht – er muss sich dann aber auch einer Überprüfung seiner Wahlkampfparolen gefallen lassen. Zu einer sicheren Zukunft für die Kinder zähle auch die Sicherheit auf den Schulwegen, so Rilling.  „Ich werde in dieser Angelegenheit nicht mehr locker zu lassen,“ versprach die streitbare „Alt“-Stadträtin.

Die Schulstraße in Freilassing

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen / Bürgerliste Freilassing

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