Grüne wollen Livestream aus dem Rathaus

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Die Stadtratskandidaten Willi Schneider und der Familienrichter Christian Daubner fordern auf der Ortsversammlung der Grünen/Bürgerliste mehr Kultur und Bürgerbeteilung für Freilassing.

Freilassing -Die Stadt Pfaffenhofen mache es vor: Dort schalten bis zu 1000 interessierte Bürger die Ratssitzungen ein, informieren sich und leben Demokratie. 

Bürgerbeteiligung groß geschrieben bei den Grünen:  Zuhören, mitreden und handeln wollen heutzutage engagierte Bürger in Städten. Demokratie wolle gelebt werden, die Stadtverwaltung und das Ratsgremium müssten die entsprechenden Voraussetzungen schaffen, fordert die Grüne/Bürgerliste in ihrem Programm zur Kommunalwahl. 

Ratssitzungen von daheim anschauen 

Man stelle sich vor, dass 800 interessierte Bürger in Freilassing eine Stadtratssitzung live mitverfolgen wollen. Es könnte nur im Sommer bei schönem Wetter und unter freiem Himmel sein. Rathaussaal, die Aula der Berufsschule und selbst die Montagehalle der Lokwelt wären zu klein. Kein Problem aus Sicht der Grünen - mit wenig Aufwand könnten Bürger Stadtratssitzungen live mitverfolgen.  „Sogar bequem von Zuhause, auf der Couch oder beim Kochen“, berichtete Christian Daubner auf der letzten Ortsversammlung der Grünen/Bürgerliste. 

Der Familienrichter vom Amtsgericht Laufen und einer der Spitzenkandidaten für das Amt als Stadtrat möchte mehr „Bürgerbeteilung und eine transparentere Verwaltung“ und forderte auch eine Bürgerinformationssatzung für Freilassing. 

Pfaffenhofen als Vorbild

Die Stadt Pfaffenhofen an der Ilm mache dies mit großem Erfolg vor, so der Richter. Er wusste auch, dass „kaum Kosten dafür anfallen“. Bis zu tausend Bürger schalten sich live in die Stadtratssitzungen von Pfaffenhofen zu. Aber auch Tage später kann man die Sitzung oder ausgewählte Tagesordnungspunkte noch aus dem Archiv abrufen. Zudem ist Daubner der Meinung, dass eine lebhafte Interaktion auf der Homepageseite der Grenzstadt nicht schaden könnte. 

Viele Menschen haben oft die gleiche Frage und wer will, kann dies in Pfaffenhofen auch öffentlich ins Netz stellen. Eine Antwort bekomme man dann nicht von einem anonymen Webmaster, sondern von einem leibhaftigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung „mit Funktion und Namen“, so Daubner. Freilassings Homepage sei derzeit keinesfalls attraktiv und einige wichtige Ergebnisse aus dem ISEK Verfahren sind kaum auffindbar, kritisierte der Amtsrichter. 

Kultur - ein Stiefkind der Stadt ? 

„Ein Kulturreferent allein sei für die Stadt zu wenig“, reklamierte der Kulturbeauftragte der Grünen/Bürgerliste Willi Schneider. So wie früher als Vorsitzender des „Kulturvereins“ forderte der Stadtratskandidat und Buchhändler einen regelrechten „Kulturbeirat“. Gemeinsame Ressourcen nutzen, eine Koordination der Aktivitäten sowie ein intensiver Austausch von Erfahrungen und Wissen aber auch ein gemeinsames Handeln wären dessen wichtigste Aufgabe, so Schneider. 

Als ein Teilnehmer der Ortsversammlung die Kultur als Stiefkind der Stadt bezeichnete, wollte keiner der Versammelten widersprechen. 

Bürgerhaus auf der Agenda

„Ein Bürgerhaus mit einem interessanten Veranstaltungsraum stand bereits bei den letzten Kommunalwahlen auf der Agenda der Umweltpartei“, berichtete Schneider und nannte als bevorzugten idealen Standort das Sonnenfeld inmitten der Stadt. Die Montagehalle an der Lokwelt sei schon aus energetischen Gründen als Erweiterung des Eisenbahnmuseums als begehbares Depot sinnvoller als eine Kulturhalle. Weiters wünsche sich der Buchhändler auch mehr Kunst im öffentlichen Raum. Vor dem alten Feuerhaus, den Schulen oder dem Rathaus, Plätze wären genügend vorhanden. Eine entsprechende Belebung mit lebendigen, zeitgenössischen Kunstwerken würde das Leben und die Attraktivität der Stadt durchaus bereichern, so der Stadtratskandidat.

Quelle: Pressemitteilung Grüne/Bürgerliste / Wolfgang Fieweger

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