Am Ende der Fußgängerzonean in Freilassing

Schottersteine statt Grün: Der Bund Naturschutz in Bayern zeigt sich entsetzt

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Der sprichwörtliche Stein des Anstoßes

Freilassing - Auf völliges Unverständnis stoßen beim Bund Naturschutz i.B.e.V. (BN) Freilassing die kürzlich durchgeführten Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum am südlichen Ende der Hauptstraße.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Eine Grünfläche aus blühenden Kleinsträuchern und Stauden musste hier Felsbrocken und Grobschotter weichen.

Anscheinend haben die Verantwortlichen für diese Maßnahme noch nicht begriffen, dass wir uns im Klimawandel und in einer beginnenden Heißzeit befinden, meint dazu Erich Prechtl vom BN. Gut gestaltete Grünflächen können die Temperaturen dämpfen, Sauerstoff erzeugen und Feinstaub binden. 

Felsen und Grobschotter haben diese Eigenschaften nicht, heizen jedoch die Temperaturen an und wirken abstoßend wenn man von Süden in die Hauptstraße geht. Eine Alibibepflanzung mit fremdländischen Gräsern und bedauernswerten Blühpflanzen kann die Situation auch nicht mehr retten. 

Kürzlich konnte man der Tagespresse entnehmen, dass sich die dortigen Geschäftsleute mehr Grün wünschen. Daher sollte man bald mit der Entkrustung der Fußgängerzone beginnen. Anfangen könnte man mit der Vergrößerung der Pflanzlöcher beim vorhandenen Baumbestand und der Anlage von Blumenbeeten. 

Die Stadt braucht endlich eine zukunftsorientierte Gestaltungssatzung die den Klimawandel und den galoppierenden Artenschwund berücksichtigt. Grobschotter und Felsbrocken gehören nicht zum Nahrungsspektrum einheimischer Tierarten.

Pressemeldung Bund Naturschutz in Bayern e.V.

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