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Kontrollen an den Grenzen in Freilassing, Burghausen und Kiefersfelden

Einreise-Testpflicht: So reagieren die Bürger auf die Frage nach 3G

Coronavirus - Deutsch-österreichische Grenze
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Bundespolizisten führen am Grenzübergang Freilassing zwischen Deutschland und Österreich Kontrollen durch.
  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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„Sind Sie geimpft, getestet oder genesen?“ Dieser Frage müssen sich Reiserückkehrer seit 1. August an den Grenzübergängen stellen. Die Sprecherinnen der Bundespolizei Freilassing und Rosenheim ziehen eine erste Bilanz zur neuen Testpflicht.

Freilassing/Burghausen/Kiefersfelden - Die Polizeikelle stoppt schwenkend passierende Wagen. „Wo kommen Sie her und wo fahren Sie hin?“ fragen die Bundespolizisten an den Grenzkontrollstellen in Freilassing und Burghausen Familien in vollgepackten Autos, Alleinreisende oder auch Spontan-Ausflügler.

Letztere dürfen die Grenze ohne Kontrolle überqueren, da die Nachweispflicht für Durchreisende nicht gilt. Ebenso wenig wie für Pendelfahrten, den grenzüberschreitenden Berufsverkehr und bei Kurzaufenthalten von weniger als 24 Stunden.

Stichprobenartige Kontrollen nach grenzpolizeilicher Erfahrung

Da die Bundespolizei an der deutsch-österreichischen Grenze aufgrund der aus migrations- und sicherheitspolitischen Gründen vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen seit Jahren dort kontrolliere, habe sich laut Carolin Lembert von der Bundespolizeiinspektion Freilassing für die Pendler aus grenzpolizeilicher Sicht im Prinzip nicht viel geändert. „Dass beim Grenzübertritt Bestimmungen beachtet und entsprechende Nachweise mitgeführt werden müssen, ist für die Grenzpendler nicht neu.“

Die Bundespolizei überwache im Rahmen der grenzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung die seit 1. August bundesweit geltenden einheitlichen Test- und Anmeldepflichten „stichprobenartig“, erläutert Lembert. „Dementsprechend steht bei unseren Kontrollen zunächst die grenzpolizeiliche Aufgabenwahrnehmung im Vordergrund. Dabei wird aber in einem zweiten Schritt auch überprüft, ob die geltenden Test- und Anmeldepflichten beachtet wurden. Die Kontrollen erfolgen aufgrund grenzpolizeilicher Erfahrung und aktueller Lagebewertung.“

„Vor Ort muss jeder mit einer Kontrolle rechnen“

Ähnlich verlaufen die Kontrollen auf der A93 und an den kleinen Grenzgängen in Kiefersfelden, wie Yvonne Oppermann, Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, gegenüber rosenheim24.de bestätigt: „Grundsätzlich ändert sich für uns seit der Einführung der neuen Testpflicht nicht viel. Wir kontrollieren diese im Rahmen der ohnehin geschehenden Kontrollen an der Grenze mit, sind eh vor Ort und stellen eben zudem die 3G-Frage. Die Kontrollen erfolgen stichprobenartig, vor Ort muss jeder mit einer Kontrolle rechnen.“

Die Gefahr, an der Grenze kontrolliert zu werden, ist also gegeben. „Nachweise parat zu haben und mitzuführen empfiehlt sich und spart Mühe und Zeit“, unterstreicht Oppermann. Sie selbst war in der Nacht zum Sonntag, 1. August, als die neue Maßnahme in Kraft trat, an der Grenze in Kiefersfelden und kann ein positives Resümee ziehen: „Es waren nur ganz wenige, die keinen Nachweis mit sich führten. Viele waren vorbereitet, haben die Nachweise schon an die Fensterscheiben gehalten, die Kontrollen gingen rasch und problemlos über die Bühne.“

Ob genesen, geimpft oder getestet - ein Nachweis müsse so oder so erbracht werden. Die Beamten können dabei auch die Chargennummer des Impfstoffs überprüfen und so Fälschungen entlarven. Falsche Nachweise seien den Kollegen aber eher selten untergekommen, so Oppermann. Lediglich Einzelfälle bezüglich gefälschten Testnachweisen seien in den vergangenen Wochen aufgefallen, darunter ein QR-Code, dessen Link statt auf ein negatives Testergebnis auf eine Verbraucher-Umfrage führte.

Neue Testpflicht: Verständnis bei den Bürgern für Grenzkontrollen

Die Resonanz der Bürger fiel ebenso positiv aus: „Solange es schnell geht, sind die Kontrollen für viele in Ordnung“, schätzt Oppermann die Lage ein. An den Wochenenden und mit den beginnenden Sommerferien aber könne es durchaus zu Wartezeiten an der Grenze kommen, da auf A93 und A8 mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet werden müsse.

Ins selbe Rohr bläst Carolin Lembert: „Wir haben bei unseren Kontrollen bisher den Eindruck, dass die Reisenden sich auf diese Neuregelung eingestellt haben. Dass alle Personen ab 12 Jahren, egal woher sie gerade kommen, beim Grenzübertritt nach Deutschland entweder vollständig geimpft, genesen oder auf das Coronavirus getestet sein müssen, ist eine recht einfach zu verstehende Regel.“

Außerdem sei ohnehin bereits ein großer Teil der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft und daher von der Testnachweispflicht ausgenommen – sofern die Reisenden nicht aus einem Virusvariantengebiet zurückkehren, schließt Lembert ihre Ausführungen.

mb

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