Notarztgemeinschaft zieht Jahresbilanz

1385 Einsätze im nördlichen Landkreis

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Freilassing - Bei ihrer Jahreshauptversammlung hat die Notarztgemeinschaft Freilassing Bilanz über ihr Einsatzjahr gezogen. Viele Einsätze und Dienststunden stehen zu Buche. 

Bei der Mitgliederversammlung der Notarzt-Gemeinschaft Freilassing, welche heuer im Gasthof Moosleitner in Freilassing stattfand, waren neben den Mitgliedern zahlreiche Gäste anwesend. Neben den üblichen Sitzungspunkten, in denen auch die satzungsgemäße Einladung festgestellt wurde, folgte der Rechenschaftsbericht der Notarztgemeinschaft Freilassing. So sind dem Verein ein Notarzt beigetreten, zwei sind ausgeschieden. Insgesamt zählt die Notarztgemeinschaft 33 Mitglieder, zudem kann auf einen Pool von sieben Notärzten zurückgegriffen werden, die als Springer zur Verfügung stehen.

Im Jahr 2014 wurden 8757,5 Dienststunden geleistet, die Dienste konnten bis auf 2,5 Stunden im Dezember durchgehend besetzt werden. Das Notarztfahrzeug Freilassing wurde von der Integrierte Leitstelle Traunstein zu 1385 Notfällen alarmiert, dies entspricht einem Einsatzdurchschnitt von 3,8 Einsätzen in einem 24-Stunden-Dienst. Es wurden 64 Prozent der Einsätze (893) in der Zeit von acht bis 20 Uhr und die restlichen 36 Prozent (492) innerhalb von 20 bis acht Uhr bestritten. Das Haupteinsatzgebiet lag in der Stadt Freilassing (47%), die Gemeinden Ainring (21%) und Saaldorf-Surheim (12%) sowie die Stadt Laufen (10%).

Mit Österreichischem Roten Kreuz kooperiert

Auf Anfrage der oberösterreichischen Leitstelle Innviertel wurde auch grenzüberschreitend mit dem Österreichischen Roten Kreuz (16 Einsätze) kooperiert. Bei der Kassenprüfung konnte der Vorstand der Notarztgemeinschaft, Notarzt Jürgen Huber, Dr. Lutz Schlünder und Dr. Christoph Schmied nach Vorlage des Jahres- und Kassenberichts 2014 einstimmig von den anwesenden Mitgliedern entlastet werden. Bei den im Anschluss stattfindenden Neuwahlen des Vorstandes wurde Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Huber, Dr. Christoph Schmied und Dr. Stefan Baumgärtel gewählt.

Für das scheidende Vorstandsmitglied Dr. Lutz Schlünder, welcher krankheitsbedingt nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, wurde als Dankeschön für die langjährige Vorstandsarbeit ein kleines Präsent besorgt welches im Nachhinein persönlich überreicht wurde. Anschließend folgten noch Neuerungen für die Notärzte im kommenden Jahr sowie weitere Informationen. So wird voraussichtlich im Herbst 2015 ein Appartment für den diensthabenden Notarzt im Rot-Kreuz-Haus fertiggestellt. Damit kann die Ausrückzeit deutlich minimiert werden. Dr. Michael Eisert, ärztlicher Leiter im Rettungsdienst, informierte über die immer noch schwierige Abrechnung bei grenzüberschreitenden Einsätzen.

Notfallpatient braucht fachlich geeignete Kapazitäten

Jedoch deutet sich hier eine politische Lösung an. Zudem informiert Eisert, dass die Kliniken Südostbayern AG einen Klinikdisponenten installiert hat, welcher künftig die Belegungssteuerung für den Rettungsdienst verbessern soll. Anhand des Meldebildes gibt der Klinikmitarbeiter eine Empfehlung, wo für den jeweiligen Notfallpatienten fachlich geeignete Kapazitäten frei sind. Auch im Nachbarland Österreich ist man in einer Kooperation bei der Schwerverletztenversorgung. Da es besonders in den überregionalen Traumazentren im Landeskrankenhaus Salzburg sowie der Unfallklinik der AUVA immer wieder Berührungspunkte zwischen österreichischem und deutschem Notarztsystem gibt, wird hier eine weitere engere Zusammenarbeit angestrebt.

Im weiteren informiert Dr. Eisert über die Arbeitsgruppen, welche im Einzelnen die Arzneimittelkommission in Zusammenarbeit mit der Krankenhausapotheke der Kliniken Südostbayern AG, eine Arbeitsgruppe Aus- und Fortbildung sowie eine Arbeitsgruppe Behandlungsalgorithmen sind. Besonders bei der notärztlichen Fortbildung hofft Eisert auf die Zusammenarbeit mit dem Simulationszentrum der Kliniken Südostbayern in Traunstein, wo bereits eine erste Kontaktaufnahme erfolgte. Der scheidende Rettungswachen-Leiter Andreas Rautter, welcher den Kreisverband verlässt, bedankte sich im Anschluss für die stets gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr, und wünschte sich auch weiterhin für seinen Nachfolger eine enge Verzahnung von Notärzten und Rettungsdienst.

Notarztgemeinschaft Freilassing

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