Statt Gasthof dann Tages-Café mit Gastgarten

Grünes Licht für Umbau von Ex-Gasthof Rieschen in Freilassing

Der geplante Umbau des ehemaligen Gasthof Rieschen ist in trockenen Tüchern.
+
Der geplante Umbau des ehemaligen Gasthof Rieschen ist in trockenen Tüchern.

Die zehn Mitglieder des Bauausschusses genehmigten am Mittwoch die vorgelegten Pläne, die in dem Haus an der Laufenerstraße 15 Wohnungen, sowie Büros und ein Tages-Café vorsehen. Dieses soll täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet sein und neben Brot und Gebäck auch Frühstück, Mittag- und Abendessen anbieten. 
 

Freilassing - Wie bekannt, will der neue Eigentümer des ehemaligen Gasthofs Rieschen das in die Laufener Straße hereinragende Gebäude sanieren und umbauen. Am Ende sollen 15 Wohnungen neu entstehen, dazu Büros und eine neue, aber kleinere Gastronomie. Der bisherige Parkplatz im Süden des Grundstücks wird mit einer Tiefgarage unterbaut und anschließend oberirdisch wieder als Parkplatz genutzt.

Tages-Café mit Back-Shop

Die bisherigen Gästezimmer des Gasthofes sollen in Wohnungen umgebaut werden, die Gaststätte wird auf rund 110 m² verkleinert, ebenso der Gastgarten auf dann rund 40 m². „Die Gaststätte soll als Tagescafé betrieben werden mit Ausschank von Getränken, dem Angebot von Frühstück einschließlich des Verkaufs von Brot und Backwaren, sowie Mittag- und Abendessen“, heißt es in der Beschlussvorlage des Bauausschusses. Das neue Café soll dann täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet sein.

„Go“ des Bauausschusses

Der Bauausschuss stellte fest, dass das Grundstück ohnehin in einem bebauten Ortsteil liegt, einem sogenannten Innenbereich. In der Realität handelt es sich um ein Mischgebiet, so ist es auch im aktuellen Flächennutzungsplan dargestellt. „Damit ist sowohl weiterhin die verkleinerte Gastronomie als auch die beabsichtigte Schaffung von Wohnungen in den Obergeschossen von der Art der baulichen Nutzung regulär zulässig“, so der Beschluss des Bauausschusses. Auch das Maß der baulichen Nutzung und die überbaute Grundstücksfläche überschreite nicht den sich aus der Umgebungsbebauung ergebenden Rahmen. Das Vorhaben füge sich somit nach Ansicht der Bauverwaltung in die Umgebung ein. 

Das 1540 erstmals als Taverne erwähnte Gasthaus wird in seiner Substanz stehen bleiben, das heißt, auch in Zukunft wird es an der Ecke Laufenerstraße, Auenstraße keinen Gehsteig geben, die Alternative wäre gewesen das Haus zu versetzen. In einer ersten Bauausschusssitzung 2019 wurde noch Kritik an dem „zu kleinen Gasthaus“ geübt, Edeltraud Rilling nannte es damals ein „Mini-Gasthaus“, in dem keine Feste mehr stattfinden könnten.

hud

Kommentare