Lärmschutz soll schützen – nicht trennen

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Freilassing - Die Freien Wähler wollen sich nicht damit abfinden, dass ihre Heimatstadt durch eine Wand geteilt wird. Zu diesem Zweck wird ein Fest veranstaltet.

Die Freien Wähler wollen sich nicht damit abfinden, dass ihre Heimatstadt durch eine Wand geteilt wird. „Haben die Gleise der Bahn den Ort schon in zwei Abschnitte getrennt, so wird die Lärmschutzwand dies vollenden.“, beklagt Bert Enzinger. „Unsere Bürger müssen aufstehen und sich dagegen wehren.“ Zu diesem Zweck veranstaltet die FWG Heimatliste unter dem Motto „drent und herent“ ein Fest am Heideweg, das am Samstag, den 23.11., um 15 Uhr, auf dem Grundstück von Max Aicher stattfindet. Mit „drent“ sei der Freilassinger Norden und mit „herent“ der Süden gemeint, die sich nach Abschluss des Baues nicht mehr sehen können. Die gesamte Bevölkerung ist herzlich eingeladen. Es sei Max Aicher zu verdanken, wenn er mit seinem Modell sehr anschaulich darstellt, was die Deutsche Bahn vor und unser Bürgermeister versäumt hat, zu verhindern.

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Mit der Empfehlung der Verwaltung, keine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes zu erheben, sei dieses Monster von Lärmschutzwand fest zementiert worden. „Die Ausrede, mit einer Tektur das Ganze noch verhindern zu können, beschwichtige der Bürgermeister nur die Bevölkerung“, betonte Bert Enzinger. Und natürlich seien auch die Fragen, wie die meterhohen Wände vermieden werden können, ohne auf den Lärmschutz verzichten zu müssen, nicht rechtzeitig und vehement gestellt worden. Lediglich Max Aicher hat eine brauchbare Alternative aufgezeigt und die wahre Auswirkung der Wand auf eigene Kosten dem Bürger dargestellt. Aber letztlich könne und dürfe es nicht sein, dass die Deutsche Bahn mit dem lapidaren Hinweis, sie müsse die billigste Variante beim Lärmschutz umsetzen, dies so massiv in das Stadtbild eingreifen.

„Wäre die Begründung zutreffend, dann müssten die Verwaltungsgebäude der Bahn in Frankfurt und Berlin reine Zweck- und nicht Prunkbauten sein“, so der FWG- Vorsitzende weiter. Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, wie die von der Bahn geplanten Lärmschutzwände aussehen werden, der sollte nicht versäumen, sich das Modell am Heideweg genau anzusehen. Zu diesem Zweck führt die FWG Heimatliste ein Fest durch, das unter dem Motto „drent und herent“ stehen soll. Damit solle die Teilung der Stadt dargestellt werden. Die Veranstaltung beginnt am kommenden Samstag um 15 Uhr auf dem Grundstück von Max Aicher. Es werden ein paar Bierzeltgarnituren zum Ausruhen herumstehen und etwas zum Aufwärmen gereicht. „Alle Bürger sollten kommen und dabei lautstark ihren Unmut äußern, damit der Bahn klar wird, dass so etwas in Freilassing nicht geht.“, gab Bürgermeisterkandidat Florian Löw kund. „Wir müssen gemeinsam Hand in Hand gegen diesen Wahnsinn vorgehen und dürfen uns nicht abbringen lassen.“ Zu diesem Thema wird auch ein Handzettel verteilt werden.

FWG Heimatliste Freilassing

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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