Kreisverkehr ohne Zebrastreifen in Freilassing

Vier unsichere Stellen für Fußgänger und Radfahrer

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Einzig beim neuen Kreisverkehr an der Kreuzung Münchener Straße nahe des Rathauses durften Zebrastreifen aufgemalen werden. (Archivfotos:

Freilassing - An vier markanten Stellen ist das Überqueren der Straße für Fußgänger und Radfahrer nicht ungefährlich, das stellt jetzt eine Lenkungsgruppe fest, die im Rahmen des Integrierten Stadtenwicklungskonzeptes gegründet wurde.

In einem Bericht an den Stadtrat fordert die Gruppe eine Verbesserung. Die vier Stellen sind beim Kreisverkehr Rupertusstraße auf Höhe des Penny-Marktes, der Wechsel des Fahrradweges am westlichen Stadtausgang auf Höhe des Gasthofes Moosleitner und am Fürstenweg auf Höhe des Vermessungsamtes, sowie in der Westendstraße am Ende des Steges.

Diese vier Übergänge sind nicht neu und wurden auch in den jährlichen Verkehrssschauen der Stadt gemeinsam mit der Polizei beanstandet. Ullrich Zeeb von der Stadtverwaltung mit dem Grund, warum es beim Kreisverkehr Rupertusstraße keinen Zebrastreifen gibt: „Das ist in Bayern noch nicht erlaubt, einzig beim neuen Kreisverkehr beim Rathaus haben wir eine Sondergenehmigung für eine Art Testbetrieb erhalten“. Warum bei den anderen Standorten nicht schon längst Verkehrsschilder angebracht oder Zebrastreifen aufgemalen wurden ist nicht bekannt.

Weiters empfahl die 25-köpfige Lenkungsgruppe mit Teilnehmern aller gesellschaftlichen Gruppen der Stadt eine „soziale Bodennutzung“, damit ist gemeint, dass sich beim Ausweisen von neuen Wohnbaugebieten die Eigentümer auch an den Kosten für die soziale Infrastruktur beteiligen, also zum Beispiel Grünflächen. Generell werde eine Nachverdichtung zwar begrüßt, „diese sollte allerdings die neue Verkehrsbelastung berücksichtigten“. Großes Potential für neue Wohnbauten sieht die Lenkungsgruppe an der Staufenstraße und am südlichen Sonnenfeld.

Beim Stichwort „Sonnenfeld“ wurden einzelne Stadträte in der Sitzung am Montagabend hellhörig. „Was ist mit südlichem Sonnenfeld eigentlich genau gemeint“ wollte zum Beispiel Grünen-Stadtrat Wolfgang Hartmann wissen. Er hatte gemeinsam mit anderen Stadträten in der Mai- Sitzung erst gefordert, dass es für das Sonnenfeld ein Gesamtkonzept geben müsse. 

„Es kann nicht sein, dass wieder eine Häuserzeile nach der anderen einzeln gebaut wird“, so Hartmann. Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher erinnerte daran, dass ein Gesamtkonzept für das südliche Sonnenfeld Konsens sei. Das südliche Sonnenfeld sei im Übrigen alles zwischen dem AWO-Neubau und der Augustinerstraße.

Die Frage, wie sich die Stadt entwickeln soll, ist eigentlich im Integrierten Entwicklungskonzept festgeschrieben, daraus hat sich auch eine Lenkungsgruppe gebildet, in der zahlreiche Bürger aus den gesellschaftlich relevanten Gruppen, sowie je ein Vertreter der im Stadtrat vertretenen Fraktionen mitarbeiten. Die Gruppe tagt zweimal im Jahr und gibt dann jeweils Empfehlungen an den Stadtrat.

Michael Hudelist

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