Auf dem Schulweg in Freilassing

Älterer Herr spricht Kinder an - Polizei: „Fall wird sehr sensibel wahrgenommen“

In Freilassing wurden offenbar mehrere Schulkinder von einem älteren Mann angesprochen. BGLand24 hat mit der Polizei über den Vorfall gesprochen.
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In Freilassing wurden offenbar mehrere Schulkinder von einem älteren Mann angesprochen. BGLand24 hat mit der Polizei über den Vorfall gesprochen.

Freilassing - In den sozialen Medien macht aktuell eine Meldung die Runde. Ein älterer Herr soll von seinem Auto aus Schulkinder angesprochen und versucht haben, sie in dieses zu locken. BGLand24 hat mit der Polizei über den Vorfall gesprochen.

In einem Post in einer Facebook-Gruppe wird der Vorfall geschildert. Ein älterer Herr hatte angeblich Schulkinder angesprochen und versucht, sie zum Einsteigen zu bewegen. In seinem roten Auto sollen Plüschtiere gelegen haben. Eine Mutter sprach den Mann nach eigener Aussage an, worauf er sich in widersprüchliche Aussagen verstrickte, bevor er wegfuhr. Sie meldete den Vorfall sofort der Polizei.


Der Post in einer Freilassinger Facebook-Gruppe

Auf Anfrage von BGLand24 bestätigte der 1. Polizeihauptkommissar Gerhard Huber von der Polizei Freilassing die Meldung des Vorfalls. Gleich zu Beginn des Gesprächs betonte Huber, dass solche Fälle sehr sensibel behandelt und durchaus sehr ernst genommen werden. Da sich die Mutter sofort an die Polizei wandte und Auto samt Besitzer genau beschreiben konnte, wurde dieser auch schnell durch die Polizei ausfindig gemacht. Huber bestätigte, dass bereits eine Gefährderansprache gehalten wurde.


Im weiteren Verlauf der Ermittlungen werden nun die genauen Umstände des Vorfalls ermittelt und das Umfeld des Beschuldigten abgeklärt. Huber betonte, dass Fälle wie dieser „sehr sensibel wahrgenommen“ werden aber zuerst die strafrechtliche Relevanz geprüft werden müsse, da das Ansprechen alleine nicht strafbar ist. Bei verdächtigen Beobachtungen ist eine Meldung bei der Polizei aber immer nachvollziehbar und richtig.

Weiter lobte Huber das Verhalten der Mutter wie der Tochter. „Die Mutter hat vorbildlich reagiert und auch die Tochter hat sich richtig verhalten, dass sie nicht auf Ansprechen durch Fremde reagiert hat.“ Es sei auch sehr wichtig, dass Eltern mit ihren Kindern über solche Situationen sprechen. Zwar kam es in seinen vier Jahren bei der Polizei Freilassing zu keinem Verschwinden von Kindern nach Ansprechen durch Fremde, aber trotzdem hilft es, wenn Eltern ihren Kindern erklären, dass sie keine Unbekannten schicken, um sie zum Beispiel von der Schule abzuholen.

Wenn man auf Nummer sicher gehen will, erklärt Huber, so kann man beispielsweise auch Codewörter mit den Kindern ausmachen oder sich auf die Option eines kurzen Telefonats mit dem Handy einigen, wenn man etwa länger arbeiten muss. Am besten sei es, wenn die Kinder gar nicht in die Situation kommen, mit Unbekannten von außerhalb des sozialen Umfelds in Kontakt treten zu müssen.

mda

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