Planungen sehen Inbetriebnahme im Jahr 2023 vor

Seit über 18 Jahren Thema im Stadtrat: Grünes Licht für neuen Bauhof in Freilassing

Neubau Bauhof Stadt Freilassing
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Bauhofmitarbeiter Hansi Schindler bereitet eine Fahrt im Stadtgebiet vor. Dahinter sieht man die in die Jahre gekommene und nicht mehr funktionelle Fahrzeughalle.

Freilassing - Der Stadtrat hat grünes Licht für eine konkrete Planung des neuen Bauhofs gegeben. Seit über 18 Jahren war der Neubau für den Bauhof ein Thema in den städtischen Finanzplanungen. Immer wieder musste diese eigentlich dringend notwendige Maßnahme auf der Prioritätenliste Platz für andere wichtige Vorhaben machen.

Die Aufgaben einer Stadt sind vielfältig. Kaum etwas davon ist so wahrnehmbar, wie die Arbeit der städtischen Bauhofmitarbeiter, die man bei jeder Witterung im Stadtgebiet anpacken sieht. Im Frühjahr werden Blumenwiesen für die Artenvielfalt gepflanzt, im Sommer werden Wiesen gemäht und trockene Pflanzen gegossen, im Herbst wird das bunte Laub von den Gehwegen und Straßen gekehrt und im Winter sorgen die Mitarbeiter des Bauhofs mit schwerem Schneeräumgerät für freie und sichere Straßen. Überall leuchtet die orange Signalfarbe des städtischen Bauhofs.


Breites Aufgabenspektrum für städtischen Bauhof

„Die Facharbeiter des Bauhofs sind sozusagen die städtischen Handwerker, die das Stadtbild pflegen, Spielplätze sauber halten und Reparaturen an Verkehrswegen oder städtischen Gebäuden ausführen“, erklärt Bauhofleiter Albert Haimbuchner. „Unsere oft arbeitsintensiven Vorbereitungen dafür finden im Hintergrund in den Räumen des Bauhofs in der Pilgrimstraße statt“ ergänzt Vorarbeiter Hansi Schindler.


Der „Bauhof“, das sind: Werkshallen, Garagen, Lagerräume, ein Verwaltungsbüro und Personalräume für die Mitarbeiter. Es gilt ein breites Aufgabenspektrum abzudecken. Der Bauhof muss mit seinen Beschäftigten daher etliche Berufsgruppen vereinen: Maler, Mauer, Elektriker, Mechaniker, Schreiner, Zimmerer, Betonbauer, Metallbauer und natürlich Gärtner.

Der Weg zu einem leistungsstärkeren Bauhof

Die Bausubstanz des alten Bauhof-Gebäudes ist allerdings nicht mehr „ganz frisch“, es fehlt an Vielem. Arbeitsabläufe sind erschwert und das Arbeitsumfeld gnadenlos veraltet. Viel Material muss derzeit noch aus Platzgründen an anderen Orten im Stadtgebiet gelagert werden, die weiten Wege sind in der Praxis zeitraubend. Mit der aktuellen Zustimmung des Stadtrats zur Vorentwurfsplanung, geht man nun einen großen Schritt in Richtung eines modernen, effizienteren und leistungsstärkeren Bauhofs.

Stadtwerke Freilassing sind mit an Bord

Knapp 14 Mio. Euro beträgt die Kostenschätzung für den neuen Bauhof, in welchem auch Fahrzeuge, Gerätschaften und Lagerräume der Stadtwerke Freilassing untergebracht werden. „Wir sind dafür zuständig, dass aus den Leitungen zuhause immer frisches Trinkwasser kommt“ stellt Marcus Kinzel, technischer Leiter der Stadtwerke, fest. „Eine moderne Anlage ist auch deshalb wichtig, damit wir unter anderem schnell und reibungslos auf Wasserrohrbrüche im Stadtgebiet reagieren können und die Hygienestandards hochhalten können. Wir betreuen immerhin rund 3500 Wasserabnehmer auf einer Hauptleitungslänge von 86 km“, so Kinzel.

Auch die Verwaltungsbüros der Stadtwerke, die sich derzeit im Rathaus befinden, haben dann ihren neuen Platz am Bauhof. Somit vereinen sich Werkstätten und Lagerräume der Stadtwerke-Außendienstmitarbeiter mit der eigenen Verwaltung und der technischen Schaltzentrale zu einem großen „Gehirn“.

Auf einer freien Fläche neben dem Energieverbund am Aumühlweg ist für die neuen Gebäude des Bauhofs und der Stadtwerke auf rund 13.000 Quadratmeter bereits eine ausreichend große Fläche gefunden.

Neuer Bauhof schon ab 2023 möglich

Der Bauhof Freilassing erhält mit dem aktuellen Stadtratsbeschluss die Aussicht auf eine neue Betriebs-Heimat. Die Planungen sehen eine Inbetriebnahme im Jahr 2023 vor. Die Bauhofs- und Stadtwerkemitarbeiter sollen dann unter optimalen Arbeitsbedingungen und effizienten Arbeitsabläufen auch für die Aufgaben und Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte bestens gewappnet sein.

Pressemitteilung Stadt Freilassing

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