Büros und Dutzende Wohnungen in Freilassing geplant

Aus Seniorenheim wird Boardinghouse - So lauten die Pläne von Aicher

Awo-Block: Pläne von Aicher vorgestellt
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Abrissbirnen und Bagger bleiben dem ehemaligen Awo-Block aus den 1970-er Jahren erspart, Max Aicher will den Bau generalsanieren und danach über 100 Zimmer anbieten.

Max Aicher wartet mit Details seines „Aus Alt mach Neu“-Projektes in der Reichenhaller Straße noch auf das offizielle Ergebnis vom Bauausschuss, „wenn wir alle entsprechenden Genehmigungen haben werden wir das Projekt vorstellen“, so Angela Aicher vom gleichnamigen Bauunternehmen. „Im Moment können wir dazu noch nichts sagen“. Ein bisschen mehr sagen konnte im Bauausschuss Bürgermeister Markus Hiebl, im geplanten Studenten- und Arbeiterwohnheim sollen rund 35 Zimmer an Studenten und Azubis vermietet werden, ebenso viele an Arbeiter, daneben 35 Wohnungen in seinem sogenannten Boardinghouse und 17 Mietwohnungen, dazu Büroflächen für zwei Firmen entstehen.

  Die 120 Bewohner des Awo-Seniorenheimes sind mittlerweile in das neue Haus an der Münchener Straße gezogen, das alte, 1972 gebaute Heim an der Reichenhaller Straße unweit der Aicher Firmenzentrale steht leer, manche vermuteten schon das Auffahren von Abrissbirnen und Baggern. Doch Max Aicher als neuer Eigentümer hat andere Pläne, er will dem in die Jahre gekommenen Bau neues Leben einhauchen und renovieren, danach soll unter anderem ein Boardinghouse mit Serviceleistungen wie zum Beispiel einem Waschsalon entstehen. Im Rahmen der Generalsanierung wird der Brandschutz verbessert, die Fassaden neu gestrichen und die Flachdächer zum Teil erneuert.


Boardinghouse, was ist das?

Neu in Freilassing ist das geplante Boardinghouse, darunter versteht man eine Art Hotelbetrieb, der Zimmer oder Apartments mit hotelähnlichen Leistungen in meist städtischer Umgebung vermietet. Im ehemaligen Awo-Heim sollen so 35 Zimmer für einen Langzeitaufenthalt von Urlaubern und Geschäftsreisenden entstehen, die Zimmer erhalten einen Sanitärbereich, Einbauschrank und Küche. Im Studenten- und Arbeiterwohnheim werden jeweils 35 Zimmer an Studenten und Azubis, sowie an Arbeiter vermietet. Außerdem sind 17 Mietwohnungen und rund 350 m² Büroflächen vorgesehen.


Der Bauausschuss beschäftigte sich diese Woche mit der Frage, ob die geänderte Nutzung des Seniorenheimes genehmigt werden kann? Der Bauausschuss sagte grundsätzlich ja, der derzeitige Status „Mischgebiet“ wird durch Mitwohnungen und Büroflächen auch weiterhin sichergestellt, so die Stadtverwaltung.

-hud-

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