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Grenzkontrollen zwischen Freilassing und Salzburg

Deutsche Bundespolizei weist deutlich mehr Flüchtlinge zurück – so viele waren es heuer bereits

Ausnahmslos alle Züge von Salzburg kommend werden von der Bundespolizei kontrolliert, illegal Eingereiste werden zum Großteil zurückgewiesen, auch weil sie zum Teil bereits in Österreich registriert wurden und damit automatisch Asyl beantragt hatten.
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Ausnahmslos alle Züge von Salzburg kommend werden von der Bundespolizei kontrolliert, illegal Eingereiste werden zum Großteil zurückgewiesen, auch weil sie zum Teil bereits in Österreich registriert wurden und damit automatisch Asyl beantragt hatten.

Bis 11. September hat alleine die Bundespolizei in Freilassing 4689 Flüchtlinge an Österreich zurückgewiesen, davon 4487 wegen einer Einreiseverweigerung durch Deutschland und 202 Personen wegen eines Rückübernahmeabkommens. Das sind Personen, deren Asylverfahren nach Jahren in Deutschland mit einem negativen Bescheid endete und die jetzt nach Österreich abgeschoben werden. Insgesamt wird es auf das gesamte Jahr hochgerechnet rund 6000 Abschiebungen von Freilassing nach Salzburg geben, 2021 waren es im ganzen Jahr 4000 Personen.

Freilassing/Salzburg – Bei Pressemeldungen der Bundespolizei in Freilassing fällt auf, dass zum einen ein Großteil der Flüchtlinge versucht mit dem Zug einzureisen und, dass die Bundespolizei einen Großteil der festgestellten Migranten nach Salzburg zurückschickt.

Wöchentliche Zahlen gibt es nicht. Fakten für einzelne Wochenenden hochgerechnet auf eine Woche zeigen, dass zuletzt pro Woche rund 350 illegal eingereiste Personen festgestellt wurden, davon 278 mit dem Zug. Diese Zahlen stammen aus der Woche 29. August bis 3. September. Aktuellere Zahlen gibt es nicht.

Eine Anfrage beim Österreichischen Innenministerium ergibt nun, dass in diesem Jahr bis einschließlich 11. September an den österreichischen Grenzen 8054 Personen von Deutschland an der Einreise gehindert und an die Landespolizeidirektionen Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg übergeben wurden. Die meisten Zurückgewiesenen kommen aus Afghanistan, Syrien und Tunesien, sowie aus der Türkei und Indien.

67 Prozent der Flüchtlinge sind Ukrainerinnen

Während Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) eine neue Flüchtlingskrise sieht, weil das System der Grundversorgung überlastet sei, zeigen die Zahlen ein anderes Bild. So sind im Bundesland Salzburg derzeit 3907 Männer, Frauen und Kinder in der Grundversorgung – also das Land zahlt die Unterkunft und die Verpflegung, sowie das Taschengeld.

Von diesen 3907 Personen sind 67 Prozent Ukrainerinnen, die aber offiziell keine Asylwerber sind, da sie sofort den Status „Kriegsvertriebener“ erhalten haben. Das heißt, es bleiben genau 1292 „echte“ Asylbewerber, das sind in etwa gleich viel wie vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die daraus folgende Fluchtbewegung.

Im Asylcamp des Bundes in Salzburg-Bergheim, wo Schutzsuchende die ersten Wochen nach der Einreise auf die Entscheidung im Schnellverfahren warten, sind derzeit 324 Personen untergebracht.

hud

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