Knapp 200.000 Euro für Abenteuerspielplatz und Co

Walser Trimm-Dich-Pfad als Vorbild für Badylon in Freilassing

Walser Trimm-Dich-Pfad als Vorbild für Badylon
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Geräte wie derzeit schon am Trimm-Dich-Pfad entlang der Saalach in Wals soll es auch in Freilassing am Badylon-Gelände geben.

Freilassing - Die Stadt Freilassing nimmt 200.000 Euro für den Bau eines Abenteuerspielplatzes, eines Trimm-Dich-Pfades und eines Beachvolleyball-Platzes in die Hand. Bis 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Für knapp 200.000 Euro will die Stadt den Außenbereich des Badylons mit einem Abenteuerspielplatz, einem Trimm-Dich-Pfad und einem Beachvollball-Platz aufpeppen. Einstimmig beschlossen die neun Mitglieder des Finanzausschusses, dass die Verwaltung die Arbeiten plant und ausführt. Im Sommer 2022 soll der Beachvolleyplatz bereits fertig sein, ein Jahr später der Trimm-Dich-Pfad und 2024 dann der Abenteuerspielplatz inklusive einem Niedrigseilgarten und einem Erlebnisparcours.


In der Diskussion der Stadträte wollte Daniel Längst von den Freien Wählern wissen, warum der Beachvolleyball als erstes 2022 gebaut wird und 2024 am Ende erst der Abenteuerspielplatz. „Wegen der Corona-Pandemie kommen noch viele Aufgaben auf uns zu, mir scheint ein Spielplatz wichtiger zu sein“.

Freilassings Bürgermeister Markus Hiebl betonte, dass die Reihenfolge der Bauarbeiten noch nicht fix ist. SPD-Stadtrat Helmut Fürle interessierte sich für den Beachvolleyball-Platz und wollte in Erfahrung bringen, ob es mehrere Plätze und damit auch Wettkämpfe geben könne, Noel Kress vom Städtischen Bauamt verneinte, das sei nicht vorgesehen.


Hartmann fürchtet Müll

Grundsätzlich positiv äußerte sich Grünen-Stadtrat Wolfgang Hartmann, „aber wer betreut die vier geplanten Plätze, denn wenn zum Beispiel der Beachvolleyball-Platz von Hinz und Kunz genutzt wird befürchte ich doch ein Müllproblem“.

Diese Arbeiten dürften nicht an der Stadt hängen bleiben, auch CSU-Stadtrat Wolfgang Krämer stieß in dasselbe Horn. Er wollte im Antrag festgehalten haben, dass auf die Stadt keine zusätzlichen Kosten zukommen. Hiebl betonte zwar, dass sich engagierte Bürger einbringen könnten, Krämer fehlte dazu der Glaube. „Wenn die Anlagen neu sind finden sich eventuell Paten, aber dann bleibt’s doch wieder beim städtischen Personal hängen“.

Fragen gab es auch zum geplanten Trimm-Dich-Pfad und zu einer solchen, bestehenden Anlage im Freimann-Wald, „was wird dann mit der?“ „Den gibt’s ja eigentlich schon lange nicht mehr“, meinte Hiebl, zumindest nicht so wie man sich einen Trimm-Dich-Pfad vorstelle. Als Vorbild für den neuen Pfad am Badylon-Gelände nannte er die Gerätschaften entlang der Saalach im Gemeindegebiet von Wals-Siezenheim, dort könne man sich das schon ansehen. „Wals zählt zu den reichsten Gemeinden Österreichs“ wusste Hartmann zu berichten, ob sich Freilassing auch solche „Sportgeräte vom Feinsten“ leiste könne bezweifle er.

Die neuen Angebote am Freizeitgelände Badylon sollen das Fehlen solcher Flächen in der Innenstadt kompensieren. Daher soll es in den nächsten Jahren rund um das Hallenbad und die Sporthallen zum Beispiel einen Abenteuerspielplatz, einen Trimm-Dich-Pfad und einen Beachvolleyball-Platz geben, dieser soll zwischen dem Fußballfeld und dem Aumühlweg auf der östlichen Seite des Geländes entstehen, gegenüber im Westen der Abenteuerspielplatz mit einem Niedrigseilgarten und einem Erlebnisparcours für Familien mit Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren.

Allein der Abenteuerspielplatz mit den verschiedenen Attraktionen schlägt mit 100.000 Euro zu Buche. Vergleichsweise „bescheiden“ kommen der Trimm-Dich-Pfad und die Volleyball- Anlage mit jeweils rund 40.000 Euro davon. Von den Gesamtkosten in Höhe von 194.000 Euro will die Stadt rund 90 Prozent aus dem Steuertopf des Freistaates bezahlt bekommen, vorausgesetzt die Anlagen werden Teil eines Investitionspaketes des bayerischen Bauministeriums.

hud

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