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Emotionale Bürgerversammlung am Mittwochabend

Krankenhaus Freilassing „verscherbelt“: Sind der Stadt Grundstücke weggenommen worden?

Das Krankenhaus Freilassing ist Teil eines Verbundes von Kliniken in der Region.
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Das Krankenhaus Freilassing steht immer wieder in der Diskussion.

Ist die Suche nach einem neuen Standort für ein Zentralklinikum im Landkreis das Top-Thema in Freilassing? In der Bürgerversammlung am Mittwochabend wurde es erst kurz vor Schluss angesprochen, dafür umso deutlicher. Toni Hafner, der sich zuvor schon über „Schrotträder am Bahnhof“ ärgerte, machte aus seinem Ärger über den Zustand „unseres Krankenhauses“ keine Mördergrube.

Freilassing - Es seien Grundstücke in Bad Reichenhall und Piding im Gespräch für einen neuen Standort, „aber dort will niemand einen Neubau, nach Reichenhall kommt ja wegen dem Stau keiner mehr hin“. Im Übrigen hätten die Heilingbrunner-Schwestern der Stadt Freilassing Grundstücke für den Bau und die Erweiterung eines Krankenhauses geschenkt, „aber der alte Landrat mit den schwarzen Brüdern haben das Krankenhaus verscherbelt“, so Hafner. Die Grundstücke seien der Stadt „entwendet“ worden, „es ist unverschämt dass Freilassing keine Chance mehr hat, die Vorgeschichte stinkt zum Himmel“. Das Krankenhaus sei für Millionen umgebaut worden mit neuen Operationssälen, jetzt habe es keine Zukunft mehr, „und, wenn es so bleibt wie jetzt könnt ihr es gleich zumachen“, schmetterte Hafner seine Meinung den Verantwortlichen entgegen.

Altersversorgung als Mega-Thema der Zukunft

Landrat Bernhard Kern in der ersten Reihe schluckte kurz, doch zuvor versuchte Bürgermeister Markus Hiebl die Aufmerksamkeit auf die allgemeine Situation im Gesundheitsbereich zu lenken, „die Krankenhaus-Welt hat sich geändert, von aktuell 1900 Kliniken in Deutschland werden rund 700 geschlossen“, so Hiebl. Ein Mega-Thema der Zukunft werde allerdings die Altersversorgung sein, „wir kennen alle Fälle in der Familie und wir wollen sie nicht in Heimen weit weg von uns besuchen müssen“, daher sei für ihn eine Altersversorgung nahe am Ort eine zentrale Aufgabe, dazu eventuell eine Geriatrie, also Altersmedizin. Ein Zukunftsthema für den Standort Freilassing ist für Hiebl auch die Notfall-Ambulanz, darum müsse man sich „ganz klar“ kümmern.

Eine Klinik für zwei Fälle am Tag?

Als ob Landrat Kern nur auf das Thema Krankenhaus gewartet hätte ergriff er gegen Ende der dreistündigen Bürgerversammlung das Wort: „Ich will das Krankenhaus Freilassing nicht schlecht reden, aber zum Teil gibt es zwei Fälle pro Nacht, oder auch Tag“, dafür könne man nicht auf Dauer 40 Betten, Ärzte und Pflegepersonal bereit halten. „In den Urzustand kann man nicht mehr zurückkommen, aber Freilassing wird auch nicht zugesperrt, es ist im Sechser-Verbund mit den anderen Standorten dabei“, versicherte Kern. Allerdings gab er keine wie immer geartete Garantieerklärung ab dass das so bleiben wird.

Ob das geplante, neue Zentralklinikum am Ende in Bad Reichenhall oder in Piding gebaut werde könne man nicht schon jetzt „aus dem Bauch heraus“ entscheiden, „da muss man erst eine gute Bewertung der Standorte machen, also was spricht für und gegen einen Standort“.

hud

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