Wasser marsch! Fortbildung zur Brandbekämpfung

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Einweisung zur Brandbekämpfung.

Freilassing/Külsheim -  Acht Geräteträger der Feuerwehr Freilassing besuchten Anfang August ein Intensivseminar zur Brandbekämpfung in Külsheim:

Vom 2. bis 3. August nahmen acht Geräteträger der Feuerwehr Freilassing am „Intensivseminar Brandbekämpfung“ in Külsheim beim "International Fire & Rescue Training" (I.F.R.T.) teil. Ziel der Fortbildung war es, das bereits vorhandene Wissen bei der Brandbekämpfung, vor allem im Innenangriff, noch weiter zu verbessern, um dies an die Geräteträger in Freilassing weiterzugeben.

Neben Theorieunterricht zu den Themen Rauchgasdurchzündung, Rauchgasexplosion, Fortbewegungstechniken und Gefahren bei Bränden in geschlossenen Räumen, konnten die Teilnehmer in den darauffolgenden Praxiseinheiten beispielsweise den Brandverlauf beobachten und die Temperaturverteilungen in Brandräumen einschätzen lernen.

Darauf aufbauend folgte ein kurzes Strahlrohrtraining mit dem Hohlstrahlrohr, mit welchem in den Folgeeinheiten intensiv gearbeitet wurde. Im Feststoffbeheizten Brandcontainer wurde das Vorgehen bei Zimmerbränden in Kombination mit verschiedenen Löschtechniken trainiert und von den Ausbildern umfangreich erläutert.

Im Anschluss ging es dann in den Container mit offenem-schwedischen System. In diesem liegt der Brandraum auf selben Niveau wie der Beobachtungsraum, was merklich an der Temperaturbelastung zu spüren war. Nach einer Schulungseinheit in Sachen Brandbekämpfung in diesem Container, wurde eindrucksvoll gezeigt, welche Auswirkungen eine falsche Löschtechnik haben kann. Als Abschluss des ersten Ausbildungstages wurden noch die Möglichkeiten und Grenzen der hydraulischen Ventilation aufgezeigt, welche bereits am Folgetag angewendet werden sollten.

Der zweite Tag des Seminars begann gleich mit Praxis zum Thema Einsatztaktik mit dem Lüfter. Dieses, speziell für die Freilassinger Teilnehmer abgestimmte Training, unterstützt den angreifenden Trupp beim Vorgehen durch mehrere Vorteile. Durch den richtigen Einsatz des Lüfters wird schnell die Sicht im Brandraum verbessert und zudem die heißen Brandgase aus dem Gebäude geleitet. Die fünf darauffolgenden Übungen bestätigten diese Vorteile und zeigten zudem weitere Möglichkeiten mit und ohne Lüfter auf.

Im Anschluss konnte man im offenen-schwedischen System selbst Hand anlegen und das Erlernte in die Tat umsetzen und verschiedene Löschtechniken truppweise trainieren.

Als nächstes war ein Durchgang in einem LPG-Gascontainer an der Reihe. In diesem in Deutschland einzigartigen Flüssiggascontainer konnte die Gefahr einer Durchzündung eindrucksvoll demonstriert werden. Auch hier wurden die Teilnehmer auf die Grenzen der Ausrüstung hingewiesen. Eine bewusst falsch angewendete Löschtaktik zeigte, wie wichtig ein hoher Wissensstand beim vorgehenden Trupp ist.

Am Nachmittag des letzten Tages standen zwei Einsatzübungen auf dem Programm. Diese wurden im Containerhaus unter Hitzebelastung der vorgehenden Trupps durchgeführt. Teil der ersten Übung war es, Brandbekämpfung von zwei Brandstellen durchzuführen und dabei die thermische Belastung so gering wie möglich zu halten.

Bei der letzten Einsatzübung war der Einsatzbefehl das Stichwort „Personenrettung“. Auch diese Übung konnten alle Teilnehmer aus Freilassing, trotz der in dieser Übung extrem hohen thermischen Belastung, mit Bravour abschließen und alle vermissten Personen retten.

Abschließend waren alle Teilnehmer von dem Seminar begeistert. Die Erwartungen wurden bei allen übertroffen und man war sich einig, dass sich die doch sehr weite Anreise gelohnt hatte.

Pressemeldung Feuerwehr Freilassing

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