Mädchen (9) in Freilassing von zwei Burschen geschubst

Grünen-Stadtrat fordert mehr Licht und Betreuung am Spielplatz Eichetpark

Der Spielplatz in Freilassing
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Der Spielplatz in Freilassing

Freilassing - Ein 9-jähriges Mädchen soll von zwei Burschen im Alter von 10-12 Jahren am Spielplatz Obere Feldstraße, Ecke Richard-Strauss-Straße heftig geschubst worden sein, das berichtete zumindest Wolfgang Hartmann von den Grünen am Montagabend im Stadtrat.

Die Polizei Freilassing bestätigt auch Nachfrage, „dass es am späten Nachmittag des 19. Mai am Spielplatz Eichetpark zu einem Streit zwischen zwei jungen Burschen und einem Mädchen gekommen ist. Im weiteren Verlauf kam es hierbei offenbar zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf das Mädchen leicht verletzt und zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden ist“, soweit ein Sprecher der Inspektion.


Es soll sich um Kratzer im Gesicht gehandelt haben. Bei allen drei Personen handele es sich um ortsansässige, strafunmündige Kinder, also unter 14 Jahren, der Vorgang sei vor Ort durch eine Streifenbesatzung aufgenommen worden, „sämtliche Personalien sind der Polizei bekannt“. Unseren Informationen zufolge sollen die beiden Burschen zwischen 10 und 12 Jahre alt sein. Eine weitere Einvernahme von mutmaßlichen Tätern und dem Opfer hat es laut Polizei noch nicht gegeben.

„Licht für dunkle Ecken“

Zurück zum Stadtrat: Hartmann sind die „dunklen Ecken“ am Spielplatz ein Dorn im Auge, „da müssen wir was tun, zum Beispiel alles besser beleuchten“. Man müsse zudem erkennen, dass es eine Art Aufsicht brauche, „sonst verschwimmen die Grenzen zwischen den Kindern am Platz und den Jugendlichen zusehends“. Er, Hartmann, habe auch Hinweise, dass sich zahlreiche Schmierereien im Stadtgebiet auf Jugendliche vom Eichetplatz zurückführen ließen. Er fordert nun zusätzliches Betreuungspersonal, „also mindestens einen Mitarbeiter mehr wird die Stadt einstellen müssen“, so Hartmann.


Die Polizei sagt allerdings, dass es seit dem Kontaktverbot und der wochenlangen Sperre des Spielplatzes „zu keiner Zunahme von Straftaten im Bereich des Spielplatzes gekommen ist“. Das Betretungsverbot für die öffentlichen Spielplätze in der Stadt galt von 13. März bis 6. Mai. Am Spielplatz Eichetpark gibt es zwei überdachte Plätze, das Aquarium, das für kleine Kinder und deren Eltern gedacht ist und eine Hütte an der Oberen Feldstraße für Jugendliche. Dass Kleinere in dieser Jugend-Hütte gezündelt haben ist ein Gerücht, das derzeit niemand bestätigen kann.

„Aufsuchende Arbeit verstärkt“

Den Vorwurf, Jugendliche seien in der Coronazeit unbeaufsichtigt gewesen weist Michael Schweiger von der Stadt zurück, „wir haben im Gegenteil die aufsuchende Arbeit hochgefahren indem wir die Träger Kreisjugendring, Haus der Jugend und die städtische Jugendarbeit aktiviert haben um so mehr Power zu haben“, so Schwaiger, der ergänzt „aber wir sind keine Ordnungsbehörde“. Schweiger wiederholt, dass „wir nicht die Aufsichtspflicht haben, wir sind nicht die Eltern, sondern Partner der Jugendlichen“.

hud

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