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Freie Fahrt nach Österreich – Pandemie vorbei?

Nur wenige Monate Pause – Neue Container für Salzburg und Freilassing wegen G7 warten schon

Am Donnerstag (17. März) kurz vor 9 Uhr war es soweit, ein Kran-Lkw hievte auch an der Saalbrücke das 2-Tonnen-Ungetüm weg von der Fahrbahn.
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Am Donnerstag (17. März) kurz vor 9 Uhr war es soweit, ein Kran-Lkw hievte auch an der Saalbrücke das 2-Tonnen-Ungetüm weg von der Fahrbahn.

Genau 15 Monate standen die blauen Ungetüme an den bayerisch-österreichischen Grenzen, nur in Laufen/Oberndorf und Bayrisch Gmain/Großgmain wurden sie schon im Sommer 2020 wieder abgebaut.

Salzburg/Freilassing – Ursprünglich dienten die Container Polizeibeamten und später auch Milizsoldaten als Unterstand für die 24-Stunden-Einreisekontrollen wegen Corona. Doch freie Fahrt an den Grenzen gibt es nur für wenige Monate, neue Container sind schon im Kommen, wegen des G7-Treffens auf Schloss Elmau (Garmisch-Partenkirchen) Ende Juni wird dann die Deutsche Bundespolizei wieder 24-Stunden kontrollieren, natürlich mit Container.

Am Donnerstagmorgen (17. März) steht der Bürocontainer Classic Line, „unser Multitalent“, so der Vermieter, noch mitten auf der Überholspur unmittelbar nach der Saalbrücke, dann tauchen plötzlich drei Wagen der Firma Elin auf, die die Stromversorgung für den Container, sowie einen Scheinwerfer abbauen. Wie abgesprochen rangiert kurz danach ein Rachbauer-Kran vor den Container, „ich muss aber noch auf die Polizei warten, die haben noch etwas im Container drinnen“, so der Fahrer. Wenig später erscheinen tatsächlich zwei Beamte, Büromöbel & Co. waren zwar schon ausgeräumt, nur noch einige Verkehrsschilder und Absperrhüte mussten heraus. Dann schwebte das 2-Tonnen-Ungetüm binnen einer Minute von der Fahrbahn auf die Ladefläche des Lkw

Nun war der Container weg, aber die Absperrungen und eine Betonsperre waren noch auf der Fahrbahn, darum kümmerte sich die Polizei selbst mit einem neuen, übergroßen Lkw, der normalerweise zum Transport von Absperrgittern bei Demos verwendet wird.

Die Polizei baute dann mit einem eigenen Lkw eine Betonsperre und die Absperrbaken ab.

„Was ist der Grund der Einreise?“

Beim Aufstellen der Container und dem Start der rigorosen Einreisekontrollen am 19. Dezember 2020 - „Was ist der Grund der Einreise?“ – lag die Inzidenz in Salzburg übrigens bei „nur“ 235. Heute ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Bundesland Salzburg im Schnitt bei 3400, im Flachgau rund um die Stadt gar bei 4300 und trotz Warnungen der Experten suggerieren die verantwortlichen Politiker, dass die Pandemie irgendwie vorbei sei und keine Anti-Corona-Maßnahmen mehr durchsetzbar seien, „weil die Bevölkerung sie nicht mehr mitttrage“, so der neue österreichische Gesundheitsminister von den Grünen, der dritte übrigens in der Pandemie.

Kontrollcontainer ohne Kontrolle

Wirklich verkehrsbehindert stand nur der Kontrollcontainer am Grenzübergang Walserberg Bundesstraße, aber auch dort wurden, wie auch am Steinpass und an der Saalbrücke, seit Monaten keine Einreisekontrollen mehr durchgeführt, die Standorte dienten vielmehr für stichprobenartige Verkehrskontrollen, wie sie die Polizei auch ohne Container an allen Orten durchführen kann. Aber vielfache Nachfrage hieß es von Seiten der Polizei immer, der Auftrag des Gesundheitsministeriums für stichprobenartige Einreisekontrollen bestehe nach wie vor, man könne nichts abbauen weil man nicht wisse, ob wieder ein 24-Stunden-Kontrollauftrag komme. 

hud

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