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Keine langfristige Zusammenarbeit nach Corona

Das Städtemarketing der Gemeinden aus dem Berchtesgadener Land in Salzburg auf dem Prüfstand

Kaffees und Eissalons in der Freilassinger Fußgängerzone sind gut besucht, Salzburger sind hier aber eher wenig zu finden.
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Kaffees und Eissalons in der Freilassinger Fußgängerzone sind gut besucht, Salzburger sind hier aber eher wenig zu finden.
  • Christine Stanggassinger
    VonChristine Stanggassinger
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  • Michael Hudelist
    Michael Hudelist
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Freilassing, Bad Reichenhall, Berchtesgaden. In Zeiten des Lockdowns waren sie vereint, die Werbegemeinschaften in den drei Kommunen, gemeinsam kämpften sie gegen die ihrer Meinung nach überbordenden Corona-Schutzmaßnahmen, mit mäßigem Erfolg. Jetzt gilt es nicht nur die einheimische Kundschaft wieder zurückzugewinnen, die sich in den vergangenen Monaten noch mehr an das scheinbar bequeme Online bestellen gewöhnt hat sondern auch die österreichischen Nachbarn wieder anzulocken, die sich natürlich auch Alternativen gesucht haben. 

Freilassing / Bad Reichenhall / Berchtesgaden - Anni Klinger aus Freilassing hat aus den gemeinsamen Demonstrationen mit Bad Reichenhall und Berchtesgaden gegen die Corona-Schließungen einen positiven Aspekt mitgenommen, „früher hat sich jeder nur um sich gekümmert, in Corona-Zeiten haben wir uns sehr gut abgestimmt“. Und was ist davon geblieben? Offensichtlich wenig, eine langfristige Zusammenarbeit oder gar ein gemeinsamer Werbeauftritt in Salzburg ist nicht angedacht, „das wäre aber eine gute Idee“, so Klinger auf eine entsprechende Nachfrage. Früher hätte es die landkreisweite BGLT gegeben, die aber bekanntlich zerschlagen wurde, wobei das „T“ in BGLT für Tourismus stand, damit war nicht der Einkaufstourismus gemeint. Gemeinsame Aktionen oder Werbeauftritte des BGL-Handels sucht man in Salzburg vergeblich, einzig Globus- und Kaufland-Prospekte landen jetzt hin und wieder in Salzburger Postkästen. 

Reichenhall setzt auf neues Stadtmarketing

In Bad Reichenhall ist man jetzt nach Corona wieder voll mit sich selbst beschäftigt, während der Corona Lockdowns habe man sich zwar intensiv mit anderen Werbegemeinschaften  ausgetauscht und mit gemeinsamen Aktionen unterstützt, „das werden wir auch in Zukunft so halten wenn es die Situation erfordert“, so eine schriftliche Stellungnahme von Brigitte Schlögl vom Stadtmarketing und Peter Zumkeller vom Reichenhaller Unternehmerforum (RUFO). Soll heißen: In Krisenzeiten ja, aber jetzt doch eher nicht. 

Die Begründung liefern die Beiden gleich mit: „Die Gewerbevereine sind sehr unterschiedlich aufgestellt, jeder hat seine eigenen Ziele und Prioritäten an denen wir arbeiten“. Immerhin habe man in Bad Reichenhall jetzt „ein professionelles Stadtmarketing“, so die gemeinsame Antwort von RUFO und Stadtmarketing, „wir haben auch ihre Fragen gemeinsam beantwortet“. Im Gegensatz zu Freilassing kann oder will Bad Reichenhall aber nicht die Frage beantworten, wie wichtig österreichische Kunden für die Kurstadt sind, also wie viel Prozent des Umsatzes sie denn eigentlich ausmachen, „das Stadtmarketing hat 2019 eine Umfrage gemacht, aber nur qualitativ und nicht quantitativ“, also keine Zahlen. Immerhin wisse man jetzt, „dass die Salzburger unsere Fußgängerzone sehr schätzen und auch von den Einzelhändlern wissen wir, dass sie viele Stammkunden aus Salzburg haben“.

Alle Feste nutzen der Einkaufsstadt 

Werbeaktionen für Bad Reichenhall alleine habe es in Salzburg allerdings schon einige gegeben, so habe das Stadtmarketing 2019 mit der Aktion ‚Hereinspaziert‘ begonnen, die dann Ostern 2020 wegen Corona storniert wurde. Beworben wurde auch jeder Christkindlmarkt und die Aktion ‚Sei mutig‘. „Weiter haben wir 2019 mit dem ORF Landesstudio einen Tag in Reichenhall umgesetzt – 14 Salzburger haben einen Tag mit einem speziellen Programm bei uns verbracht und das wurde mit Live-Einstiegen den ganzen Tag über beworben“. Auch zahlreiche weitere Aktionen wie die Klangwolke, Reichenhaller Freutage, Stadtlesen, Weinfest, verkaufsoffene Sonntage mit dem Josefi- und Rupertimarkt würden auch der Einkaufsstadt Bad Reichenhall nützen.  

Und schließlich Berchtesgaden

Thomas Hettegger ist der Vorsitzende der Aktiven Unternehmen Berchtesgaden. In einem kurzen Gespräch mit BGLand24.de muss er zugeben, dass der österreichische Werbemarkt für seinen Verband kaum eine Option ist. „Wir haben dafür einfach relativ wenig Budget“, äußert Hettegger sich. Die Werbeauftritte der Aktiven Unternehmen würden sich allein aus den Mitgliedsbeiträgen finanzieren. Deshalb habe man sich in diesem Jahr entschlossen, ein Gutscheinheft auch in Salzburg zu verteilen. „Damit ist es aber schon erledigt.“ Das scheint auch für die Zusammenarbeit mit den anderen beiden Verbänden zu gelten.

Christine Stanggassinger und Michael Hudelist

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