Pressemeldung Stadt Freilassing

Silvester: Verzicht auf Feuerwerk in Freilassing?

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Die Verschmutzung der öffentlichen Plätze durch abgebrannte Feuerwerkskörper, mutwillig zertrümmerte Flaschen und Gläser nehmen immer weiter zu.

Freilassing - Anlässlich der Bürgerversammlung wurde die Stadt beauftragt zu prüfen, inwieweit eine Einschränkung der erlaubten Bereiche für Silvesterfeuerwerk möglich ist.

Die Pressemeldung im Wortlaut

Anlässlich einer Eingabe zur Bürgerversammlung 2019 wurde die Stadtverwaltung beauftragt zu prüfen, "inwieweit zukünftig eine weitgehende räumliche Einschränkung der erlaubten Bereiche zum privaten Abschießen von Silvesterfeuerwerk möglich ist. Falls eine solche Einschränkung möglich ist, soll der Stadtrat ein solches Verbot beschließen".


Bereits in der Bürgerversammlung nahm die Stadt hierzu Stellung: "Einerseits will die Stadtverwaltung nicht mit Verboten bevormunden. Andererseits stören sich Bürger an der Feinstaubbelastung in der Luft, an der Lärmbelästigung von Mensch und Tier, und auch an der Verschmutzung von Straßen und Grünflächen. Tatsache ist aber, dass an Silvester und Neujahr Böller gesetzlich zugelassen sind, außer insbesondere im Bereich von Kirchen, Krankenhäusern und Altenheimen."

Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung am 11. November 2019 folgenden Aufruf:

"Die Stadt Freilassing mit ihrer Freiwilligen Feuerwehr und die Polizeiinspektion Freilassing weisen darauf hin, dass pyrotechnische Gegenstände der Feuerwerksklasse 2 (zum Beispiel Raketen, Kracher, Böller) 'privat' nur am 31. Dezember 2019 und am 1. Januar 2020 und nur von Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, abgebrannt werden dürfen.


Die wichtigsten Merkmale für in Deutschland zugelassenes Feuerwerk sind das CE-Zeichen und ein Zulassungszeichen (Registriernummer). Neben diesem Zeichen muss eine vierstellige Ziffer stehen, etwa CE 0598. Ein Beispiel für ein Zulassungszeichen wäre 0598 – F2 – 1234. In der Mitte steht F2, diese Abkürzung beschreibt die Feuerwerkskategorie 2; die hintere Zahl (hier beispielhaft "1234") definiert eine fortlaufende Kennnummer.

Der Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen, die weder eine CE-Kennzeichnung noch das Zulassungszeichen haben, stellt einen strafbaren Umgang nach dem Sprengstoffgesetz dar. Vor Gebäuden ist stets der angegebene Sicherheitsabstand einzuhalten. Bei Bodenfeuerwerk und Raketen ist auch darauf zu achten, dass sie eben und standsicher aufgestellt werden und nur gerade nach oben abfeuern können. Lose Flaschen als Startrampe für Raketen genügen nicht, da diese leicht kippen können.

In dicht besiedelten Bereichen sollte aus Brandschutzgründen erhöhte Aufmerksamkeit beim Abbrennen von Raketen herrschen oder besser auf ein Feuerwerk ganz verzichtet werden. Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, der Bezirks- und Kreisklinik in der Vinzentiusstraße sowie dem Seniorenzentrum "Bürgerstift" in der Reichenhaller Straße ist generell verboten.

Dabei haftet jeder für verursachte Schäden durch eigene abgeschossene Feuerwerkskörper. Die Verschmutzung der öffentlichen Plätze durch abgebrannte Feuerwerkskörper, mutwillig zertrümmerte Flaschen und Gläser nehmen immer weiter zu. Neben einem kostenintensiven Reinigungsaufwand entsteht auch eine Verletzungsgefahr für Menschen und Tiere durch herumliegende Glasscherben. Solche Verstöße werden mit Geldbuße geahndet.

Tierschützer weisen darüber hinaus hin, dass etwa Hunde unter dem Lärm an Silvester leiden. Und nicht zuletzt warnen Umweltschützer mittlerweile verstärkt vor der Feinstaubbelastung in der Luft durch Feuerwerke. Die Feuerwehr bittet in diesem Zusammenhang zu beachten, dass in der Silvesternacht keine brennbaren Möbel, Wäscheständer und ähnliches auf Balkonen stehen sollten. Kellerlichtschächte sollten von Laub befreit werden, um so einem möglichen Brand vorzubeugen."

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