Neues Jahr mit neuen Geschäftsideen in Freilassing

Brautmoden und Badylon-Kasse: Anni Klinger bringt’s zusammen

Vor einem Jahr erst war Anni Klinger, im Bild mit Tochter Bettina, mit ihren Brautkleidern von Freilassing nach Ainring umgezogen, jetzt will sie das Geschäft an zwei Mädchen weitergeben.
+
Vor einem Jahr erst war Anni Klinger, im Bild mit Tochter Bettina, mit ihren Brautkleidern von Freilassing nach Ainring umgezogen, jetzt will sie das Geschäft an zwei Mädchen weitergeben.

Freilassing - Noch kleidet Anni Klinger vormittags junge Brautpaare ein und kassiert am Nachmittag im Badylon, aber nicht mehr lange. Denn nach über 30 Jahren will die umtriebige Chefin des Wirtschaftsforums ihr Brautmoden-Geschäft aufgeben und sich beruflich ganz neu orientieren.

Dazu hat sie viele Ideen, vom Eventmanagement über ‚Mobile Arbeitskräfte‘ bis hin zur Seniorenhilfe, „also mit älteren Leuten zum Beispiel zum Friedhof fahren, Kuchen backen und vieles mehr“, so Klinger.


Im April 2019 war Anni Klinger mit rund 400 Brautkleidern von der Münchner Bundesstraße in Freilassing an die B304 nach Adelstetten gezogen, es sei eine Kostenfrage gewesen, sie hätte am Personal oder an der Miete sparen können, „ich habe mich für den Umzug entschieden, Schaufenster braucht meine Kundschaft nicht mehr“, sagte Klinger damals.

Jetzt, knapp ein Jahr später, will Klinger nicht nur mit ihrem Geschäft, sondern mit ihrem Leben umziehen, also es „neu ordnen“. Neben vielen Geschäftsideen steht eines schon fest: Sie wird sich vom Brautmoden- Geschäft trennen, „das gebe ich an zwei junge Mädchen aus Freilassing weiter, die das fortführen wollen“.


Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. Daneben jobbt Klinger seit einigen Wochen schon an der Kasse des Badylon, als Teilzeitkraft, auch im Brautmodengeschäft sei sie immer nur Teilzeitbeschäftigt gewesen.

Seniorenhilfe statt Brautmode

Statt junge Brautpaare auszustatten will sie in Zukunft zum Beispiel ‚mobile Arbeitskräfte‘ anbieten, „also wenn zum Beispiel in einem Unternehmen längere Zeit eine Sekretärin ausfällt komme ich oder später eben eine Mitarbeiter meiner Firma“, so Klinger. Außerdem möchte sie ein Eventmanagement auf die Beine stellen, denn dass sie Events veranstalten könne habe sie schon sehr oft bewiesen, „das liegt mir einfach“.

Als Chefin des Wirtschaftsforums hat Anni Klinger bereits zahlreiche Events organisiert, jetzt soll daraus ein eigenes Standbein werden.

Vielversprechend klingt auch eine weitere Geschäftsidee, Klinger will Senioren helfen, „also sie zum Beispiel zum Friedhof oder zum Einkaufen fahren oder gemeinsam Kuchen backen, wenn die Familie zu Besuch kommt“. Sie kenne viele ältere Menschen und habe hier einen großen Bedarf an Dienstleistungen abseits von medizinischen Hilfeleistungen und Wohnung putzen festgestellt. „Auf diese Arbeit freue ich mich auch total“.

Klinger bleibt WiFo-Chefin

In ruhigen Gewässern sieht Klinger indes ihre Zukunft im Vorstand des Wirtschaftsforums Freilassing, einem Zusammenschluss aller Gewerbetreibenden der Stadt. Im nächsten Jahr seien zwar Neuwahlen, aber sie habe ja zahlreiche Unternehmen und werde daher immer Mitglied im WiFo sein können.

hud

Kommentare