Baukosten der gesamten Anlage um zwei Millionen gestiegen

Badylon im Lockdown 2: Kein Plantschen mehr in diesem Jahr?

Schwimmbecken Badylon Freilassing
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Um Strom und Wasser zu sparen wurde das Wasser in den Badylon-Becken erneut ausgelassen, dass sie 2020 noch einmal aufgefüllt werden ist eher unwahrscheinlich.

Freilassing - Während das Badylon wegen der allgemein hohen Corona-Infektionszahlen in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal geschlossen ist und alle Becken wieder entleert wurden genehmigte der Stadtrat die endgültigen Kosten für den Neubau in Höhe von 39,6 Millionen Euro.

Update, 30.11 .2020 - Badylon – Update zu den geplanten, genehmigten und tatsächlichen Gesamtkosten


In unserem ersten Bericht hieß es, der Stadtrat habe in seiner jüngsten Sitzung die endgültigen Kosten für den Neubau in Höhe von 39,6 Millionen Euro genehmigt. Bei den 39,6 Mio. Euro handelt es sich allerdings nicht um die endgültigen Kosten, sondern um das vom Stadtrat genehmigte Gesamtbudget. „Die endgültigen Kosten können derzeit mit rund 38,8 Mio. Euro beziffert werden, die Hochrechnung ergibt einen Kostenstand von rund 39,25 Mio. Euro, somit haben wir derzeit eine Budgetunterschreitung vom rund 430.000 Euro“, so ein Sprecher der Stadt Freilassing.

Die 33 angesprochenen Änderungswünsche, „oder wie es richtig heißt Änderungsanträge“ hätten teilweise Planungsthemen betroffen wie zum Beispiel ein größerer Kriechkeller und eine größere Rutsche, sowie teilweise baufachliche Themen wie eine Bodenverbesserung und vieles mehr. „Die Änderungsanträge schlagen jetzt auch nicht bei der Endabrechnung des Projekts zu Buche.


Diese Anträge wurden dem Stadtrat in transparenter Weise zur Genehmigung vorgelegt und letztendlich auch genehmigt“. Somit seien die 39,6 Mio. Euro das vom Stadtrat genehmigte und bereits seit Mitte 2018 bekannte Gesamtbudget. Die Endabrechnung könne derzeit mit 38,8 Mio. Euro beziffert werden (Hochrechnung mit 39,25 Mio. Euro). „Zusammengefasst kann man sagen, dass das genehmigte Gesamtbudget derzeit um rund 800.000 Euro unterschritten wird“, so der Sprecher der Stadt. Dieser Kostenstand sei für ein öffentliches Projekt in dieser Größenordnung absolut positiv zu bewerten.

Erstmeldung, Badylon im Lockdown 2: Kein Plantschen mehr in diesem Jahr?

Wegen insgesamt 33 Änderungswünschen wurde das Bad und die Sporthallen am Ende um fast zwei Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant, vor allem bei den Außenanlagen kam es zu einer Kostenexplosion von rund 40 Prozent.

Das neue Badylon scheint unter keinem guten Stern zu sein, nach der Eröffnung vor über einem Jahr ist es derzeit bereits zum zweiten Mal wegen des hohen Infektionsgeschehens geschlossen, eine dritte Eröffnung scheint in diesem Jahr so gut wie ausgeschlossen. Die Bademeister haben deshalb das Wasser aus den Becken wieder ausgelassen, „auch wenn das Wasser nicht geheizt wird fallen für das Wasser und den Strom für die Umwälzung des Wassers Kosten in Höhe von rund 20.000 Euro pro Monat an“, so Boris Templin schon beim ersten Lockdown im Badylon. Diese Kosten könne man sich jetzt sparen.

Nicht gespart wurde allerdings beim Bau der gesamten Anlage, insgesamt gab es 33 Änderungswünsche, die sich nun auch in der Endabrechnung des Projektes zum Teil auch zu Buche schlagen. Das genehmigte Budget betrug 37,7 Millionen Euro, am Ende wurden es 39,7 Millionen Euro, also zwei Millionen Euro mehr. Dabei hatte man anscheinend vor allem bei den Außenanlagen zu knapp kalkuliert, statt geplanter drei Millionen Euro für das Atrium, Wege und Spielplatz wurden es am Ende 4,2 Millionen Euro, also rund 40 Prozent mehr. Die Kosten für die neue Skater-Anlage sind im Gesamtpreis der Badylon-Anlage übrigens nicht enthalten. Von den Gesamtkosten in Höhe von 39,7 Millionen Euro beträgt der Eigenanteil der Stadt rund 2,8 Millionen, der Rest kommt aus anderen Steuerzahler-Töpfen des Freistaates.

hud

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