Gemeinsames Angebot für den Rupertiwinkel?

So geht es mit dem VHS-Angebot weiter

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Freilassing - Bekommt das Berchtesgadener Land einen VHS-Verbund? Die Klärung dieser Frage war einer der Tagesordnungspunkte auf der vergangenen Stadtratssitzung:

Bereits in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Kulturausschusses am 02.10.2017 sowie in der Sitzung des Stadtrates am 23.10.2017 wurdedie Gründung eines VHS-Verbundes der Gemeinden Freilassing, Saaldorf-Surheim und Laufen thematisiert.

Nun hat auch der Bürgermeister der Gemeinde Ainring in Aussicht gestellt, sich an einem künftigen Zweckverband zu beteiligen. Ziel dieses Verbundes zwischen den Volkshochschulen Freilassing und Laufen ist es, das Angebot der Erwachsenenbildung nachhaltig auszubauen, zukunftsfähig zu machen und die Qualität zu verbessern

Erste Anträge bereits gestellt

Der Förderantrag beim Bayerischen Volkshochschulverband sowie der Letter of Intent, also die verbindliche Einverständniserklärung der Bezugskommunen zur Strukturoptimierung der Volkshochschulen im Rupertiwinkel zu genehmigen, wurden bereits gestellt. 

Auch wurden bereits die Unterlagen wurden unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Gremien der beteiligten Gemeinden und Volkshochschulen übersandt. Zu klären ist derzeit noch, in welcher Form die derzeitige VHS Freilassing fortgeführt werden könnte:

Folgendes wurde bereits erarbeitet: 

  • das gemeinsame Markenlogo als Markenzeichen der Volkshochschulen im Verband kann weiter genutzt werden
  • Leistungen und Fortbildungsangebote, sowie Fördermittel des BVV stehen zur Verfügung
  • Eine hauptamtliche pädagogische Leitung und das vom BVV geforderte Qualitätsmanagement werden zu einer Qualitätssteigerung des Angebots führen
  • Synergien können genutzt, die Raumbelegung und die Auslastung der Kurse optimiert werden
  • Durch ein gemeinsames EDV-Verfahren können Anmeldungen in jeder beteiligten Kommune durchgeführt werden und so die Benutzerfreundlichkeit erhöht werden
  • Drittmittelakquise und zertifizierte Kurse sind möglich

Die Ausarbeitung eines detaillierten Umsetzungskonzepts erfolgt nach Zustimmung durch die Gremien

Das bedeutet der Verbund für die Stadt Freilassing

Kommt es zur Gründung des VHS-Zweckverbandes, müssten die bisherigen Strukturen angepasst, bzw. aufgelöst werden. Das bedeutet im Einzelnen:

  • administrative Arbeiten wie die Anmeldung, die Raumbelegung und die Benutzerbetreuung bleiben bei den Gemeinden
  • Die Räume sollen ohne Verrechnung überlassen werden
  • Der Verbund übernimmt die Leitung der Volkshochschulen insbesondere hinsichtlich der abschließenden Programmfestlegung, der pädagogischen Ausrichtung, dem Qualitätsmanagement, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie dem Haushalt- und Rechnungswesen für den Verbund

Aufzulösen wären der VHS-Beitrat und die ehrenamtliche Leitung.

Das sind die nächsten Schritte

Nächster Schritt wäre nun die Vorbereitungen zur Gründung eines Zweckverbandes voranzutreiben. Dazu gehört die Festlegung der Organisationsstruktur des Zweckverbandes. Also:

  • die Gründungsmitglieder
  • den Umlageschlüssel
  • die Stimmrechte 
  • der Verbandssitz

Die ausgearbeitete Zweckverbandssatzung wird dann zur weiteren Behandlung und Beschlussfassung dem Haupt-, Finanz- und Kulturausschuss sowie dem Stadtrat vorgelegt.

Der Stadtrat Freilassing hat nun beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen die Gründung des Zweckverbandes vorzubereiten und die Verbandssatzung auszuarbeiten.

Rubriklistenbild: © dpa

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