Bei Freilassing kontrolliert 

Mutmaßlicher Schleuser aus Berlin an der Grenze gestoppt

Freilassing - Offensichtlich wollte ein 56-jähriger Türke aus Berlin eine Grenzkontrolle vermeiden, weshalb er auf dem Weg von Udine (Italien) nach Berlin von der Autobahn abfuhr und lieber einen Umweg in Kauf nahm - jedoch mit wenig Erfolg.

In den späten Abendstunden des Sonntags geriet ein BMW aus Berlin, im Stadtgebiet von Freilassing, ins Visier der Schleierfahnder aus Urwies. Um das entgegenkommende Auto einer Kontrolle zu unterziehen, wendeten die Beamten ihr Fahrzeug und nahmen die Verfolgung auf. Erst im Ortsgebiet von Hammerau konnte der Wagen letztendlich gestoppt werden.

Der BMW war mit fünf Personen im Alter von 20 bis 56 Jahren besetzt. Während der Fahrer, ein in Berlin wohnhafter Türke, sich ordnungsgemäß ausweisen konnte, waren die vier Mitfahrer lediglich im Besitz türkischer Identitätskarten. Dieser sogenannte „Nüfus“ berechtigt jedoch weder zur Einreise noch zum Aufenthalt in Deutschland.

Den Angaben des Fahrers zufolge, waren die vier „Fahrgäste“ per Anhalter unterwegs, weshalb er ihnen freundlicherweise in Udine / Italien eine Mitfahrgelegenheit nach Deutschland anbot. Da sich für die Polizisten der Verdacht mehrerer Straftaten nach dem Aufenthaltsgesetz ergaben, wurden die Fünf vorläufig festgenommen und zur Dienststelle der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein verbracht.

Die vier kurdisch-stämmigen „Tramper“ wurden wegen unerlaubter Einreise und Aufenthalt zur Anzeige gebrachtund anschließend an eine Aufnahmeeinrichtung in München weitergeleitet. Die Sachbearbeitung des 56-jährigen Fahrers übernahm das zuständige Fachkommissariat der Kripo Traunstein. 

Er wird sich wegen eines Vergehens des Einschleusens von Ausländern vor Gericht verantworten müssen. Die Ermittlungen dauern an.

Pressemeldung Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © dpa

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