Pressemitteilung Stadt Freilassing

Einblicke in den Schneeräum-Alltag des Freilassinger Bauhofs

Ab drei Uhr morgens rücken die Männer des städtischen Bauhofs in Freilassing aus.
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Ab drei Uhr morgens rücken die Männer des städtischen Bauhofs in Freilassing aus.

Freilassing - Ein Winter mit richtig viel Schnee ist mittlerweile eine Rarität. Ganz ohne die weißen Flocken zieht die kalte Jahreszeit aber dennoch nicht an uns vorbei.

Natürlich ist der Schnee, der sich auf die Wiesen, Straßen und Bäume legt, schön anzuschauen und vor allem für Kinder sind die weißen Massen ein echtes Highlight. Im Straßenverkehr oder für Fußgänger drohen allerdings trotz Winterreifen und geeignetem Schuhwerk Unfälle und Stürze. Ab drei Uhr morgens rücken deshalb die Männer des städtischen Bauhofs in Freilassing aus, um die wichtigsten Verkehrswege bis zum Berufsverkehr vom Schnee und Eis zu befreien. Sie sorgen so für einen sicheren Weg in die Arbeit oder in die Schule.


Gute Räumtechnik = weniger Salz

Ende Januar dieses Jahres dauerte es nur wenige Stunden, bis Freilassing von einer dicken Schneedecke umhüllt war. Bauhofmitarbeiter Johann Schindler fährt seit 21 Jahren für die Stadt Freilassing den Winterdienst. „Das Schneeräumen mit schwerem Gerät war damals auch ein Grund, zum Bauhof zu kommen“ erzählt Schindler. Gut erinnern kann er sich in diesem Zusammenhang vor allem an den Winter 2005/2006. „Das war extrem. Da sind wir fast rund um die Uhr gefahren“ erinnert sich der Bauhofmitarbeiter an jene Saison, in der auch das Dach der Eishalle in Bad Reichenhall unter den schweren Schneemassen nachgab.


Schindlers Standardfahrzeug ist ein 177-PS-Unimog mit einem Schneepflug, der auf drei Meter Breite Schnee und Eis auf die Seite schiebt. Rund 15.000 Euro kostet so ein schweres Anbaugerät. Bedient wird das Schneeschild mit einem Joystick neben dem Lenkrad. „Wichtig ist die Räumtechnik. Je besser wir die Straßen vom Schnee befreien, desto weniger Salz brauchen wir. Das ist auch für die Umwelt besser. Bei schräg geneigten Straßen räumen wir den Schnee immer auf den niedrigsten Punkt. Das verhindert, dass Schmelzwasser auf die Straße fließt und dort gefriert“, erklärt Johann Schindler. In der aktuellen Saison hat der städtische Bauhof rund 120 Tonnen Trockensalz und 180 Tonnen Splitt auf die Freilassinger Verkehrswege gestreut. Im Frühjahr sammelt der Bauhof diesen Splitt über die Straßenreinigung wieder ein und entsorgt ihn fachgerecht.

Höchste Priorität haben die Hauptverkehrswege

Johann Schindler ist um vier in der Früh nicht alleine unterwegs. Auch seine Kollegen aus dem Bauhof sind mit insgesamt neun weiteren Räumfahrzeugen unterwegs. Obwohl jeder sein individuelles Einsatzgebiet hat, begegnet man sich immer wieder in der Dunkelheit. Dass es manchmal zu Beschwerden kommt, wenn der beiseitegeschobene Schnee private Einfahrten behindert, tut dem Winterdienst-Routinier leid. „Ich verstehe, dass das ärgerlich ist. Wir versuchen immer, das zu verhindern. Wir können da nur um Verständnis bitten.“

Beim Winterdienst gibt es auch eine strikte Reihenfolge: Zuerst müssen die Hauptverkehrswege wie die Reichenhaller- oder die Industriestraße geräumt werden. Auch Rettungszufahrten wie Krankenhaus und Feuerwehr haben oberste Priorität. Danach folgen die Wohngebiete und kleinere Nebenstraßen.

Neuer Bauhof ist in Planung

Nach der Rückfahrt zum Bauhof in der Pilgrimstraße endet gegen Mittag die Frühschicht von Johann Schindler. Für den Nachmittag übernimmt ein Kollege. Aktuell laufen in der Stadtverwaltung die Planungen für den Neubau eines Bauhofs. Lagerflächen für die Winterdienstgeräte und aktuellste Technik sind dabei vorgesehen. Es soll ein moderner, funktionaler und leistungsstarker Bauhof entstehen, von dem am Ende alle Freilassingerinnen und Freilassinger profitieren.

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