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Erfahrungen teilen - miteinander reden

Erzeugerkreis Bio-Braugerste traf sich zum jährlichen Erfahrungsaustausch in Freilassing

Die Teilnehmer am Treffen der Biobraugersten-Erzeuger mit Karin Heinrich (4. von links) und Braumeister Bernhard Löw (ganz rechts)
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Die Teilnehmer am Treffen der Biobraugersten-Erzeuger mit Karin Heinrich (4. von links) und Braumeister Bernhard Löw (ganz rechts)

Das jährliche Sommertreffen der Erzeuger, die in der Region Bio-Braugerste anbauen, fand diesmal im Gasthaus Moosleitner in Freilassing statt. Zu dem informellen Treffen hatten die Biosphärenregion Berchtesgadener Land und die Brauerei Wieninger als Abnehmer der produzierten Gerste eingeladen.  

Freilassing - Karin Heinrich von der Biosphärenregion freute sich, dass deutlich mehr als die Hälfte der Landwirte, die dem Erzeugerkreis aktuell angehören, gekommen sind. Sie begrüßte den ebenfalls anwesenden Bräu Christian Wieninger und Braumeister Bernhard Löw sowie Thomas Neumaier von Naturland in seiner Rolle als Produzent, Referent und fachlicher Ansprechpartner. „Das Schönste an der Geschichte mit dem Erzeugerkreis Biobraugerste sind die Menschen, die dahinter stehen“ so Bräu Christian Wieninger in seiner Begrüßung. 

Die Zusammenarbeit mit den Landwirten mache viel Freude, weil alle, Erzeuger, Biosphäre und Brauerei fair und verantwortungsvoll kooperieren, um für die Verbraucher gemeinsam ein hochwertiges Bio- und ausgezeichnetes Biosphärenprodukt, die „Hoamat“ Biere auf den Markt zu bringen. Die Mitglieder des Erzeugerkreises hat er bereits jetzt zum Hopfenzupferfest der Brauerei am 9. September in Teisendorf eingeladen. Braumeister Bernhard Löw wies darauf hin, dass die Brauerei jetzt offiziell Naturland-Partner ist und die Hoamat-Biere seit Kurzem als Naturland zertifiziert angeboten werden. Damit habe die Brauerei wieder hohe ökologische Standards gesetzt.

Für die zertifizierten Biere müssen ausnahmslos alle verwendeten Rohstoffe den Naturland-Richtlinien folgen. Die Partnerlandwirte des Erzeugerkreises Biobraugerste erfüllen bei der Produktion der Gerste diese Kriterien. Löw lobte die gute Qualität der von den siebzehn Landwirten des Erzegerkreises produzierten Biogerste. Auch der Mälzer habe dies festgestellt und gemeint „Die Landwirte, die diese Gerste produzieren, müssen was drauf haben“, so Löw.  

Anschließend schilderten die anwesenden Landwirte Mathias Auer (Freilassing), Josef Berger (Fridolfing), Max Ehinger (Laufen), Konrad Hogger (Freilassing), Georg Maier (Truchtlaching), Erich Mayer (Neukirchen/Österreich), Thomas Neumaier (Gstadt am Chiemsee), Josef Probst (Chieming), Martin Öttl (Laufen), Bernhard Rehrl (Saaldorf), Stefan Rehrl (Saaldorf-Surheim)  und Hans Wolfgruber (Ainring) ihre Erfahrungen mit den diesjährigen Biobraugersteanbau.  

Man sei bei der Gerste in diesem Jahr mit der Ernte früher dran als in den Vorjahren. Einige Landwirte, darunter Konrad Hogger, haben bereits gedroschen, weil das Getreide reif und das Erntewetter günstig war. Thomas Neumaier von   Naturland sieht auch in dieser früheren Reife der Gerste ein Zeichen für den Klimawandel. Das   Frühjahr sei zeitweise sehr warm und trocken gewesen. Andererseits hätten sich die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ungünstig auf die Kulturen ausgewirkt. Bezüglich der Bioproduktion im Allgemeinen sieht Neumaier einen Trend zur Verbesserung.

Dabei seien langfristige Partnerschaften, wie die des Erzeugerkreises Biobraugerste mit der Biosphärenregion und der Brauerei Wieninger wichtig, um Erfahrungen mit dieser Wirschaftsweise zu vertiefen und gleichzeitig den Absatz zu sichern. Angesichts der aktuellen Weltlage würden regionale Wertschöpfungsketten immer wichtiger werden. „Im Ökobereich haben wir nicht so viele Stellschrauben“ meinte Konrad Hogger. Auch bei ihm habe die lange Frühjahrstrockenheit und die Temperaturunterschiede die Gerste unter Stress gesetzt. In der folgenden Diskussion ging es um die Erfahrungen mit der Vorfrucht, dem Striegeln zum Bekämpfen der Gräser und Unkräuter, das Ausbringen von Odel zur Düngung, dem Umgang bei Befall der Kulturen mit Krankheiten wie Flugbrand oder dem massiven Auftreten der Ackerwinden.  Die meisten Erzeuger haben Wintergerste angebaut. Sommergerste bleibt die Ausnahme.

Im Anschluss an das interne Erzeugertreffen haben die Teilnehmer den unweit der Gasstätte Moosleitner gelegenen Biobetrieb ihres Kollegen Konrad Hogger besucht. Die geplante Besichtigung des Feldes mit Biobraugerste musste entfallen, da Hogger sein Feld einige Tage zuvor bereits abgeerntet hatte. Dafür bot der Biobetrieb von Hogger aber weitere interessante Aspekte, die die Teilnahme an der Hofbesichtigung auf jeden Fall lohnenswert machten.

kon 

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