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„Tempo 30“ aufmalen, was bringt‘s?

Bis zu 180.000 Euro für 600 Verkehrsschilder auf der Fahrbahn - Freilassing diskutiert über Piktogramme

Tempo 30 auf der Fahrbahn aufgemalen wie hier in Mattsee soll Autofahrer an das Tempolimit erinnern. „Das hab ich nicht gesehen“ gilt nicht als Ausrede, ausschlaggebend sind ohnehin die Verkehrsschilder.
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Tempo 30 auf der Fahrbahn aufgemalen wie hier in Mattsee soll Autofahrer an das Tempolimit erinnern. „Das hab ich nicht gesehen“ gilt nicht als Ausrede, ausschlaggebend sind ohnehin die Verkehrsschilder.

Was bringt das Aufmalen von „Tempo 30“ auf der Straße? Glaubt man einer städtischen Messung aus dem Jahr 2003, so fuhren damals im Sonnenfeld die Autofahrer nach dem Aufmalen sogar schneller als vorher, die Erkenntnis daraus: Autofahrer passen ihre Geschwindigkeit in erster Linie den Straßen-, Sicht- und Verkehrsverhältnissen an.

Freilassing – Nichts desto trotz diskutierten die zehn Mitglieder des Bauausschusses am Dienstag (7. Dezember) erneut den immer wieder kehrenden Wunsch von Anwohnern, die zahlreichen Tempo 30-Zonen im Stadtgebiet auch auf der Fahrbahn aufzumalen. Die Kosten für diese sogenannten Piktogramme sind allerdings nicht unerheblich, sie bewegen sich zwischen 39.000 und 84.000 Euro für das einfache Aufmalen von „30“ in weißer Farbe mit einer Größe von zwei Meter.

Sollte das Verkehrsschild, also roter Rand, weiße Fläche und schwarze Schrift auf die Fahrbahn kommen würde das 300 Euro pro Piktogramm kosten. In Freilassing sind derzeit rund 85 Prozent der etwa 200 Gemeindestraßen auf Tempo 30 reduziert, bei durchschnittlich vier Piktogrammen pro Straße ist man schnell bei 600 Piktogrammen, in der rot-weiß- schwarz Version würden Kosten von 180.000 Euro entstehen.

Helmut Wimmer vom Ordnungsamt der Stadt wies auch darauf hin, dass diese Piktogramme einer natürlichen Abnutzung unterliegen und von Zeit zu Zeit wieder erneuert werden müssten.

„Tempo 30“ auf der Straße verschandelt das Stadtbild?

In der Diskussion stellte sich keine einhellige Meinung heraus, Thomas Ehrmann wollte nicht überall Tempo 30 aufpinseln „sonst sagen Leute womöglich noch das verschandelt das Stadtbild“, an neuralgischen Punkten wie zum Beispiel vor Kindergärten und Schulen könne er sich die Piktogramme auf der Fahrbahn aber schon vorstellen. Als „Unsinn und Quatsch“ bezeichnete Wolfgang Hartmann von den Grünen den Vorschlag, „das machen wir sicher nicht, nur ein paar wenige könnten sinnvoll sein“.

Bürgermeister Markus Hiebl machte den Vorschlag, Tempo 30 in einigen wenigen Einzelfällen aufzupinseln, mögliche Standorte werde die Verwaltung dem Bauausschuss wieder vorlegen.

hud

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