Stadt bleibt hart: "Eigentum verpflichtet"

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Das Protestbanner der verärgerten Anwohner: "Sind Menschenleben unwichtig? Baugenehmigung ohne Feuerwehrzufahrt!"
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Freilassing - Bürgermeister Flatscher bleibt hart: Der Huber-Jakl-Weg soll auf 4,50 Meter ausgebaut werden - "auch wenn die Sturheit bleibt" und Eigentumsrechte berührt werden.

Eine verzwickte Geschichte: Der Huber-Jakl-Weg ist noch immer nicht an das städtische Kanalnetz angeschlossen, außerdem ist der schmale Weg für Begegnungsverkehr viel zu eng. Nun sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden - Kanalarbeiten und Straßenverbreiterung auf 4,50 Meter mindestens.

Das Problem: Für den Ausbau bräuchte die Stadt Privatgrund, die Eigentümer sperren sich. Sie befürchten die hohen Kosten, die beim Ausbau als Anlieger auf sie zukommen würden - 80 Prozent des Gesamtbetrags. Und nicht nur das: Der Huber-Jakl-Weg wäre, wenn die Anlieger die Grundstücksteile nicht abtreten, ihrer Ansicht nach viel zu eng für Rettungsfahrzeuge. Ein geplanter Acht-Parteien-Neubau hätte ihnen zufolge gar keine Baugenehmigung bekommen dürfen. Daher auch das Protestbanner in Salzburghofen (BGLand24.de berichtete).

Die Stadt verteidigt sich

Nun verteidigt sich die Stadt: "Wir wollen ja nicht nur den Huber-Jakl-Weg, sondern auch andere Stellen in Freilassing dem Bedarf angemessen erschließen. Es geht nicht darum, die Anlieger zu ärgern", so Bürgermeister Josef Flatscher im Gespräch mit BGLand24.de: "Wenn wir eine Straße sanieren, soll sie natürlich auch den heutigen Bedürfnissen und technischen Regeln gerecht werden."

"Wenn die Sturheit bleibt, werden Maßnahmen ergriffen"

Der Huber-Jakl-Weg sei nun im Endausbau - genauso wie die Anlieger anderer Straßen müsste sich nun eben auch dort finanziell beteiligt werden, so die Stadt. Doch Flatscher muss eingestehen: "Ein Teil des Grunderwerbs im Einmündungsbereich Huber-Jakl-Weg/Plainweg, der für den Ausbau nötig ist, konnte bisher nicht abgewickelt werden." Die Gründe dafür sind bekannt.

War's das also? Können Stadt und Bauherr ihre Sanierungs- und Baupläne für den Huber-Jakl-Weg damit ad acta legen? "Wenn die Sturheit bleibt, werden Maßnahmen ergriffen", so der Bürgermeister: "Mit dem Eigentum sind nicht nur Rechte verbunden, sondern auch Pflichten!"

xe

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