Bürgermeisterkandidat Löw zu Besuch bei der Caritas

FWG: Vernetzung sozialer Angebote in der Stadt

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Florian Löw (links) und Petra Maislinger (rechts) im neuen Kleidermarkt der FINA.

Freilassing - Was soziale Einrichtungen alles leisten, ist oft auf den ersten Blick gar nicht so ersichtlich. Davon konnten sich die Kandidaten der FWG Heimatliste überzeugen.

Frau Maislinger begrüßte die FWG Stadtratskandidaten mit Bürgermeisterkandidaten Florian Löw an der Spitze und führte die Gruppe durch die Einrichtung.

Die Caritas bietet an diesem Standort zusammen mit verschiedenen Trägern wie der Bezirk Oberbayern oder die Arbeitsagentur verschiedenste Angebote an. Die Einrichtung ist Menschen mit psychischen Problemlagen vorbehalten. Im Jobcafe finden arbeitssuchende Mitbürger Unterstützung, Jobangebote und auch die Möglichkeit am Computer zu recherchieren, Bewerbungen zu schreiben oder online auf Jobsuche zu gehen. Stadtrat Fritz Braun staunte nicht schlecht über das breit gefächerte Angebot und die Möglichkeiten.

Unterstützung für Arbeitssuchende

Oftmals stranden hier Menschen die aus verschiedensten Gründen total aus der Bahn geworfen wurden. Deshalb können sie ihren Alltag im Leben wie auch im Berufsleben nicht mehr ohne Hilfestellung bewältigen. Mit dieser Art der Arbeitstherapie will man den Patienten sinnvolle Beschäftigung und insbesondere eine Tagesstruktur, Pünktlichkeit, Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen, Grundfertigkeiten in verschiedenen Bereichen, Verbesserung der Leistungsfähigkeit sowie die Entwicklung von besseren Perspektiven erarbeiten. Stadtratskandidatin Julia Albrecht ist froh, dass wir solch eine Einrichtung in unserer Stadt haben.

Frau Maislinger erklärte weiter, dass ein Jobberater den Menschen zur Seite steht, er berät, hilft beim Bewerben oder hört auch einfach nur einmal zu und gibt somit wichtige Hilfestellung auf dem Weg zurück in ein reguläres Berufsleben. Seit kurzem gibt es auch eine Kleiderkammer, in der für alle Altersklassen gebrauchte Bekleidung angeboten wird. Menschen mit Bezugsschein vom Sozialamt können sich hier kostenlos einkleiden. Aber auch jeder andere Mitbürgerin oder Mitbürger kann hier für günstigste Preise Bekleidung aller Art erstehen. Ein sozialer Möbelmarkt gehört ebenso zum Angebot des Caritas Zentrums.

Probleme der Finanzierung

Bürgermeisterkandidat Florian Löw, dem das Sozialwesen als Rot-Kreuzler sehr am Herzen liegt, wollte wissen wo die Schwierigkeiten für die Einrichtung bestünden, denn die Stadt Freilassing könne sich ja glücklich schätzen ein solches Angebot in der Stadt zu haben.

Frau Maislinger berichtete, dass durch die Kooperation mit dem Bezirk Oberbayern im Bereich der FINA (Freilassinger Initiative & Netzwerk für Arbeitssuchende) sowie die Finanzierung des Jobcafes durch das Jobcenter der Austausch mit der Stadt relativ gering sei. Jedoch gäbe es viele Probleme in Bezug auf die engen Räumlichkeiten und der Finanzierung von Angeboten. Die Zukunft des Jobcafes ist aufgrund der nicht ausreichenden Mittel mehr als fraglich. Stadt und Landkreis fühlten sich aber nicht verantwortlich. Florian Löw sieht die Einrichtung als wichtige soziale Komponente in der Region. Soziale Stadt darf nicht nur im Mittelfeld passieren, sondern soziale Stadt muss in der ganzen Stadt gelebt werden, so Löw. Sozial ist wer sich Gedanken um Menschen macht die Hilfe brauchen. Soziale Stadt sehe er nicht nur als Kirchturmprojekt in einem Stadtteil. Eine wirklich soziale Stadt sorgt sich um die Belange der Kinder, Jugendlichen, Senioren, Bildungseinrichtungen und Freizeitmöglichkeiten im gesamten Stadtgebiet.

Ideen für Schwächere

Leider gibt es immer mehr Menschen auch in unserer Stadt die soziale Angebote annehmen müssen um über die Runden zu kommen. Die vielen Menschen die heute zur Freilassinger Tafel gehen führen uns vor Augen, dass es wichtig ist für Schwächere Ideen zu entwickeln. Nur am Rande wurde angemerkt, dass auch die Fehlentwicklungen auf dem Wohnungs- und Mietmarkt ihren Teil zu dieser Situation beitragen.

Florian Löw möchte die sozialen Angebote besser vernetzen. Dazu soll es einen regelmäßigen runden Tisch mit allen Beteiligten am Sozialwesen der Stadt geben. Nur so kann eine gemeinsame Strategie zu bestens aufeinander abgestimmten Angeboten führen. Wir wollen mit Betroffenen und Leistungsanbietern sprechen um so ein optimales Ergebnis für unsere Bürger herauszuholen. Dabei gilt es aber auch Bedarf festzustellen, Finanzierungskonzepte zu erarbeiten und Visionen vorzustellen.

Pressemitteilung FWG Heimatliste Freilassing

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