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Hotmobil soll Freibad wieder Familientauglich machen

Mit Solaranlage alleine ist Wasser zu kalt – Grüne: „Können ins Badylon gehen“

Diese Schwimmerin hat das Becken nach 30 Minuten verlassen, „ich hab stark gefroren“ kommentierte sie ihr Bild aus Social Media.
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Diese Schwimmerin hat das Becken nach 30 Minuten verlassen, „ich hab stark gefroren“ kommentierte sie ihr Bild aus Social Media.

Allein die Solaranlage im Freibad in Freilassing hat nicht ausgereicht um das Wasser aufzuheizen. Jetzt soll eine mobile Gasheizung her.

Freilassing „Ich, die Schwimmerin auf dem Bild, habe nach 30 Minuten das Becken verlassen müssen weil ich stark fror. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass das 23 Grad hätte, das kann ich allerdings nicht bestätigen“, so der Kommentar einer Freibad-Besucherin im Juni 2021 auf einen Bericht auf BGLand24, dass wegen einer kaputten Zusatzheizung die Badesaison 2021 ohne Zusatzheizung auskommen muss. Doch nicht nur diese Schwimmerin wanderte vermutlich nach Ainring ab.

Auch die Stadträte stellten in ihrer Sitzung am Dienstag (22. Februar) fest: „Es war den Leuten einfach zu kalt“. Die Besucherzahlen für 2021 zeigen einen deutlichen Rückgang, was aber nicht nur mit dem kalten Wasser zu tun hat sondern auch mit dem verregneten Sommer und den Corona-bedingten Beschränkungen, „es gab ja ständig neue Regeln“, so Egon Tempelin vom Freibad. 

Das Experiment „Freibad ohne Zusatzheizung“ ist also gescheitert, das Aufheizen mit einer Solaranlage schafft an sonnigen Tagen 2 bis 4 Grad, in kühlen Nächten geht diese Wärme aber wieder verloren. „Mit der Solaranlage alleine ist vor allem im Mai, sowie Ende August und September die gewünschte Wassertemperatur nicht zu erreichen“, so Tempelin.

Hotmobil soll aufheizen

Die Stadtverwaltung schlug daher vor, das Wasser wieder zu heizen, und zwar mit einer mobilen Gas-Heizung, die in einem Container verpackt monateweise gemietet werden kann. Für eine 400 kW-Anlage betragen die Mietkosten zwischen 55 und 70 Euro pro Tag, bei einem durchschnittlichen Betrieb von fünf Monaten wären das rund 12.000 Euro. Wegen der Solaranlage ist die Zusatzheizung mit dem Gas-Container vermutlich nur im Mai und im September notwendig, die Kosten würden sich dann auf rund 5000 Euro belaufen. „Bei diesen Kosten sind die Energiekosten für den Gasverbrauch noch nicht enthalten“ bemühten sich sowohl Tempelin, als auch Bürgermeister Markus Hiebl zu ergänzen. 

In der Diskussion der Stadträte wurde deutlich, dass Freilassing ein Familienbad haben will und dieses eben beheizt werden müsse. Michael Helminger (CSU) fragte noch, ob die Stadt so ein Hotmobil nicht kaufen und im Winter zum Beispiel für Baustellen nutzen könne. „So eine Anlage kostet bis zu 100.000 Euro, da können wir lange mieten“ antwortete Hiebl. 

Gasheizung vs. Klimaschutz

Einzig Edeltraud Rilling von den Grünen konnte sich für eine Zusatzheizung nicht erwärmen, „wir dürfen den Klimawandel nicht vergessen, und wenn es wem im Freibad zu kalt ist kann er ja in das Badylon gehen“. Das würde die geringsten Kosten verursachen, immerhin sei Freilassing in der glücklichen Lage zwei Bäder zu haben. Andere Stadträte wollten sich dem nicht wirklich anschließen, „jetzt sind erst einmal Familien und Kinder dran“, meinte ein FWG-Stadtrat. Rilling darauf fast resigniert: „Aha, und den Klimaschutz machen wir dann irgendwann?“

Bei doch fünf Gegenstimmen war der Stadtrat am Ende für das Anmieten des Hotmobils, zusätzlich müssen für rund 21.000 Euro Rohre und Wärmetauscher umgebaut werden, unabhängig von der Gas-Zusatzheizung.

hud

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