DB Netz AG mit Ausbildungszug Gefahrgut in Freilassing

Die Bahn ermöglicht 90 ehrenamtlichen Feuerwehrlern Weiterbildung

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Freilassing - Am 6. September machte der Ausbildungszug Gefahrgut der DB Netz AG im Landkreis Berchtesgadener Land Station. 90 Feuerwehrleute wurden im Umgang mit Leckagen geschult.

Der Ausbildungszug besteht aus vier Waggons, einem Kesselwagen zur Leckageabdichtung, einem begehbaren Kesselwagen mit verschiedenen Armaturen, einem als Unterrichtsraum ausgestatteten Personenwagen sowie aus einem Werkstatt- und Technikwagen. Der Zug ist in dieser Form der einzige seiner Art in Deutschland und unterstützt die Ausbildung und Schulung von Feuerwehren in deren Einsatzbereich Bahnstrecken liegen. Die für die Feuerwehren kostenlose Weiterbildung gliedert sich dabei in drei Teile.


Ausbildungszug ermöglicht zum Üben viele Möglichkeiten

Das Wissen der Teilnehmer aus dem Berchtesgadener Land zu Gefahrgutklassen und Kennzeichnungen auf Kesselwagen wurde zunächst von Uwe Lindenberg, Schulungsleiter der DB Netz AG, aufgefrischt. Anschließend erhielten die Feuerwehrkräfte im begehbaren Kesselwagen an 65 verschiedenen Armaturen und Sicherheitsventilen wertvolle Informationen. Von den Gefahren im Umgang mit Verschlussarmaturen bis hin zum richtigen Öffnen von Domdeckeln auf dem Kesselwagen reichten die breit gefächerten Möglichkeiten des Ausbildungszuges.


Im dritten Teil der Ausbildung wurde es dann praktisch. Der eigens dafür vorbereitete Kesselwagen hat neun verschiedene Leckagen – Löcher und Risse. Durch die Austrittsstellen fliest Wasser. Die Feuerwehrleute trainierten in voller Ausrüstung unter Chemiekalienschutzanzügen, mit welcher Technik die verschiedenen Leckagen verschlossen werden können. Besonders die erschwerte Fingerfertigkeit, das geringere Sichtfeld im Chemiekalienschutzanzug sowie die eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten stellten die Feuerwehrmänner vor Herausforderungen, die alle Teilnehmer routiniert meisterten.

90 Feuerwehrmänner konnten sich weiterbilden

„Der Ausbildungszug Gefahrgut ist eine gute Ergänzung zu unseren regelmäßigen Fortbildungen“ betont Kreisbrandmeister Michael Brandl. Er ist im Landkreis Berchtesgadener Land für die Ausbildung der Chemikalienschutzanzugträger verantwortlich und zeigt sich erleichtert, dass Leckagen am Kesselwagen glücklicherweise äußerst selten auftreten. Deshalb sei es umso wertvoller einen solchen Einsatz tatsächlich einmal zu simulieren, so Brandl. Diese Unterstützung der Deutschen Bahn für die Feuerwehren im Landkreis sei sehr erfreulich. „Durch das Angebot der Bahn konnten sich 90 ehrenamtliche Feuerwehrmänner weiteres Wissen aneignen und die Vorgehensweise im Gefahrguteinsatz weiter verbessern“ freut sich der Kreisbrandmeister.

An den Übungseinheiten haben folgende Feuerwehren teilgenommen: 

  • Laufen 
  • Surheim 
  • Freilassing 
  • Teisendorf 
  • Oberteisendorf 
  • Piding 
  • Bad Reichenhall 
  • Bayerisch Gmain 
  • Bischofswiesen 
  • Schönau 

Pressemitteilung Kreisbrandinspektion Berchtesgadener Land

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